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Exklusiver Vortragsabend von Ferrero: CSR als funktionierendes Konzept

‚Werte teilen, um Werte zu schaffen‘, mit diesem Credo stellte der italienische Süßwarenkonzern Ferrero seinen 3. CSR-Bericht zur sozialen Verantwortung und Nachhaltigkeit des Unternehmens Ende November in München vor. Die Überraschung: Als noch keiner von CSR sprach, hatte der Familienbetrieb längst gesellschaftliche Verantwortung im Unternehmen verankert.

Exklusiver Vortragsabend im Hotel Bayerischer Hof: v.l.n.r. Stephan Nießer (CEO Ferrero Deutschland), Carlo Vassallo (CEO Ferrero Deutschland), Karen Webb (moderierte den Vortragsabend) und Carlo Vassallo am Rednerpult. Fotocredit: BrauerPhotos

Im Grünbuch der EU ist ‚Corporate Social Responsibility‘ (kurz CSR) mittlerweile fest verankert, momentan noch auf ‚freiwilliger Basis‘ und erst in den letzten Jahren haben Unternehmen CSR integriert. Anders bei Ferrero, denn das italienische Familienunternehmen mit Piemonter Hauptsitz in Alba zeigt bereits seit über einem Jahrzehnt, wie man CSR in einem Unternehmen beispielhaft gelebt werden kann.

‚Ferrero hat es bislang nicht CSR genannt, aber es liegt in der DNA des Unternehmens und ist Handlungsmaxime der Ferrero-Gruppe seit Gründung‘, erzählt Geschäftsführer Carlo Vassallo über das CSR-Engagement der Ferrero-Gruppe. Ferrero versteht Ethik, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit weniger als modernes CSR-Konzept als vielmehr unternehmerische Grundhaltung. ‚Lavorare, creare, donare‘ (‚arbeiten, aufbauen, zurückgeben‘) – so lautet der Leitgedanke, der von Beginn an Anspruchshaltung und Orientierung für die soziale unternehmerische Verantwortung bei Ferrero war.

Aber lassen wir die Zahlen sprechen: 1946 gegründet wurde bereits 1983 eine Stiftung ins Leben gerufen, um pensionierten Ferrero-Mitarbeitern soziale und kulturelle Angebote zu offerieren. 1991 wurde dafür die Stiftung ‚Piera, Pietro e Giovanni Ferrero‘ geschaffen, welche heute auch im deutschen Unternehmenssitz aktiv ist. Im Laufe der Zeit kamen nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, Minimierung von Umwelteinwirkungen, Förderung lokaler Gemeinschaften, verantwortungsvolle Kommunikation, soziales Engagement und Förderung eines gesunden Lebensstils peu a peu hinzu.

Doch woran erkennt man ein funktionierendes CSR-Konzept? Ulf Posé, Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft bringt die Frage während seines Eröffnungsvortrages auf den Punkt: ‚Transparenz, Langfristigkeit und Regelmäßigkeit der CSR-Vorhaben, Überprüfung durch Dritte und ein öffentlicher CSR-Bericht‘. Punkte, welche Ferrero vorbildlich erfüllt.

Auf 156 Seiten dokumentiert der mittlerweile 3. CSR-Bericht von KinderSchokolade, Mon Cheri oder TicTac (alles Produkte von Ferrero) umfänglich und transparent strategische Unternehmensziele und deren Zielerreichungsstatus. Die internationale Global Reporting Initiative (GRI) hat dies mit dem höchstmöglichen Level A+ bewertet, geprüft wurde die Richtigkeit der Aussagen von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. CSR-Strategie, Initiativen und Programme stellten Carlo Vassallo und Stephan Nießner vor, Geschäftsführer Ferrero Deutschland. Dabei macht Stephan Nießner vor Globalität nicht halt. ‚Gerade trafen sich alle Schokolade verarbeitenden Unternehmen an der Elfenbeinküste, um gegen Kinderarbeit und die Armut der Kakaobauern eine gemeinsame Lösung zu finden‘, erzählt der gelernte Jurist Nießner. Francesca Poggiali, CSR-Verantwortliche Ferrero International stellte den CSR-Bericht vor und machte deutlich, welchen Stellenwert das Thema in der Ferrero-Gruppe einnimmt.

Dass Prominente dieses Engagement vorbildlich finden, zeigen Namen wie Liz Hurley, Amy Mac Dowell oder Elle Macpherson, denn seit Jahren verteilt der Ferrero-Brand Mon Cheri Kirschzweige für den guten Zweck am Barbaratag. Während eines Galaabends wird das gesammelt Geld an eine ausgewählte Charity-Organisation überreicht – wieder nach dem Ferrero-Motto: ‚Werte teilen, um Werte zu schaffen.‘

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