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Das beste Eis im Tölzer Land: Bio-Bauernhof mit 100 selbstgemachten Eis-Sorten

Der Beindlhof, auf dem Bäuerin Monika Kniegl mit der Eisproduktion ihr zweites Standbein geschaffen hat, ist für Besucher ein Schlaraffenland zum Dahinschmelzen. Einziger Haken: Man kommt nur via Wanderweg zur Eis-Schlemmer-Station!

Mit Helene und Hansi hat der Beindlhof die kritischsten Tester! Foto: Beindlhof

Vor sieben Jahren hat Monika Kniegl (29) ihr erstes Eis auf dem einsam gelegenen Bio-Bauernhof gemixt, inzwischen stehen ihre köstlichen Kreationen im Umkreis von 40 Kilometern auf zahlreichen Speisekarten. Am besten aber schmeckt’s immer an der Quelle. Egal, ob Klassiker wie Erdbeere, Schoko und Vanille oder ausgefallene Sorten wie Rosmarin- und Kürbiskernöl-Eis. Das Angebot ist saisonabhängig, wobei die pfiffige Jungunternehmerin insgesamt 100 verschiedene Geschmacksrichtungen im Repertoire hat. Bevor eine neue Sorte in Produktion geht, müssen Helena und Hansi als Testesser ran.

‚Auf das Urteil meiner Kinder kann ich mich verlassen‘, weiß Monika Kniegl. Früher arbeitete sie als pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte. Im Erziehungsurlaub suchte sie tendenziell nach neuen Herausforderungen und fand im Eis ein zweites Standbein auf dem 400 Jahre alten Bio-Bauernhof, in den sie eingeheiratet hatte. ‚Wir haben die Milch von unseren 20 Kühen und jede Menge frisches Obst. Nur Exotisches wie Bananen oder Melonen muss ich zukaufen‘, erzählt die Eiskünstlerin. Egal, welche Geschmacksrichtung: Ihr Geheimrezept ist immer ‚ein wenig mehr von allem‘. ‚Mehr Eigelb, mehr Milch, mehr Sahne, mehr Frucht – so, wie’s die Leute früher gemacht haben.‘

Dabei ist das Bauernhofeis, das der höchsten Qualitätsstufe entspricht und bei Bedarf eine Mahlzeit ersetzt, frei von Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen und Färbemitteln. Damit Pistazie dennoch leicht grünlich aussieht, setzt Monika Kniegl Brennesselextrakt zu. Wer auf den Geschmack gekommen ist, wird leicht zum Wiederholungstäter. Figurbewusste Schlemmer wissen es zu schätzen, dass der Parkplatz einen halben Kilometer vom Beindlhof entfernt ist und der Genuss zwangsläufig an einen kleinen Fußmarsch gekoppelt ist. Viele Gäste verbinden ihren Besuch im Eisparadies gleich mit einer richtigen Wanderung. Eine wunderschöne Route führt von Bad Tölz über den Isarwanderweg. Nach einer guten Stunde ist das bayerische Bilderbuchdorf Arzbach erreicht. Von hier aus ist es nur noch eine Viertelstunde zum einsam gelegenen Beindlhof. Nach der Eis-Mahlzeit geht‘s über die Pestkapelle in Wackersberg wieder zurück nach Bad Tölz.

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