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Deutschland Grandseigneur der Parfümerien: Frank Schnitzler im Porträt

Die 70 sieht man Frank Schnitzler nicht an!

Wenn es stimmt, dass Spitzenpiloten des Automobilrennsports ‚Benzin im Blut‘ haben, dann fließt durch die Adern von Düsseldorf berühmtesten Parfumeur charakterstarkes Duftwasser gleich literweise. Frank Schnitzlers Titel drücken Kompetenz, Innovationsfreude und Haltung aus. ‚Grandseigneur der Parfümerien‘ ist eine dieser Auszeichnungen. ‚Mutmacher der Nation‘, verliehen von den Gelben Seiten, und Träger des Innovationspreises der Frankfurter Messe sind weitere.

Grandseigneur passt gut zu dem 70–Jährigen und weckt Assoziationen. Schnitzlers Bühne ist die elegante Düsseldorfer Königsallee mit ihrem internationalen, extravaganten Publikum, sie ist die schönste unter Deutschlands Luxusmeilen. Und er ist Co-Autor eines Lexikons, in dem sage und schreibe mehr als 1000 Düfte beschrieben werden: ‚Das große Buch vom Parfum‘. Es gibt nichts, das umfangreicher, informativer und anregender zugleich wäre. Frank Schnitzler hat seine erfolgreichen Parfümerien vor fünf Jahren verkauft. Seitdem zieht er seine Kreise als vielgefragter Berater und Trendscout bis nach Mailand, Paris, London, Moskau, Madrid und New York.

Bei meinen Reisen und Messebesuchen im Ausland treibt es mich immer zuerst in Parfümerien. Wenige Länder bieten schöne Spezialgeschäfte, aber man findet oft Düfte, die in Deutschland nicht zu erwerben sind. Oft sind es Duftexperimente, Duftkompositionen, die auch zu manchen Kundenmentalitäten anderer Länder passen. Hier haben verschiedene Länder verschiedene Gewohnheiten. Vergessen wir nicht, dass die deutsche Küche in den letzten Jahren durch japanische, libanesische, griechische, spanische und chinesische Gerichte erweitert wurde. Wir reisen gerne und wollen in Erinnerung unseres Erlebten gern wieder mal anders essen.

Und so wird sich der Kundenwunsch künftig individualisieren. Duft ist – wie wir alle wissen – sehr persönlich. Wir haben wenige Möglichkeiten, unsere Einstellungen anderen kund zu tun. Kleidung, Schuhe, Schmuck, Hüte, Autos, Wohnungen – alles wird immer ähnlicher. Düfte sind ein gern genutztes Medium. Und somit wollte ich als Kenner den guten Innovationen eine Plattform bieten. So ist die Idee entstanden, erstmals in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift PARFÜMERIE einen Prix de Parfum Artistique 2012 zu verleihen. Nach dem Aufruf meldeten sich viele Duftmarken. 32 Parfums wurden den Anforderungen gerecht. Am 6. März 2012 tagte die Jury im Industrieclub Düsseldorf in abgeschirmten Räumlichkeiten unter Leitung von Kena Amoa, Moderator von RTL Exclusiv.

Folgende Beurteilungen wurden abgefragt:

Gesamteindruck Flacon

Gesamteindruck Karton

Flasche, Standfestigkeit und Handhabung

Duft

Ist es eine Duftinnovation?

Story rund um den Duft

Chancen der Vermarktung

Eigenständigkeit des Duftes

Der Preis für außergewöhnliche und innovative Duftkonzepte wurde am 14. April 2012 anlässlich der Global Art of Perfumery Cosmetic Innovations in Kooperation mit der Fachzeitschrift ‚PARFÜMERIE‘ zum ersten Mal vergeben.

Platz 1 ‚Prix de Parfum Artistique 2012‘: Jovoy, L’Enfant Terrible

Platz 2 ‚Prix de Parfum Artistique 2012‘: Micallef, Ylang in Gold

Platz 3 ‚Prix de Parfum Artistique 2012‘: Francis Kurkdijan, Aqua Universalis forte (Aktuell hat Francis Kurkdijan einen atemberaubenden OUD-Duft heraus gebracht!)

Die Global Art of Perfumery Cosmetic Innovations 2012 vom 14. bis 15. April 2012 fand im Maritim Ariport Hotel in Düsseldorf mit rund 80 teilnehmenden Ausstellern statt. Neben einem überzeugenden Konzept bot die Veranstaltung den Fachbesuchern aus Parfümerieinhabern, Einkäufern und Presse wieder ein interessantes Rahmenprogramm, für das die Veranstalter renommierte Referenten gewinnen konnten. Ob Feng Shui für Parfümerien, Männer als Kunden oder psychologische Tipps zur Kundenbindung – die Vorträge verschafften Parfümeriefachgeschäften neue Impulse und kreative Ideen für ihre Ladengestaltung und Kundenbeziehungen.

Auch diese Messe war wieder sehr auf das Thema Duft fokussiert und man konnte aus einer Vielfalt hochklassiger, anspruchsvoller Kreationen die wählen, mit denen man sich als Fachparfümerie profilieren kann. Die Nischenmarken blieben weitgehend unter sich, mit Ausnahme von Coty, die im kleinsten Kreis zwei spektakuläre Neuheiten präsentierten und L’Oréal mit YSL und Stella McCartney.

Zu den neuen Marken, die sich erstmals auf dem Markt vorstellten, gehörten u.a. Astalift, Betty Boop, Cultus Homme, Yang Cosmetics, Barbara Sturm Molecular Cosmetic, Miriam Quevedo, Di Ser Parfums, Aedes de Venustas Parfum und Oliveda Hautpflege. Gleich zwei neue Herrendüfte starten im Premium Preissegment: Rohloff hat den Steve McQueen Duft neu im Sortiment und Createurs Cosmetique die Lifestyle-Marke Easyrider.

Bis in die frühen Morgenstunden feierten rund 700 Gäste, darunter viel Prominenz, in der Düsseldorfer Nachtresidenz. Zu den Höhepunkten des Abends, der von Kena Amoa (RTL Exclusiv) moderiert wurde, gehörte außer der Preisverleihung die Fashion Show von Thomas Rath, die besonders beim jungen Publikum für Begeisterung sorgte.

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