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Top 5 Afghanische Restaurants

Zwischen dem nahen und fernen Osten beheimatet, besitzt die afghanische Küche eine Schlüsselstelle: Inspiriert von den Curries aus Indien, den Aromen aus Arabien und verfeinert durch die Würzmischungen aus Persien, verheißt jede afghanische Speisekarte Köstlichkeiten aus 1001 Nacht. Guten Appetit oder wie man als Afghane sagt ‚Noshe jan!‘ Unsere Top 5 Afghanischen Restaurants in München von Autorin Birgit Ackermann.

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Lemar am Isartor

Lemar bedeutet ‚Sonne‘. Seit 2001 setzt das afghanische Restaurant Lemar in München Maßstäbe. Und das Konzept kommt so gut an, dass inzwischen vier Filialen zur Auswahl stehen: Das Lemar beim Isartor, das Lemar in der Innenstadt, das Lemar in Schwabing plus eine Dependance in Starnberg. Hier wird nach original orientalischen, überlieferten Familienrezepten gekocht. So zeugen die selbst gemachten Chutneys von der Geschmacksvielfalt der afghanischen Küche und der Kunst der Küchenmeister. ‚Begleiten Sie uns ein Stück in unsere Heimat‘, ist demnach auch im Lemar das Motto. Bereits beim Betreten empfängt die Gäste der Duft des Orients – Kardamon, Koriander, Minze und Zimt… Saisonale Spezialitäten und tagesfrische Angebote besitzen Priorität. Die exotische Reise in die Welt der afghanischen Köstlichkeiten kann mit einem wirklich üppig gefüllten Vorspeisen-Teller beginnen (12,50 Euro). Darauf zum Beispiel ‚Bolani‘, eine pikant gefüllte Teigtasche mit Porree und Kräuter-Quarksauce. ‚Verwöhnen ist das Stichwort bei uns. Wir sind seit mehr als zehn Jahren ein bestehender Familienbetrieb, der fernöstliche Traditionen fortsetzt. Wundern Sie sich nicht, wenn wir Sie noch zum Verweilen auffordern und Ihnen unseren ‚Borani Kado‘, Kürbis mit Chili und Honig, empfehlen,‘ so Betriebsleiter Salim Sedat. Auffällig ist in allen ‚Lemars‘ der gute Service.

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11.30 – 15 Uhr, 17.30 – 24 Uhr, Sa, So 17.30 – 24 Uhr, Mittagstisch, Mo-Fr: 11.30 – 14.30, Warme Küche: 17 – 22.30 Uhr. Lemar, Thierschstraße 5, 80538 München, Tel.: + 49 89 99 94 07 47

Restaurant-Muenchen-Chopan
Chopan in Neuhausen

Qais Saadat lernte bereits als Kind von seinem Vater in dessen Restaurant in Kabul zu kochen. 1995 eröffnete er in München mit dem ‚Pamir‘ sein erstes Spezialitäten-Restaurant. Von 2002 an wurde in der Elvirastraße 18 A mit dem Chopan ein Neuanfang gestartet. Saadats Köstlichkeiten von der Seidenstraße basieren generell auf einer Vielzahl an intensiven Gewürzen wie grüner und schwarzer Kardamom, Muskatblüten, Chili, Schwarzkümmel, Zimt, Nelken oder Bockshornklee. Im Chopan liegt der kulinarische Schwerpunkt auf traditionellen Speisen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul. ‚Eine gute Gelegenheit viel über die afghanische Küche zu erfahren sind die gemischten Platten. Sie sind reich an traditionellen Gerichten und eigenen Kreationen, es gibt sie ab acht Personen‘, so Saadat. Oder ‚Quabeli Palau ba Kabab-e-Tekka‚ für 18,50 Euro: Lammhüfte am Spieß gegrillt an gebackenem Basmati-Reis, Mandeln, Pistazien, Karotten und Rosinen. Der Pistazienpudding ‚Ferni‚ gilt am Hindukusch bei großen Festen als krönender Abschluß. ‚Speziell darauf abgestimmte Weine erhöhen das Geschmackserlebnis.‘ Bis zu 50 Gäste finden Platz unter Aladins Lampe, tief ins Morgenland versetzt…‘

Öffnungszeiten: 18 – 24 Uhr, Küche bis 23 Uhr. Chopan, Elvirastraße 18 A, 80636 München, Tel. + 49 89 18 95 64 59

Restaurant-Muenchen-Bamyan
Bamyan Narges im Glockenbachviertel

Im Herzen vom Glockenbachviertel, in der Hans-Sachs-Straße, angesiedelt, kann man nicht einfach nur ein afghanisches Lokal sein: Man muss ein Szene-Afghane sein. Im Bamyan Narges gehen daher die Uhren anders: Es gibt rund um die Uhr von zwölf bis Mitternacht warme Küche; und dazu serviert Betreiberin, die alles nur Narges nennen, viele buntgemixte Cocktails. Die Spezialitäten sind in der Tat eine Abenteuer-Reise für den Gaumen: Süßlich und fruchtig gepaart mit pikant und scharf! In der afghanischen Küche seien Zeit und Geduld das wichtigste verrät Narges. Erst wenn die Gerichte stundenlang vor sich hin köcheln, so Narges, können sich die vielfältigen Aromen richtig entfalten. So steht ‚Kadu wa Tschalau‘ auf ihrer gut sortierten Speisekarte. Es ist ein Flaschenkürbisgericht – Kürbismousse leicht pikant überzogen mit Kräuter-Creme dazu Basmatireis , ‚Braun gebackener Basmatireis, im Ofen gegart dazu Rosinen, Pistatien und Kartottenstreifen‘ ist ein Klassiker. Sehr empfehlenswert ist ‚Narenj Palau‘ mit Safranreis und Bitterorangenschale. Reis hat eine gehobene Stellung in der Afghanischen Küche: Aus langkörnigem Reis werden verschiedene Palau zubereitet. Es gibt auch verschiedene Reisdesserts wie ‚Shola‘. Und weil man im Trendviertel angesiedelt ist, wird an den zur Zeit dominantesten Speise-Trend gedacht: Es stehen vegane Gerichte zur Auswahl. Auch die hausgemachten Gewürze werden zum Verkauf angeboten. Tipp: Der günstige Mittagstisch – ein Hauptgericht plus Tagessuppe mit 0,2 Saftschorle für 8.90 Euro.

Öffnungszeiten: Mo – Sa 12 bis 1 Uhr, Küche bis Mitternacht, So, 18 – 01 Uhr, Küche bis Mitternacht, Cocktails Happy Hour von 18 – 20 Uhr und ab 23 Uhr. Bamyan Narges, Hans-Sachs-Straße 3, 80469 München, Tel. + 49 89 23888878

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Khorassan ist in Schwabing-Freimann

‚Khorassan‘ ist altpersisch und bedeutet ‚das Land der aufgehenden Sonne‘ (auch Chorasan geschrieben). ‚Khorassan‘ war die historische Region in Zentralasien im Gebiet der heutigen Staaten Afghanistan, Iran, Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan. Das Münchner Khorassan ist ein Familienbetrieb, der besonders vielfältige Gerichte auf der Speisekarte führt. ‚Durch die geografischen Lage an der Seidenstraße ist die afghanische Küche von den Küchen anderer Regionen beeinflusst, unter anderem von der persischen und der indischen Küche. Es gibt auch Unterschiede zwischen den Küchen der verschiedenen ethnischen Gruppen in Afghanistan.‘ Grundnahrungsmittel sind hier verschiedene Brote (‚Nan‘ oder ‚Chapati‘) und Reis als ‚Pilaws‘ zubereitet. Beides steht ebenso auf der Karte, ebenso wie Nudelgerichte. Die Spezialität ‚Dopyasa‘ – eine Kebabvariante – sollte man unbedingt ausprobieren, genau wie ‚Panir‘, ein heller Käse. Auch Alternativen wie ‚Zereshk Palau‘ für 12,90 €, Hähnchenbrust mit gebratenem Basmati und Safranreis, Berberitzen und Ras el Hanout (eine Gewürz-Mischung), dazu gibt es Spinat oder ‚Afghan Schola- e Ghorbandi‘ Klebreis mit Kichererbsen, Linsen, Paprika, Dill, Petersilien, Zwiebeln, Ingwer, Lamm und Gewürzen (9,80 Euro). ‚Desserts, Süßspeisen und Kuchen sind in Afghanistan Luxus‘, so der Maitre de Cuisine. Das Dessert ‚Gosh-e-feel‘ (Elefantenohren) gibt es trotzdem, es sind süße Teigfladen mit Puderzucker (3,90 Euro) – dazu mundet schwarzer Tee mit Kardamom gewürzt.

Öffnungszeiten: Mo – Sa 11.30 – 14.30 Uhr und 17.30 – 23.30 Uhr, Sonntag 17 – 23.30. Khorassan, Ungererstraße 56, 80805 München, Tel. +49 89 30 66 89 59

Restaurant-Muenchen-Lemar-Schwabing
Lemar in Schwabing

Sadat Mirwais hat sehr viel Zeit mit seiner Mutter in der Küche verbracht. Der Betreiber des Lemars sagt: ‚Mein Vater hatte immer sehr viele Gäste, es wurde gerne bei uns zu Hause gegessen und getrunken.‘ In Afghanistan isst man traditionell sehr scharf. ‚Auf Wunsch gibt es bei uns auch extra scharf. Dazu servieren wir Chutneys mit Birnen und Äpfeln nach dem Rezept unserer Tante, die nun in San Francisco wohnt.‘ Besonderen Schwerpunkt legt man auf Lammfleisch. Das Tier wird geschächtet und sein Fleisch ḥalāl serviert. ‚Wir sind auf Lamm spezialisiert. Es ist Frischfleisch, nicht eingefroren und wird entweder gegrillt oder gekocht.‘ Dazu gesellen sich niemals vorgefertigte Gewürz-Mischungen oder Curry-Pasten, sondern handverlesene Gewürze wie weißer und schwarzer Pfeffer, Kardamon und Chilies. Im zehnten Jahr ist das Lemar in Schwabing mit 70 Sitzplätzen das größte unter den vier Lemar Restaurants. Es werde besonders gerne von größeren Gruppen gebucht, hier finden auch viele Weihnachtsfeiern und Verlobungsparties statt. Die Familie stammt aus dem Osten Afghanistans und in dieser Region sind die Familienrezepte auch verwurzelt. Alles wird frisch verarbeitet – eine Speise habe geschmacklich nichts mit der anderen zu tun.

Öffnungszeiten: Mo – So 17 – 1; Warme Küche: 17 – 22.30 Uhr. Lemar Schwabing, Viktor-Scheffel-Straße 23, 80803 München, Tel: +49 89 39 76 77