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Heio von Stetten liest Weihnachtsgeschichten im Hofspielhaus

‚Schnee im Dezember! Weiße Weihnachten! Frieden auf der Welt!‘ sind die drei Wünsche an den Weihnachtsmann von Heio von Stetten. Der gebürtige Augsburger feiert Weihnachten in seiner Wahlheimat München. Wie er sich auf die Festtage einstimmt und warum man seine Märchen-Lesung ‚Die Karawane‘ im Hofspielhaus als Erwachsener nicht verpassen sollte! Christiane Wolff traf ihn für uns zum Interview!

Heio-von-Stetten
Christiane Wolff traf Schauspieler Heio von Stetten im Ella-Restaurant am Lenbachplatz zum Weihnachtsplausch.

Was bedeutet Dir Weihnachten?

Heio von Stetten: ‚Weihnachten ist in der Großstadt nicht wirklich das Fest der Stille und der Besinnlichkeit. Aber trotz allem stellen wir als Familie immer wieder fest, dass es für uns ganz wichtig ist. Da haben wir ganz viel Zeit für uns, für die Familie. Und das genießen wir sehr , dafür ist Weihnachten wunderbar! Es ist letztendlich eine gute Entscheidung der Kirche gewesen, Weihnachten auf ein heidnisches Fest zu legen, damit wir damit das alte Jahr abschließen und uns auf das neue Jahr neu einstimmen können.‘

Wie stimmst Du Dich in München auf Weihnachten ein?

Heio von Stetten: ‚Für uns ist wichtig, dass wir tatsächlich den Weihnachtstag in Ruhe verbringen. Alles das, was Stress macht, Geschenke etc., haben wir dann schon erledigt, damit wir den Nachmittag und den Abend für uns absolut in Ruhe haben und gemeinsam genießen können. Oft gehen wir dann Nachts noch zusammen in die Kirche.‘

Hast Du einen Lieblingsweihnachtsmarkt?

Heio von Stetten: ‚Den Schwabinger Weihnachtsmarkt mögen wir ganz gerne. Bei Aying gibt’s noch einen schönen Weihnachtsmarkt – von Hermannsdorfer. Aber selbst da ist es pickepacke voll am Wochenende, was im Film oder auf Bildern so idyllisch ausschaut, ist es dann in der Realität gar nicht. Es ist voll, man trampelt sich auf die Füße und findet kein Klo (lacht). Früher war das ganz anders. Ich erinnere mich an verschneite Weihnachten an Augsburg, meine Eltern haben mir fünf Mark in die Hand gedrückt und ich hab mich dann stundenlang vor den Buden rumgetrieben und fieberhaft überlegt, wie ich mein Geld am besten anlege. Vielleicht kommt irgendwann wieder die Zeit, an der Weihnachten wieder ruhiger wird…‘

Du bist auf dem Land groß geworden – vermisst Du in München die Ruhe oder die Natur?

Heio von Stetten: ‚Ja, auf eine gewisse Weise schon – aber es gibt ja auch Gründe, warum ich von da weggegangen bin. Mein Beruf und dass ich gerne unter Leuten bin, mit denen ich arbeiten oder einfach Zeit verbringen möchte, haben mit zu der Entscheidung geführt. Und was Ruhe und Natur angeht, da bietet München ja auch einiges! Besonders in der Ferienzeit im August beispielsweise. Dann können wir in Ruhe an die Isar gehen, baden und im Cafe sitzen – das ist dann wie Urlaub!‘

Du wirst überall als Workaholic beschrieben. Wie und eventuell wo in München entspannst Du Dich?

Heio von Stetten: ‚Wir fahren so oft es geht nach Italien zu den Schwiegereltern, das genießen wir sehr. Im Frühjahr und Sommer gehen wir zusammen wandern, auf den Herzogstand zum Beispiel. das ist die beste Entspannung für mich! Ansonsten schlafe ich – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das kann ich immer und überall!

Hast Du dafür einen Geheimtipp in München?

Heio von Stetten: ‚An der Isar gibt es den Rosengarten, den finde ich ganz wunderbar. Inzwischen ist die ganze renaturierte Isar ein großes Geschenk. Was noch ein bisschen fehlt sind Cafés zur Isar hin – da könnte noch was passieren! Und wenn man am Kanal Richtung Grünwald radelt findet man auch in der Hochsaison noch tolle Badeplätze. Das ist das, was für mich München ausmacht! Und wenn ich austoben möchte, steige ich aufs Mountainbike! Da kann man nach Lust und Laune fahren bis das Kreuz aussetzt!‘

Du bist schon seit vielen Jahren in München – Deine Familie kommt aus der Nähe von Augsburg. Wie hat sich München seitdem Du es kennst verändert?

Heio von Stetten: ‚Diese ganzen In-Viertel wie Glockenbach und so, das gabs zu meiner Anfangszeit in München nicht. Da war München schon viel runter gekommener und einfacher, es gab viel mehr Wohngemeinschaften. Bezahlbaren Wohnraum eben. Wenn ich heute nach München zur Schauspielschule käme – ich wüsste nicht, ob ich mir das noch leisten könnte! Da wird Berlin einfach zum Magnet für Künstler und Kreative. München ist meine zweite Heimat, ich lebe jetzt seit über 30 Jahren hier. Ich liebe München – aber wir sind als Familie offen und ja, ich könnte mir auch vorstellen, woanders zu leben. Mal sehen, was die Zukunft bringt!

Gibt es eine Rolle, die Du Dir auf der Bühne oder auch im TV wünschst?

Heio von Stetten: ‚Ich finde Michael Kohlhaas nach wie vor eine extrem spannende Rolle. Ansonsten ist es immer das Spielen an sich – ich habe nie nach bestimmten Rollen gesucht. Egal ob klein oder groß – die Rolle muss mich ansprechen.‘

Was ist das Besondere bei Deiner Lesung im Hofspielhaus am 12. Dezember?

Heio von Stetten: ‚Das ist eine Lesung für Erwachsene, obwohl es sich um Märchen handelt, aus dem Zyklus ‚Die Karawane‘ (12.12. im Hofspielhaus). Zum einen finde ich den Autoren Hauff großartig. Die Art, wie er sich ausdrückt, seine extravagante Fantasie – der Orient war damals ein romantisch verbrämter Ort. Zum anderen fasziniert mich das Biedermeier als Epoche, weil das die Zeit nach den Karlsbader Beschlüssen war, mit den strengsten Zensurauflagen für Autoren, die man bis dahin kannte und damit eine extrem schwierige Zeit für die Bürger. Man muss also immer auch ein wenig zwischen den Zeilen lesen. Im Übrigen bin ich total glücklich, dass es jetzt dieses neue Theater gibt und ich bin sicher, dass Christiane Brammer da ein tolles Programm zusammenstellt. Man kann da im Bereich Theater ja nicht genug Vielfalt haben!‘

Und in welchen kulturellen Einrichtungen in München könnte man Dir über den Weg laufen?

Heio von Stetten: ‚Ich mag das Open Air Kino am Schlachthof sehr gerne inklusive Biergarten, die unterschiedlichen Theater, Konzerte in der Muffathalle. Dann bin ich gelegentlich beim Stecko (Kick Boxen) im Zirkus Krone Bau – da geh ich dann allerdings alleine hin! Und Auszeiten nehme ich gerne in der Alten Pinakothek und auch in den vielen wunderschönen Münchner Kirchen. Nur dasitzen und nachdenken!‘

Und zu guter Letzt: Dein persönlicher Weihnachtswunsch!

Heio von Stetten: ‚Ja, Schnee im Dezember! Weiße Weihnachten! Und Frieden auf der Welt!‘

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