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Exklusive Kunst-Party auf Schloss Tüssling: Zeitgenössische Kunst hinter Schlossmauern

Bereits das zweite Mal springt Stephanie Gräfin von Pfuel für eine ihrer großen Leidenschaften ‚Contemporary Art‘ über ihren Schatten und öffnet ihr ganz privates Schloss für Kunstinteressierte. Auf einer ganzen Schloss-Etage mit exklusiven Ballsaal sind 23 Kunstwerke (zwischen 1988 und 2017 entstanden!) ausgestellt. Eintritt wie im Museum nimmt die Gräfin noch nicht, was sich vielleicht für die nächste Ausstellungsreihe ‚Schloss Tüssling Projects‘ ändern wird. Immerhin klopften letztes Jahr bereits über 2.000 Besucher ans Schloss-Tor! Zum Opening am 2. Juni 2017 pilgerte die ganze Münchner Kunstszene aufs Land! 

Zeigen Zeitgenössische Kunst auf Schloss Tüssling: Kurator Philipp Bollmann und Stephanie Gräfin von Pfuel
Kurator Philipp Bollmann und Stephanie Gräfin von Pfuel

Stephanie Gräfin von Pfuel sammelt selbst ‚Zeitgenössische Kunst‘, findet sie die Kombination aus Alt und Jung einfach perfekt. Bei der Schloss-Renovierung und den letzten beiden Etagen kam ihr die Idee mit der Ausstellung. ‚Ich hab so viele alte Schinken im Haus, welche gar nicht so meinem Wesen entsprechen, aber sie sind halt da‘, beginnt Stephanie Gräfin von Pfuel ihre Kunst-Führung. Der tolle Erfolg der Auftaktausstellung The Difference between Sunrise and Sunset (2016) hatte sie angespornt, jährlich auf hohem Niveau bedeutende Positionen zeitgenössischer Kunst abseits der Metropolen zu präsentieren.

Schloss Tüssling wurde peu à peu renoviert
Schloss Tüssling wurde peu à peu renoviert

Da stört es gar nicht, dass Schloss Tüssling mitten auf dem Land ist, genauer 80 Kilometer von München Richtung Altötting. Die Bekanntheit des Ortes und die außergewöhnliche Architektur des Renaissance Schlosses bieten den idealen Rahmen, thematisch anspruchsvolle Gruppenausstellungen zu zeigen. 2015 kam die Idee für Zeitgenössische Kunst auf Schloss Tüssling auf. Mit dem erklärtem Ziel, ‚Schloss Tüssling Projects’ in den kommenden Jahren als vielbeachtete Veranstaltung im internationalen Kunstbetrieb zu positionieren.

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Zeitgenössische Kunst auf Schloss Tüssling mit Berliner Kurator

Ab dem Jahr 2017 ist der in Berlin beheimatete Philipp Bollmann, der in den letzten Jahren mit vielbeachteten Ausstellungen für Galerien und Museen auf sich aufmerksam gemacht hat, inhaltlich allein verantwortlich für das Ausstellungsprojekt. Die Ausstellung 2017 MEET ME IN HEAVEN- zeigt unterschiedlichste Positionen der zeitgenössischen Kunst, die sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen, mit Tabus brechen und damit einer zentralen Aufgabe der Kunst nachkommen: Verdrängtes zurück ins Bewusstsein zu holen.

Im Zentrum der Ausstellung, deren Titel sich an der gleichnamigen Arbeit von Tracey Emin (2004/2011) orientiert, steht das ambivalente Verhältnis des modernen Menschen zum Tod. In unserer säkularen Gesellschaft werden Selbstverwirklichung und ewige Jugend als ideale Werte propagiert, während der Tod weitestgehend aus unserem Leben verdrängt wird.

zeitgenössische kunst auf schloss tüssling
Tracey Emin zählt zu den einflussreichsten lebenden Künstlerinnen Großbritanniens.

Der in rotem Neon gefertigte Satz ‚Meet me in Heaven I will wait for you‘ ist der Handschrift der Künstlerin nachempfunden. Emin, die wie keine andere die eigene Biografie zum Gegenstand ihrer Kunst gemacht hat, könnte in dieser Arbeit einen ehemaligen Liebhaber ansprechen. Trotz vieler persönlicher Tiefschläge, zu denen die Vergewaltigung im Alter von 13 Jahren, die Abtreibung ihrer Zwillinge und viele unglückliche Beziehungen gehören, scheint die Engländerin den Glauben an die über den Tod hinausreichende Liebe nicht verloren zu haben.

Die Menschen hoffen auf Fortschritte in den Naturwissenschaften und der Medizin, die dazu beitragen sollen, dem Ideal der ewigen Jugend näherzukommen. Produkte, die wie diesseitige Heilsversprechen beworben werden, ersetzten weitgehend die christlichen Jenseitsvorstellungen, die über viele Jahrhunderte Orientierung boten. Obwohl die eigene Sterblichkeit in unserer heutigen Zeit oftmals verdrängt wird, begegnen wir dem Tod tagtäglich. Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist zum Tabu in unserer Gesellschaft geworden und wird weitgehend verdrängt. Alle in der Ausstellung vorgestellten Werke eint, dass ihre subtilen Allegorien und Darstellungsformen als Versuch gedeutet werden können, einen Zugang zu dem abstrakten Thema Tod zu ermöglichen.

Zeitgenössische Künstler auf Schloss Tüssling

Elmgreen & Dragset (*1961, Copenhagen, Denmark / *1969, Trondheim, Norway) Tracey Emin (*1963, London, UK)
Robert Mapplethorpe (*1946, Floral Park (Queens), New York, +1989, Boston, USA) Kris Martin (*1972, Kortrijk, Belgium)
Michael Müller (*1970, Ingelheim on the Rhine, Germany)
David Nicholson (*1970, Montreal, Canada)
Tim Noble & Sue Webster (*1966, Gloucester, UK / *1967, Leicester, UK) Jack Pierson (*1960, Plymouth, Massachusetts, USA)
Michael Sailstorfer (*1979, Velden, Germany)
Erik Schmidt (* 1968, Herford, Germany)
Andrea Stappert (*1958, Duisburg, Germany)
Nasan Tur (*1974, Offenbach, Germany)
John Isaacs (*1968, Lancaster, UK)

MEET ME IN HEAVEN Schloss Tüssling Projects Vom 1. – 18. Juni 2017

Schloss Tüssling, 84577 Tüssling info@stprojects.de
(Koordinaten: N 48°12’47.080″ E 12°35’56.867″)

Öffnungszeiten: Besuch nach Anmeldung: 5. bis 8. Juni 2017 und 12. bis 15. Juni 2017/16.-18.06.2017 Publikumstage 11 – 17 Uhr (hier kann man einfach so vorbei schaun!)Zum Ausstellungs-Opening und für ‚Zeitgenössische Kunst auf Schloss Tüssling‘ pilgerte viel Prominenz aufs Land. Zum Beispiel: Dr. Sonja Lechner, Artcurial München CEO Moritz von der Heydte, Sabia und Ralph-Michael Nagel (Lodenfrey), Charlotte von Oeynhausen (PR-Lady), Graf Christian von Pfuel-Jahnsfelde, Künstler David Nicholson, Künstlerin Andrea Stappert, Christiane Wolff (Serviceplan), u.v.m.

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