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Galerie-Szene München: Eintägige Kunst-Show während der Langen Nacht der Museen

Es gibt einige Galerien in München, welche nicht zum offiziellen Programm ‚Der Langen Nacht der Museen‘ gehören, aber trotzdem die außergewöhnliche Kunst-Nacht nutzen, um ihr Angebot zu zeigen und bis 2 Uhr spät in die Nacht ihre Pforten öffnen. Perfekt für alle Münchner, welche fernab vom Kunst-Mainstream Galerien kennen lernen wollen, welche sonst schwer zugänglich sind! Das Konzept der Zimmergalerie Gierig zum Beispiel, Kunst in einem wohnlichen Umfeld weg von Kunstlicht und Anonymität zu zeigen ist einzigƒartig in Deutschland.

In der Videoinstallation X´ (2012) überträgt die Künstlerin Kim über eine Videoinstallation die Schatten und den Regen im Garten in den Raum und gibt dem leeren Ort damit Lebendigkeit und Spiritualität. Das Fenster projeziert die Landschaft des Gartens in das Untergeschoss, so dass diese als eine Erweiterung des Außenraums fungiert. Der Akademiegarten wird als X definiert und somit wird das Untergeschoss U1.24 zu X´.

Doch auf was kann man sich am 19. Oktober freuen? In Altbau-Räumlichkeiten des Galeristen im Glockenbach wird eine Sonderausstellung des koreanischen Künstler-Talents Shinae Kim (*1984 in Masan, Korea) gezeigt. Das Besondere: Passend zum Konzept der Zimmergalerie arbeitet Kim mit Räumen. Von einer Rauminstallation, die speziell den Ort der Zimmergalerie entwickelt wurde bis über Videokunst und Fotocollagen kann man nur einen Tag lang die Künstlerin kennen lernen. So versucht sie den Raum auf verschiedene Weise und Ebenen zu erfassen. Sie benutzt dabei u.a. die Konzepte und Ideen aus Mathematik oder Physik, um den Raum weiter als durch Erfahrung zu verstehen oder versucht unter anderem durch Texte und Licht eine weitere Raumdimension zu finden und den vorhandenen Raum ohne direkte Umbaumaßnahmen zu erweitern: ‚Ich denke, dass Licht ein sehr wichtiges Element ist, um einen Raum zu definieren. In früheren Arbeiten habe ich oft versucht, mittels Licht andere Räumlichkeiten in bestehende Räume zu integrieren oder Illusionen zu schaffen. In letzter Zeit interessierten mich mehr mathematische oder physikalische Raumkonzepte. Daher nutze ich für meine aktuellen Arbeiten oft Koordinaten oder Maße eines Raumes als Basis‘, beschreibt Kim ihren aktuellen künstlerischen Ansatz. Für den künstlerischen Dialog und die Erklärung der gezeigten Kunst wird es erstmalig eine Podiumsdiskussion geben zwischen der Künstlerin Kim und dem Galeristen Gierig. Hier können und sollen auch Fragen vom Besucher gestellt werden: ‚Die persönliche Kunstvermittlung und den Zugang zu Kunst zu schaffen, ist uns sehr wichtig. Wir wollen mit dem Münchner Konzept bewusst junge Sammler oder Kunstinteressierte ansprechen, die sich zum ersten Mal ein echtes Unikat anschaffen wollen‘, erläutert Rauno Gierig den Ansatz der Galerie.

Die Zimmergalerie Gierig befindet sich in der Fraunhoferstraße 25 in München. Der Besuch ist am 19. Oktober 2013 öffentlich und frei zugänglich ab 19 Uhr. Die Eröffnung findet gegen 19:30h im Rahmen einer Podiumsdiskussion statt. Weiterer Podiumsdiskussions-Termin: gegen 22:30h. Mehr Infos unter www.kunstprojekte.gierig.net.

Die nächste Doppelausstellung findet am 14. November in der Zimmergalerie Gierig statt. Gezeigt werden Arbeiten von Nicole Bohnet aus Berlin und ihrem Vater, dem renommierten Stuttgarter Bildhauer, H.D. Bohnet.

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