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Deutschlands härteste Wanderung: Von Lenggries nach Garmisch

Nachts am Herzogstand, morgens auf der Hohen Kiste: Die härteste 24-Stunden-Wanderung Deutschlands startet am 27. Juli 2012 von Lenggries nach Garmisch-Partenkirchen. Keine Massenveranstaltung, keine Verpflegungsstationen am Wegesrand.

 

Höchstens 60 Teilnehmer, die sich je nach persönlicher Geschwindigkeit in kleinen Gruppen finden und mit erfahrenen Bergführern durch die alpine Einsamkeit streifen, können mittlerweile zum 6. Mal zur 24-Stunden-Wanderung von Lenggries nach Garmisch-Partenkirchen antreten, welche am 27./28. Juli 2012 stattfindet, gehört deutschlandweit zu den härtesten ihrer Art und hat eher Expeditions- als Event-Charakter. Dabei erfordert jeder Schritt Konzentration, denn oft verläuft die Strecke über ausgesetzte Pfade.

Die Voraussetzungen: sehr gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ein starker Wille. Selbstverständlich steht ein Notfalltaxi bereit und zwischendurch gibt’s immer wieder die Möglichkeit zu Umkehr oder Abbruch. Franz Perchtold (44), der in jungen Jahren weltweit als Extremkletterer unterwegs war, kennt die Gipfel seiner Heimat wie andere ihren Vorgarten. Gemütliche Wanderer legen die Route in drei Tagen zurück und Perchtold ist sich sicher, dass man als Einzelkämpfer kaum eine Chance hätte, das Ziel innerhalb von nur 24 Stunden zu erreichen.

Start ist in Lenggries, wo die Teilnehmer ein Powerfrühstück zu sich nehmen und die ersten Höhenmeter entspannt per Brauneckbahn zurücklegen. Von der Bergstation geht’s über Latschenkopf, Probstalmsattel und Rotohrsattel zum Gipfel der Benediktenwand und weiter via Rabenkopf zum Abendessen auf der Jocheralm. Wer sich durchbeißt, erreicht gegen zehn Uhr abends den Herzogstand – Halbzeit und absolutes Highlight der Tour.

Hier, wo König Ludwig sich einst seinen Aussichtspavillion errichten ließ, der Blick nach Westen auf den Walchensee fällt und nach Osten auf den Kochelsee bis zur Münchner Skyline, genießt man um diese Uhrzeit das Panorama ganz für sich allein. Nach der Gratwanderung zum Heimgarten empfangen die Wirtsleute die Truppe zum Nachtmahl. Gegen 2 Uhr ist Abmarsch hinunter ins Eschenlainetal, wo sich erschöpfte Teilnehmer abholen lassen können. ’45 Kilometer und 2400 Höhenmeter – das ist schon eine beachtliche Leistung bis hierher‘, meint Perchtold.

Hartgesottene wandern weiter über die Hohe Kiste und den Krottenkopf zum Frühstück, das in der Weilheimer Hütte serviert wird. Noch vier Stunden, dann ist Garmisch-Partenkirchen erreicht, wo die Abschlussparty steigt. Im Preis von 198 Euro inbegriffen sind neben Frühstück, Abschlussparty und drei Hüttenessen die Bergbahnfahrt aufs Brauneck, die erfahrenen Bergführer an der Seite sowie weitere Leistungen. Teilnehmer sollten mit zwei Liter Flüssigkeit starten (Trinkflaschen können an Quellen am Wegesrand und in den Hütten wieder aufgefüllt werden) und mit genügend Müsli-Riegeln. Ansonsten empfiehlt man Regenschutz, Stirnlampe und vielleicht zwei T-Shirts zum Wechseln.

Interessenten können sich ab sofort zum 24-Stunden-Berggehen unter www.hydroalpin.de anmelden. Der Preis inklusive aller Extras: 198 Euro

Über Lenggries: Das Urlaubsdorf Lenggries erstreckt sich rund 60 Kilometer südlich von München im idyllischen Isarwinkel. Imposante Berggipfel wie das Brauneck (1556 m) umgeben eine der flächenmäßig größten Gemeinden Deutschlands, durch die sich die wilde Isar schlängelt und der Region eine unverwechselbare Landschaft verleiht. Der Ortsname Lenggries leitet sich von ‚langen Gries‘ ab, den riesigen Kiesbänken im Flussbett. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde im Jahr 1257.

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