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Chormusik der Renaissance: Konzertpremiere im Postpalast

Hört man den Namen ‚LUX40‘ das erste Mal, kann man nur schwer sagen, was sich dahinter verbirgt. LUX heißt Licht und 40 steht hier für Kompositionen zu 40 Stimmen, und zwar ganz besondere: Die längst verschollen geglaubte 40-stimmige Missa ‚Ecco si beato giorno‘ von Alessandro Striggio tauchte 2007 nach 500 Jahren unvermutet auf einem Pariser Dachboden auf. Eine musikhistorische Sensation: Ein ‚missing link‘ der italienischen Renaissancemusik war wiedergefunden. Im Mittelpunkt des Klassik-Events LUX40 steht genau dieses a-cappella-Werk zu 40 Stimmen und ein weiteres des englischen Renaissancekomponisten Thomas Tallis. Live und ohne Verstärker. Mit hervorragenden Chorsolisten, dem berühmten Modern String Quartet, das Ganze einfühlsam begleitet von Michael Lutzeier, einem der weltbesten Bariton-Saxophonisten.

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Zum ersten Mal überhaupt findet im Postpalast ein klassisches Konzert statt. Mit dabei: das Modern String Quartet.

Bei LUX40 ist das Publikum rundherum von Klang und Licht umgeben. Keine Lightshow, sondern eine einzigartige Raumstimmung, innovativ und energieeffizient umgesetzt von einer der weltweit führenden Lichtakademien. Ort dieser besonderen Konzert-Premiere für die Sinne ist der Münchner Postpalast, ein über hundert Jahre alter, spektakulärer Glaskuppelbau, der damit zum ersten Mal überhaupt einem klassischen Konzert Raum bietet. Das denkmalgeschützte Rundgebäude mit seinen 8 Säulen und einer 20 m hohen Glaskuppel ist wie gemacht für eine auch akustisch außergewöhnliche Rauminszenierung: Das Publikum sitzt – umgeben von Klang und Licht – mitten im Geschehen, stehen doch die Sängerinnen auf 8 Chöre verteilt im Raum.

Die Veranstalterin Michaela Pods-Aue realisiert als Konzeptkünstlerin seit bald 15 Jahren synästhetische Projekte im Bereich der klassischen und zeitgenössischen Musik. Was synästhetisch bedeutet: Im wörtlichen Sinn vermischte Wahrnehmung, d.h. eine Wahrnehmung auf allen Sinnebenen, deshalb kombiniert sie in ihren Konzerten auch Musik mit Architektur, Bilder und Texte mit Licht. LUX heißt Licht und 40 steht hier für Kompositionen zu 40 Stimmen.

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LUX40-Veranstalterin Michaela Pods-Aue

Drei Besonderheiten dieses Projektes:

Zum einen ist es die Musik: 2007 wurde ganz zufällig auf einem Pariser Dachboden ein Manuskript einer Komposition aus dem 16. Jahrhundert wiederentdeckt. Nämlich die längst verschollen geglaubte 40-stimmige Missa ‚Ecco si beato giorno‘ von Alessandro Striggio.

Die zweite Besonderheit sind die Mitwirkenden: Den Chor dieser deutschen Erstaufführung übernimmt unter Leitung von Andreas Stadler, das junge Ensemble vox nova, dass sich innerhalb von wenigen Jahren einen hervorragenden Ruf in der Münchner Chorszene erarbeiten hat. Die zweite Besonderheit bei LUX40 ist die Kombination von klassischer Musik mit der Kunst der Improvisation, wie sie heute vorwiegend im Jazz zu Hause ist. Seit 25 Jahren ist das ‚Modern String Quartet‘ Spezialist ist im Cross-Over-Bereich und zum anderen Michael Lutzeier, einer der weltbesten Baritonsaxophonisten.

Die dritte Besonderheit ist die Location: der spektakuläre Postpalast, ein denkmalgeschützter Rundbau mit acht Säulen und einer 20 Meter hohen Glaskuppel. Normalerweise sind Licht Inszenierungen Materialschlachten mit Scheinwerfern, Projektoren, Kabeln, Traversen und so weiter. Nicht so bei diesem Projekt. Keine Lightshow, sondern eine Raumstimmung, innovativ und energieeffizient umgesetzt vom Bartenbach Lichtlabor, einer der führenden Lichtakademien Europas.

LUX40 – Chormusik für die Sinne

  • Werke von Alessandro Striggio (1536-1592) und Thomas Tallis (1505-1585)
  • Mit dem Chor vox nova unter der Leitung von Andreas Stadler, dem Modern String Quartet und Bariton-Saxophonist Michael Lutzeier. Künstlerische Gesamtleitung: Michaela Pods-Aue. Lichtinszenierung: Bartenbach

5. und 6. April 2014 im Postpalast München, Wredestraße 10. Preise: ab 18 bis 51,60 €

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