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1. deutsche Bank mit Frauenbeirat: Hypo Vereinsbank lädt zur UniCredit Ladies Business Night während der Ladies German Open

Am ersten Tag der Ladies German Open in Gut Häusern lud die UniCredit Group über hundert Damen aus Wirtschaft und Gesellschaft zu einer hochkarätig besetzten Talkrunde und zum Netzwerken in den VIP-Bereich ein. Von Rita Balon

‚Golf ist ein geniales Netzwerk, um private und geschäftliche Kontakte zu knüpfen‘, begrüßte Gabriele Volz, Turnierdirektorin der UniCredit Ladies German Open, über hundert Damen aus Wirtschaft und Gesellschaft zur Ladies’ Business Night am Donnerstag, den 13. Mai in Gut Häusern. ‚Obwohl das Feld der deutschen Profispielerinnen größer und erfolgreicher ist als das der deutschen Herren, hat es Frauengolf schwer, sich in Deutschland zu etablieren.‘ Mit der Ladies German Open, die vor drei Jahren von der HypoVereinsbank ins Leben gerufen wurde, gibt es nun eine Plattform von internationalem Format. Es ist das einzige deutsche Turnier auf der Ladies European Tour (LET) und hat sich zu einem Spitzenturnier in Europa entwickelt. ‚Sichtbares Zeichen ist die Umbenennung des Turniers in UniCredit Ladies German Open‘, unterstrich Gabriele Volz den Erfolg. Damit sei das Turnier Teil der internationalen Sponsoringstrategie des UniCredit Konzerns, der mit über 40 Millionen Kunden in 22 Ländern zu einer der größten europäischen Bankengruppen zählt.

Nicht nur als Pionier im deutschen Damengolf, sondern auch in der Finanzbranche stellt die HypoVereinsbank Weichen für die Zukunft der Frauen. ‚Als erste Bank in Deutschland hat die HypoVereinsbank einen eigenen Frauenbeirat gegründet‘, so Anne Gfrerer, Leiterin Identity & Communications der HypoVereinsbank. Mit dem HVB Frauenbeirat wolle man der Tatsache entgegenwirken, dass der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und höheren Führungspositionen immer noch weit unter ihrem Beschäftigungsanteil liegt. Im HBV Frauenbeirat befassen sich rund dreißig Unternehmerinnen und Managerinnen mit drei Kernbereichen: die Förderung von Frauen im oberen und mittleren Management der Bank, die Ansprache von Frauen als Kundinnen und Entscheiderinnen in Finanzfragen und die allgemeine Verankerung von Frauen in der Gesellschaft. Die innovativen Programme werden bei der HypoVereinsbank bereits umgesetzt. Mitglieder des Frauenbeirates stehen beratend und unterstützend beim internen Mentoring für Frauen aus dem mittleren Management und weiblichen Nachwuchsführungskräften der Bank auf dem Weg nach oben zur Seite.

Wissenschaftlerin Maria Theresia von Seidlein mit Finanzexpertin Carola Ferstl

Basis des Erfolgs ist jedem Fall Vertrauen. Mit diesem Thema beschäftigte sich dann auch die anschließende, hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion unter dem Motto: Vertrauen – das wichtigste Kapital im Geschäftsleben. Die Moderatorin Carola Ferstl, Wirtschafts- und Finanzexpertin sowie Redakteurin für die Wirtschaftssendungen bei n-tv diskutierte mit Sabine Kauper, Vorstand für Finanzen bei der Phoenix Solar AG, Maria-Theresia von Seidlein, Geschäftsführerin der VS Management GmbH, Gabriele Zedlmayer, Vice President Global Social Innovation & Global Citizenship bei Hewlett Packard, sowie mit Klaus Burmeister, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Z_punkt, einem Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen. ‚Auch Männer sind vertrauenswürdig‘, begrüßte Carola Ferstl den Quotenmann auf der Bühne.

‚Vertrauen ist ein zentraler Wert im Berufsleben‘, so Sabine Kauper. ‚Wenn ich kein Vertrauen hätte, wäre ich in meiner heutige Position fehl am Platz.‘ Die Betriebswirtin begann ihre berufliche Laufbahn 1996 bei einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Im Jahr 2000 wechselte sie als kaufmännische Leitung zur Phoenix Solar AG und ist seit 2007 Vorstand für Finanzen.

Gabriele Zedlmayer erwarb den ‚Bachelor of Arts‘ in Betriebswirtschaftslehre an der Georgia State University und einen MBA in Finanzwesen an der University of Miami. Sie wurde im Oktober 2009 zum Vice President Global Social Innovation & Global Citizenship bei HP ernannt und ist für die Umsetzung gesellschaftlicher Innovationsprogramme im Einklang mit der Geschäftsstrategie von Hewlett-Packard verantwortlich: ‚In einem globalen Unternehmen mit rund 300.000 Mitarbeitern weltweit, ist es wichtig, Transparenz zu schaffen und die Mitarbeiter in Entscheidungen mit einzubeziehen. Sie sind unser größtes Vertrauenspotential, um auch unsere Kunden zu überzeugen. Ebenso wie Qualität vertrauen schafft.‘

Das unterstreicht auch Maria-Theresia von Seidlein. ‚Vertrauen ist ein wichtiges Kapital von Unternehmen und muss dauerhaft gepflegt werden. Man muss offen sein und ehrlich – sowohl gegenüber den Mitarbeiterin als auch den Kunden. Das Vertrauen ist schnell verspielt, es aber wieder zurück zu gewinnen kann ewig dauern‘, so die Wissenschaftlerin in Geschichte und Politik. Die Gründerin und Gesellschafterin der S&L Medienproduktion GmbH sowie von vier weiteren Tochterunternehmen, die alle im Bereich PR und Marketing für Film- und Entertaimentprodukte tätig sind, ist außerdem Geschäftsführerin der VS Management GmbH, einer Vermögensverwaltung mit Sitz in München und Singapur.

Auf die provokante Frage von Carola Ferstl, ob eine Bankenkrise bei ‚Lehman Sisters‘ nicht so schlimm geworden wäre, waren sich alle einig: Auch Frauen machen Fehler, aber sie gestehen sie auch ein und geben Schwächen eher zu. Die Vielfalt von Wissen und Meinungen sei wichtig. Auf der Entscheiderebene müsse alles vertreten sein: Männer und Frauen, Alte und Junge. ‚Die Kommunikation ist ein wichtiger Faktor‘, so Klaus Burmeister. Der gelernte Starkstromelektriker, der nach seinem Studium der Politologie als Wissenschaftler an der Freien Universität Berlin, am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) sowie am Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) tätig war, bestätigte, dass Frauen in Sachen Kommunikation den Männern oft überlegen seien. Auch dass die Bedeutung der Social Media in rasanter Geschwindigkeit noch mehr zunehmen würde, dies aber auch eine Chance für die Zukunft sei. Burmeister: ‚Die sozialen Netzwerke machen Inhalte und Qualität von Produkten und Dienstleistungen transparenter. Reines Marketing-Blabla hat kaum mehr eine Chance.‘

Wie sieht es in 20 Jahren aus? Ist eine Frauenquote in Führungspositionen wichtig? fragte Carola Ferstl abschließend die Runde. Sabine Kauper lehnte kategorisch ab: ‚Eine Frauenquote ändert nichts‘, und betonte nochmals: ‚Frauen sind in jedem Fall kompetenter als Männer. Denn sie müssen, um Karriere zu machen, leider immer noch mehr leisten als ihre männlichen Kollegen.‘ Maria-Theresia von Seidlein verlangte: ‚In Großunternehmen brauchen jetzt eine Frauenquote, wer weiß, was in 20 Jahren ist.‘ Und Gabriele Zedlmayer stellte fest: ‚Um mehr weibliche Talente auf dem Markt zu finden, müssen Firmen auf Frauen zu gehen. Wichtig ist die Diskussion, wie bringt man Beruf und Familie unter einen Hut.‘ Klaus Burmeister blickte in die Zukunft: ‚Dass es einen Megatrend Frauen geben wird, zeigt der demographische Wandel.‘

Beim anschließenden exklusiven Dinner wurde lebhaft weiter diskutiert. Und wie in jedem Jahr gab’s bei der UniCredit Ladies’ Business Night wieder reichlich Gelegenheit zum Netzwerken, sich mit erfolgreichen Geschäftsfrauen auszutauschen, alte Bekannte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.

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