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Urban Art: Privatsammler Christian Hoste zeigt seine Kunstwerke

Wenn ein französisches Auktionshaus und ein Münchner Privatsammler gemeinsame Sache machen, kann eine ganz exklusive ‚Urban Art München‘-Ausstellung das Ergebnis sein. Bis 17. Mai 2017 zeigen sie gemeinsam in der Galeriestraße eine nicht kommerzielle ‚Urban Art Ausstellung‘! Der Sammler Christian Hoste hat für diese Ausstellung 25 bedeutende Arbeiten internationaler Urban Art Künstler, u.a. Banksy, Shepard Fairy, Barry Mc Gee, JR und ZEUS ausgewählt. Zum Opening kam die Münchner Kunstszene in die Galeriestraße zu Artcurial!

Moritz Freiherr von der Heydte mit Urban Art München Sammler Christian Hoste. Fotocredit: Hannes Magerstedt
Moritz Freiherr von der Heydte mit Urban Art Sammler Christian Hoste. Fotocredit: Hannes Magerstädt

Eine Reihe von fantastischen Werken der ‚Urban Art‘-Kunst macht Moritz Freiherr von der Heydte mit Artcurial München jetzt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Doch wer hatte die Idee zu dieser außergewöhnlichen Urban Art München Ausstellung? ‚Was viele noch wissen: Artcurial ist seit über 10 Jahren Pionier im Bereich Urban Art. Als eines der führenden Auktionshäuser hat sich das Haus auf diese dynamische Kunstrichtung spezialisiert, etabliert und bereits herausragende Verkaufserfolge erzielt. Ehrlich gesagt bekam ich einen Anruf, ob wir gemeinsam so eine Ausstellung auf die Beine stellen wollen‘, erzählt Sammler Christian Hoste. Bis dato präsentierte er seine Sammlung entweder in seinen eigenen Büroräumen oder gab ausgewählte Werke als Dauerleihgabe an seine Heimatuniversität.

Gemeinsam mit Arnaud Oliveux, Auktionator und Spezialist für zeitgenössische Kunst bei Artcurial, entstand eine tolle Mischung an Urban Art Kunst. Dabei zeigen die 25 Werke in der Artcurial-Galerie nicht nur die private Sammlung von Christian Hoste, welche alle unverkäuflich sind, sondern zeigen das Spektrum der verschiedenen Strömungen innerhalb der Kunstrichtung.

Urban Art München Ausstellung: Barack Obama Porträt von Urban Art Künstler Shepard Fairey. Fotocredit: Hannes Magerstedt
Hängt bis 17. Mai 2017 bei Artcurial München: Barack Obama Porträt von Shepard Fairey. Fotocredit: Hannes Magerstädt

Vier Fragen an Sammler Christian Hoste

Die meisten Werke, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, stammen aus Ihrer Privatsammlung. Diese sind, wenn auch unverkäuflich, ein Beleg für die Wichtigkeit von Urban Art in der gegenwärtigen Kunstszene, so wie auch der Sammler, die die Leidenschaft für diese Form der zeitgenössischen Kunst verbindet. Wie kamen Sie dazu, Urban Art zu sammeln?

Christian Hoste: ‚Vor 15 Jahren machte mich ein Freund auf Urban Art aufmerksam. Ich hatte schon lange zuvor zeitgenössische Werke gesammelt, doch diese spezielle Form der Kunst war mir damals noch recht unbekannt. Mein Freund nahm mich mit zu einem Besuch von Sammlern im Studio der Urban-Artist-Künstler- und Ateliergemeinschaft ‚getting-up‘ in Hamburg. Ich traf dort mehrere deutsche Street-Art-Künstler: Mirko Reisser (DAIM), Christoph Hässler (Stohead), Heiko Zahlmann und Gerrit Peters (TASEK). Ihre Leidenschaft und das Engagement für ihre Arbeit war sehr beeindruckend. Ich mochte einfach die Kunst und die Qualität ihrer Arbeit.‘

Wenn jemand sammelt, ist dies in erster Linie ein Zeichen von Leidenschaft. Ich nehme an, dass Sie zu jedem Ihrer Kunstwerke eine gewisse Bindung haben, bei jedem aus individuellen Gründen. Können Sie uns drei jener Werke, die Artcurial ausstellt, nennen, an denen Sie besonders hängen?

Christian Hoste: ‚Es ist sehr schwierig, nur drei Arbeiten auszuwählen, wenn Sie ein passionierter Sammler sind. Das BANKSY-Werk Love is in the air ist sicherlich ein Bild von ikonenhaftem Charakter, das weltweit bekannt ist und die Popularität des Künstlers deutlich macht. STOHEAD steht für Kalligrafie-Kunst, die ich persönlich sehr mag. Das Werk von EVOL ist eine exzellente Ausführung der Schablonengraffiti-Technik und das Obama-Poster Hope von SHEPARD FAIREY ein gutes Beispiel des später oft kopierten Konzepts des Zunutzemachens von Urban Art in politischen Kampagnen. Tut mir leid, nun habe ich viel genannt…‘

Urban Art Spezialist trifft auf Urban Art Sammler

Arturial ist auf dem Kunstmarkt ein Pionier in Sachen Verteidigung von Urban Art. Obwohl die Anfänge dieser Kunstform bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten anzusiedeln sind, dauert es bis zum Jahr 2010, ehe sie in der internationalen Kunstszene präsentiert wurde. Denken Sie, dass Urban Art von Sammlern und Museen hinreichend anerkannt ist? In Europa und der Welt?

Christian Hoste: ‚Ich muss sagen, dass es lange gedauert hat, bis Urban Art internationale Anerkennung gefunden hat… Es hat zwar langsam begonnen, doch in den letzten Jahren habe ich immer mehr Initiativen, besonders privater Natur, beobachtet. Eine Reihe von Luxusmarken entdecken Street Art und Urban Art als Teil eines Lifestyles und arbeiten sogar mit Künstlern zusammen, um ihr Produkt-, Werbe- und Geschäftsdesign auf diesen auszurichten. Einige private Museen und Sammlungen haben auch in der letzen Zeit die Verbreitung von Urban Art vorangetrieben. In Deutschland gibt es „Urban Nation„, „The Haus“ oder „me Collectors Room„, allesamt in Berlin, aber auch das neue MUCA in München (Museum of Urban and Contemporary Art). Auf der einen Seite entstehen also eine Reihe junger und neuer Museums- und Kulturzentren, auf der anderen Seite jedoch sich etablierte Museen nach wie vor sehr zurückhaltend, wenn es um Urban Art geht.‘

Urban Art Versteigerung

Banksy ist neben dem Amerikaner Shepard Fairey unbestritten der einflussreichste Urban Artist. Warum sind diese beiden Künstler so stark in Ihrer Sammlung vertreten? Was denken Sie über die sich entwickelnde Szene, besonders in Frankreich?

Christian Hoste: ‚Zunächst einmal wurde Banksy stark beeinflusst von Blek le Rat, einem französischen Künstler, der so etwas wie der Urvater der Schablonenkunst ist. Banksy kombiniert diese Technik mit seinem Sinn für Humor, Ironie, Sarkasmus und politischen Botschaften – zweifelsohne sehr britisch. Shepart Fairey steht für ein enormes Werk and gemischten Techniken, politischen wie werblichen Botschaften und Kritik. Beide sind Schlüsselfiguren der zeitgenössischen Urban-Art-Szene. Vor kurzem habe ich außerdem einige Werke von aufstrebenden französischen Künstlern gekauft. Es gibt eine sehr dynamische Urban-Art-Szene in Frankreich.‘

Alle Ausstellungsobjekte sind unverkäuflich, da sie aus der Privatsammlung von Christian Hoste stammen. Wer allerdings ein Urban Art Kunstwerk erstehen will: Artcurials wird dieses Jahr noch eine Urban Art Versteigerung ins Leben rufen, welche sich ausschließlich dem britischen Künstler widmet. Infos bald auf artcurial.com

 

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