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Pop Art Urgestein zeigt seine Kunst im MUCA

Der legendäre Mitbegründer der Pop Art Szene, James F. Gill aus Hollywood, zeigt fünf Tage lang Pop Art Unikate. Bis 3. April 2017 darf man sich im neuen Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) über Kunstwerke wie z.B. Gills Porträts von Marylin Monroe freuen. Unikate und Serigrafien von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Jim Morrison oder Paul Newman bringen den Kult der 60er-Jahre ins Münchner Stadtzentrum.

Pop Art Mitbegründer James F. Gill
Walter Meinlschmidt, Stephanie Utz mit Pop Art Mitbegründer James F. Gill (re.). Der Künstler kam zum Ausstellungs-Opening extra aus Hollywood nach München. Fotocredit: Johann Sturz / Ereignisbüro

James F. Gill war der erste Pop Art Künstler, dessen Werk im MOMA ausgestellt wurde – das großformatige ‚Marilyn Tryptichon‘ beispielsweise – noch lange bevor die Warhol Versionen dort ausgestellt wurden. Stars wie Tony Curtis und John Wayne ließen sich von ihm porträtieren. Letzterer lud ihn zusätzlich auf mehrere Bourbons zum Frühstück ein. Auch mit Martin Luther King und Marlon Brando pflegte er Freundschaften. Dies sind Anekdoten aus dem Leben des Künstlers James Francis Gill, der gemeinsam mit Andy Warhol, Roy Lichtenstein und weiteren Ikonen die amerikanische Pop Art begründete.

Pop Art Exhibition ‚The World goes Pop‘

Anfang der 70er, auf der Höhe seines Ruhmes, zog sich der Künstler überraschend zurück. Gill: Ich hatte genug von dem ganzen Hollywood-Glamour. 1970 bot man mir eine Gastprofessur an der University of Oregon an. Ich war damals fix und fertig durch den Ruhm, die vielen Cocktailpartys und das ausschweifende Leben in Hollywood. Auf dem Weg nach Oregon fuhr ich durch die Redwoods und war überwältigt von der Schönheit der Natur. Ich erwarb ein Stück Land mitten im Nirgendwo von Nordkalifornien. Dort fällte ich Bäume und nutzte sie als Bauholz für mein eigenes Haus. Ich legte einen See und Straßen an und schloss mich einer Künstlerkommune an. Ich fühlte mich dort rundum wohl. Die Glamour-Welt von Hollywood verlor mehr und mehr an Bedeutung für mich.‘

Losgelöst von gesellschaftlichen Zwängen malte er in seinem selbstauferlegten Exil weiter und findet schließlich zu seinem heutigen Stil, dem ‚Pop Surrealism‘. Heute ist der 82-Jährige einer der letzten noch lebenden Vertreter dieser Ära und international gefragt.

Pop Art Öffnungszeiten im MUCAmuseum of urban and contemporary art (Hotterstr. 12, München): Donnerstag und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr, Samstag bis Montag von 10 Uhr bis 20 Uhr. Eintritt ist kostenlos!

 

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