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Verleihung des 2. ARTS AND AIR AWARDS im Residenztheater in München

Opern-Star Nadja Michael hat nicht nur eine große Stimme, sondern auch ein großes Herz! Am Mittwoch lud sie gemeinsam mit Dr. Wolfgang Heubisch und Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München) zur Verleihung der 2. ‚ARTS AND AIR AWARDS‘ ins Münchner Residenztheater. Der Preis ging in diesem Jahr an Dr. Mahavir Singh. Seit 20 Jahren engagiert sich Professor Singh mit seinem Team intensiv in der Forschung an der Diagnose von Tuberkulose und der Impfstoff- und Arzneimittel-Entwicklung gegen Tuberkulose. Promoviert hat er 1978 in Dehli, Indien und lebt seit 1980 in Deutschland.

Nadja Michael mit Martin Kusej, Nina Ruge, Preisträger Dr. Mahavir Singh, Charlotte Knobloch und Prof. Dr. Eickelberg

‚Dr. Mahavir Singh ist jemand, der sich in verschiedenster Art und Weise perfekt für die Ziele unseres Vereins einsetzt, der wunderbar zur Kerngruppe der Gründungsmitglieder passt und gesellschaftlich sehr aktiv ist‘, lobte Nadja Michael. ‚ARTS AND AIR steht für Kunst für die Wissenschaft – für freies Atmen und freies Denken‘, so Nadja Michael. ‚Ziel der Veranstaltung ist es, ist es, Kunst und Wissenschaft zu vernetzen. Wir möchten damit großen Innovatoren zu Öffentlichkeit verhelfen und die Stimme für einen menschlichen Ton erheben. Das mag jetzt vielleicht pathetisch klingen. Aber dieser menschliche Ton ist in unserer Gesellschaft kaum mehr vorhanden. Die Sehnsucht nach etwas Substanz, nach Berührbarkeit, ist aber definitiv vorhanden‘.

Lesen Sie auch das Interview: Warum Nadja Michael sich für den Verein engagiert und warum der Award in München vergeben wird

Unterstützt wurde sie bei diesem Projekt von Dr. Wolfgang Heubisch, Prof. Dr. Oliver Eickelberg (Leiter CPC München) und Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München). Alle drei sind ebenfalls Gründungsmitglieder von Nadja Michaels Verein ‚Stimme für die Menschlichkeit e.V‘, der den Award initiierte.

‚Ich habe es erlebt, was es bedeutet, eine kranke Lunge zu haben‘, so Charlotte Knobloch. ‚Mein Mann ist an einer Lungenkrankheit gestorben. Deshalb hat mich das Thema sehr interessiert und ich habe auch sofort zugesagt, diese Sache zu unterstützen. Es geht dabei aber nicht nur um das Thema Lunge, sondern auch um die Menschlichkeit. Ein Thema, das mir schon immer sehr Herzen lag.‘

Schauspieler Wigald Boning durfte auch nicht fehlen. Er spielt in dem Video-Trailer, den Nadja Michael eigens für die Veranstaltung produziert hatte, eine Lungenzelle. ‚Nadja Michael hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, sie bei dieser Sache zu unterstützen und hat mir das Projekt geschildert: an einem sehr ungewöhnlichen Ort, abends am Maibaum am Viktualienmarkt. Es war insofern ein eigentümliches Kennenlernen, aber ich war von ihr und ihrer Idee sofort begeistert. Ich habe einmal tief durchgeatmet – und los ging’s. Das Thema liegt mir selbst am Herzen: ich spiele Blasinstrumente – Saxophon – und treibe Sport. Es ist eine schreckliche Vorstellung für mich, dass die Lunge nicht mehr richtig funktionieren könnte.‘ Er trug ein gewohnt extravagantes Outfit in Rot und Pink: ‚Das hat nichts mit dem Thema Lunge zu tun. Damit bin ich verkehrssicher unterwegs und werde im Straßenverkehr nicht übersehen‘, lachte er,

Neben einer Vernissage mit dem Titel ‚Schrei und Atem‘ erwartete die Gäste auch ein wunderbares musikalisches Programm. Nadja Michael sang ebenfalls: sie stand aber nicht vorne auf der Bühne, sondern ihre Stimme war aus dem Hintergrund zu hören: ‚Es soll nicht mein Konzertabend sein, sondern der Abend des Preisträgers‘, erklärte sie.

Moderatorin Nina Ruge war bereits zum zweiten Mal mit dabei: ‚Das Engagement von Nadja Michael ist wunderbar, deshalb unterstütze ich sie gerne. Es geht um ein wichtiges Thema, das bei vielen Menschen mit einer großen Angst besetzt ist: nämlich nicht richtig atmen zu können.‘

Außerdem unter den Gästen: Martin Kusej (Intendant Residenztheater), Komponist Harold Faltermeyer (‚Ich bin seit zehn Jahren mit Nadja Michael befreundet. Aber jede Persönlichkeit, die sich für solch eine Sache engagiert, ist bewunderns- und unterstützenswert‘), Wolfgang Bierlein.

Text: Andrea Vodermayr

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