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Starnberger Fünf-Seen-Land: Fünf außergewöhnliche Biergärten

Für den einen ist die Landschaft wichtig, der nächste sitzt gern unter alten Kastanienbäumen, ein anderen mag nur frisch gezapftes Bier und viele möchten ihre Brotzeit selbst mitbringen. Biergärten haben viele Gesichter. Das Starnberger Fünf-Seen-Land hat heute mit die meisten echten Biergärten in ganz Oberbayern. Ein neuer Führer, der kostenlos beim Tourismusverband des Starnberger Fünf-Seen-Land angefordert werden kann, weist den Weg zu den 14 Ausflugszielen mit Kultcharakter, die mit bayerischer Lebensart in ganz unterschiedlichen Facetten locken. Fünf haben wir mal unter die Lupe genommen!

Biergarten mit Aussicht auf den Ammersee. Bild: Tourismusverband Fünf Seen Land

Entscheidend für den echten Vertreter seiner Art ist nur, dass Gäste bei Bedarf ihr eigenes Essen verzehren und am Ausschank das frisch Gezapfte dazu bekommen. So, wie es auf Kloster Andechs schon seit 1455 Brauch ist, als die Mönche den Pilgern erstmals Gerstensaft zur mitgebrachten Brotzeit boten.

Andechser Bräustüberl
Kloster Andechs ist eine jahrhundertlange Pilgergaststätte und mit über 1.750 Sitzplätze gehört der Biergarten zu den größten Bayerns. Zum Glück gibt es dazu auch 2.000 Parkplätze. Hier hat es Tradition, dass der klösterliche Tagesrhytmus die Schankzeit bestimmt. Der Ausschank endet mit dem Nachtgebet der Mönche um 20 Uhr und man darf dann höchstens noch eine halbe Stunde bis zum Keraus sitzen bleiben. Bergstr. 2, 82346 Andechs

Wer’s richtig urig mag, genießt die Bilderbuchidylle im Alten Wirt in Etterschlag. Die ehemalige Poststelle, welche sich schon vor mehr als 300 Jahren in ein Wirtshaus verwandelte, setzt voll auf Tradition: Biertische und lange Bänke sind im aufgekiesten Boden fest verankert, man lässt sich nieder, wo gerade noch ein Plätzchen frei ist und kommt ins Gespräch. Schatten für die bis zu 500 Besucher spenden die riesigen Kastanienbäume. ‚Wir haben sehr viele Stammgäste‘, freut sich Wirtin Susanne Paintmeier, die immer mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling aufsperrt. Grund für die Beliebtheit sind neben den selbstgemachten Soßen, dem Obazda und dem Kartoffelsalat aus eigener Herstellung die legendären Spare-Ribs: ‚Auch wer sein eigenes Essen mitbringt, kann irgendwann nicht mehr widerstehen‘, weiß die Wirtin aus Erfahrung. Ausgezeichnet im Wettbewerb ‚Bayerische Küche‘ gibt es hier am Wörthsee nur ein Manko: zu wenig Parkplätze. Inninger Str. 6, 82237 Wörthsee-Etterschlag

Im alten Zentrum von Herrsching, direkt am romantischen Kienbach, unter schattigen Kastanien liegt das Hotel zur Post mit einem Postgarten. Mit Freilichtbühne und ‚Postgarten‘, ein historischer Bilderbuchbiergarten darf jeder hier seine Brotzeit selbst mitbringen. Obwohl er dann die bayerisch-perfekte Küche von hier verpasst! Spezialitäten sind hier nämlich Spanferkel vom Holzkohlegrill, Steckerlfisch, Haxn und Henl vom Grill. Bei schönen Wetter ist der Biergarten sicher von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Andechsstraße 1, 82211 Herrsching

Vielleicht kurz komplett die Welten wechseln und im Biergarten des Restaurants Fischer in Stegen den Sonnenuntergang über dem Ammersee genießen? ‚Die geniale Lage ist unser absolutes Plus‘, sagt Geschäftsführer Martin Rieb bescheiden. Er war viel in der Erlebnisgastronomie unterwegs, bevor er vor sechs Jahren das Kleinod übernahm und als trendigen Treff etablierte. Seine 400 Biergartenplätze verteilen sich über die Beach-Area mit weißem Sand, die Relax-Area mit Liegestühlen und Palmen, die Lounge mit Sesseln und Sofas, den Hochtischbereich für eingefleischte Barhocker und den Kinderspielplatz mit großen Findlingen, von denen aus die Eltern das Treiben beobachten können. Wer seine Brotzeit aufpeppen will, holt sich hier statt Schweinshaxe das leichte Thai-Curry. Natürlich gibt’s auch die klassische Breze mit Obazdem, absoluter Hit sind die gefüllte Pute und das Roastbeef vom Smokergrill. Täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet. Landsberger Straße 79-80, 82266 Inning-Stegen

Bis 1848 gehörte das Areal ums Forsthaus Kasten zur Königlichen Hofjagd und dadurch liegt der Biergarten mitten in der Natur – eine Oase nahe dem Forstenrieder Park, einem großen Wander- und Ausflugsgebiet Münchens. Als Raststation für viele Radler und Wanderer finden Kinder hier ihr Paradies: ein Biergarten-Familienabteil direkt am großräumig angelegten Abenteuerspielplatz und dem Tiergehege. Ob im Obstanger unter Kirschbäumen oder unten den alten Kastanien im Hauptteil: über 2000 Besucher haben hier Platz. Parkplätze gibt es dagegen nur 300. Spezialität des Hauses sind Spareribs, Bratkartoffeln aus der Riesenpfanne und eine mega-Gemüsepfanne. Bei weiß-blauem Himmel ist hier immer offen: Zwischen Gauting und Neuried, 82131 Gauting

Über das Starnberger Fünf-Seen-Land: Mit seinen Bauerndörfern und prächtigen Residenzen liegt es südwestlich von München. Starnberger See, Ammersee, Pilsensee, Wörthsee und Weßlinger See mit ihren mehr als 100 Ufer-Kilometern sind im Sommer wie im Winter Anziehungspunkte. Der Hochadel, darunter Märchenkönig Ludwig II. und seine Großcousine Kaiserin Elisabeth von Österreich (‚Sisi‘), residierten einst in herrschaftlichen Villen und Schlössern, die noch heute am Ufer des Starnberger Sees thronen.

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