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Kunst im Hochbunker

Der unter Denkmalschutz stehende Hochbunker in der Ungererstraße ist fertig. Die Wohnungen werden in den nächsten Wochen bezogen, ein 200 qm-Kunst-Raum öffnete am 28. Juni 2014 für die erste Ausstellung  Namens ‚State of the Art‘ seine Pforten. Treffender könnte der Name für die erste Kunstausstellung im geschichtsträchtigen Bunker nicht sein!

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Die Ausstellungsräume im Hochbunker sind weder eine Galerie noch Museum im herkömmlichen Sinn.

Euroboden-Chef Stefan F. Höglmaier hat in Münchens neuestem Wohnobjekt einen Kunstraum integriert, welcher erst einmal bis 30.09.2014 jeweils am letzten Samstag und Sonntag im Monat geöffnet ist. Die erste Ausstellung soll die Diskussion über Schnittstelle von Kunst und Architektur anregen. Dabei sind die Ausstellungsräume im Hochbunker weder eine Galerie noch Museum im herkömmlichen Sinn. Euroboden verfolgt in seiner Bauphilosophie ein klares Ziel: Entwicklung von neuem Wohnraum bei gleichzeitiger Erhaltung der Besonderheiten und Qualitäten der gebauten Geschichte. So will man historisches Erbe und zukunftsorientierte Baukunst zusammen integrieren. Die erste Ausstellung trägt die Wortschöpfung ‚LABYR‚ als Namen. Ein Begriff, welcher zwischen Labor und Labyrinth angesiedelt ist und in den 1960er Jahren von Künstlern und Architekten entwickelt wurde. ‚LABYR1‘ spielt mit der Theorie und Praxis aus Kunst, Architektur, Städteplanung, Urbanismus, Experiment und Utopie. Sie bildet als erste Schau den Auftakt zu einer kontinuierlichen Präsentation zeitgenössischer Kunst und Architektur, sowie deren Interaktion. Zwei- bis dreimal im Jahr sollen hier im Hochbunker-Kunstraum verschiedene Ausstellungen gezeigt werden. Den Auftakt machen acht Künstlerinnen und Künstler – kuratiert von Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf.

Historie des Hochbunkers: Am 10. Oktober 1940 wurde die Planung und der Bau von Luftschutzbunkern im Deutschen Reich beschlossen. Vierzig Hochbunker, sogenannte Luftschutz-Sonderbauwerke und acht Tiefbunker wurden vom Stadtbauamt München errichtet. Der LS-Sonderbau in der Ungererstraße wurde 1943 fertiggestellt. Der siebengeschossige Massivbetonbau bot mit seinen zwei Meter dicken Außenwänden und einer ebenfalls zwei Meter starken Dachplatte zunächst 657 Personen Schutz, nach seiner Modernisierung sogar bis zu 702 Personen. Nach dem Krieg ging der Bunker in den Besitz der Bundesvermögensverwaltung über. Anschließend 1984/85 erfolgte der Umbau in einen ABC-Bunker (ein Schutzbunker vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren). Letztendlich wurde der Hochbunker 2010 als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen. Im selben Jahr kaufte der Münchner Unternehmer Stefan F. Höglmaier den Hochbunker vom Bund, um ihn einer neuen Nutzung zuzuführen.

Durch die geschichtliche Entwicklung und Umnutzung wird der Hochbunker an der Ungererstraße wieder zu einem Teil unserer Gegenwart und Zukunft.

Laufende Besichtigungsmöglichkeiten: Bis 30.09.2014 jeweils am letzten Samstag und Sonntag im Monat von 12 – 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet:

Die ersten Impressionen aus dem Hochbunker: 

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Ernst Alexander Voigt, OHNE TITEL, 2013 (Acrylfarbe auf Wand 280 x 225cm)


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Links zwei Bilder von Ernst Alexander Voigt. Rechts: Neon Schriftzug … VISIBLEINVISIBLE, 2007, von Cerith Wyn Evans


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Erika Hock ‚model for a cinema pavillon‘, 2012, poliertes Aluminium 40 x 40 x 80 cm


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Electronic LED, Rote Dioden, ‚untitled with selection from truisms, 1984 von Jenny Holzer, 14 x 104 x 10 cm


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Manuel Graf ‚Oriental Rug‘ (2014), Flatscreen 32, USB-Stick, Orient Teppich, Tripod, dic. Metallteile, zwei Kupferleuchten, div. Kabeln


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Kathryn Andrews, Claire 2013, Poliertes Aluminium, zertifizierte Filmrequisite 25,4 x 25,4 x 91,4 , Leihgabe Sammlung Rheingold


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for charlotte P., 2012, Holz, Beize, Leder, 270 x 170 cm


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Manuel Graf, ‚Let music play‘, 2012. Videoinstallation (80 x 70 cm)


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Thomas Houseago, untitled (Three Elements), 2006-2007 Tuf-Cal, Gips, Hanf, Eisen, Graphit, Holz 188 x 142,2 x 60,3 cm

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