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VZB-Jahrestagung: Mediengipfel in München mit Polit- und Blogger-Prominenz

Einmal im Jahr für einen kompletten Tag trifft sich die bayerische Printbranche zum Tagen, Diskutieren und Dinieren. Für uns eine schöne Möglichkeit über den Medien-Tellerrand zu blicken, denn hier trifft sich die Crème de la Crème der Verlage. In Zeiten von Google und Facebook ist die inhaltliche Verantwortung von Journalisten gefragter denn je. Polit-Promi Ilse Aigner durfte beim Treffen der Medienmacher nicht fehlen. Wie bereits im Vorjahr hielt sie die Dinner-Speech und lobte Bayern als führenden Print-Standort. Auf dem Podium diskutierte u.a. eine französische Journalistin sowie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Münchens mit!

Treffen der Medienmacher bei der VZB Jahrestagung mit Ilse Aigner mit Waltraut von Mengden. Fotocredit: Bettina Theisinger
Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Stellvertretende Ministerpräsidentin mit Tischnachbarin Waltraut von Mengden, VZB. Fotocredit: Bettina Theisinger

Die VZB Jahrestagung ist das Flagship-Event des Münchner Verbandes und wie im Vorjahr lud man ins Lenbach Palais mit Feinkost Käfer als Gourmet-Instanz. Thema der Podiumsdiskussion: ‚The new architecture of media‘. In einer Zeit, wo Leser Vertrauen verlieren und Verleger ihre Auflage, sind solche Veranstaltungen wahre Wissens- und Inspirationsquellen. Der Eintritt von Google und Facebook in den Medienmarkt führt zu einer kompletten Neuausrichtung der Medienwelt. Verlage und Medienhäuser werden um ihren Platz in dieser neuen Ordnung kämpfen müssen. Mal abgesehen von den fatalen Image-Folgen von Fake-News, irrsinnigen Überschriften bis zu manipuliertem Content.

‚Trotzdem hat keine andere Branche die Digitalisierung so gemeistert wie die Printbranche‘, resümierte VZB-Präsidentin Waltraut von Mengden. In digitalen Zeiten mit einer zunehmenden Macht der US-Internetriesen ist die Verbands-Lobbyarbeit gefragter denn je, brauchen die Verlage eine starke Interessenvertretung gegenüber Gesetzgebern, Regierungen und Verwaltungen. Themen wie Kartellrecht, Urheberrecht bis hin zu den Bedingungen zur Schaffung eines Level Playing Field bringt der VZB ständig zur Diskussion.

Diese VZB-Frauen-Power bewertete sogar der neue Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Verleger der FUNKE Mediengruppe, Dr. Stephan J. Holthoff-Pförtner während seiner Eingangsrede als ‚engagiert und dynamisch‘.  ‚Qualitativ wie quantitativ wächst ihr Landesverband‘, lobte er VZB-Präsidentin Mengden und Geschäftsführerin Veigel in einem Atemzug. Die Liebe zum Detail und das Querdenken war auch an der Auswahl der Panelteilnehmer erneut zu sehen.

Expertenpanel beim Treffen der Medienmacher

Für das Hauptthema ‚The new architecture of media‘ übernahm Dr. Bernward Loheide, Leiter dpa-Landesbüro München, die Moderation für das Panel. Über die Digitalisierung, Individualisierung und Internationalisierung der Welt und das damit veränderte Kommunikationsverhalten diskutierten Ariane Fornia (französische Schriftstellerin, Journalistin und Bloggerin), Christian Boros (Geschäftsführer Agentur Boros und Herausgeber DIE DAME, Axel Springer Mediahouse), Marcus da Gloria Martins (Leiter Pressestelle Polizeipräsidium München), PD Dr. habil. Tino Meitz (Kommunikationswissenschaft Friedrich-Schiller-Universität Jena), Panel-Stammgast Boris Schramm (Managing Director GroupM Competence Center) und Philipp Welte (Vorstand Hubert Burda Media) fleißig mit. Ein Problem für seriösen Journalismus: falsche Inhalte unter Überschriften bis zu manipuliertem Content gehen an der Medienwelt nicht spurlos vorüber. Bloggerin Ariane Fornia kritisierte das Facebook-Netzwerk, welches nichts unternimmt, um Hetze und Hasstiraden zu unterbinden. Das komplette Interview kann man sich auf der VZB-Seite anschauen.

‚Bei Haß-Kommentaren auf der Polizei-Facebook-Seite muss man natürlich auch mit einem Hausbesuch rechnen‘, erwähnte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins ganz nebenbei und sorgte für ein Schmunzeln auf fast allen VZB-Gast-Gesichtern.

Beim Treffen der Medienmacher brachte es Burda-Vorstand Philipp Welte schlussendlich auf den Punkt: ‚Niemand weiß von uns, wie sich die Medienwelt verändern wird.‘ In einer Sache waren sich jedoch alle einig: Beim Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern fühlen sich die Medienmacher verstanden. Mit 97 Mitglieder hat der Verband 2017 die höchste Quote an Verbandmitgliedern aufzuweisen. Neues Ziel von Verbands-Präsidentin Waltraut von Mengden und Anina Veigel als VZB-Geschäftsführerin natürlich die magische Zahl von 100. Wir sind uns sicher, dass der Verband dies bis zur nächsten VZB Jahrestagung 2018 schaffen wird.

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