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Renate Thyssen-Henne und Dr. Gabriele Inaara Begum Aga Khan: Ihr Sonnenhof feiert Jubiläum

Anlässlich des Jubiläums ’10 Jahre Sonnenhof und SOS PROJECTS für Mensch und Tier e.V.‘ lud die Gründerfamilie Renate Thyssen-Henne mit Tochter Dr. Gabrielle Inaara Begum Aga Khan am 5. September 2012 zu einem Mittagessen in den Augustiner-Keller in die Münchner Arnulfstraße. Sie sprachen erstmals über viele Anfangs-Schwierigkeiten und die Zukunft des Hunde-Zufluchtsortes Nähe Murnau. So emotional hat man die beiden Society-Ladys noch nie gesehen! 

Moderatorin Nina Ruge kennt den Sonnenhof sehr gut und unterbrach für die Sonnenhof-Moderation extra ihre Arbeit, um die Pressekonferenz für die Sonnenhof-Tiere ehrenamtlich zu moderieren. Fotocredit: Stefan Ivanica

In zehn Jahren wurden über 2.500 Hunde gerettet, aufgepäppelt, gesund gepflegt und auch erfolgreich in deutschen Familien untergebracht. Über 1.000 kranke Kinder wurden mit begleitenden tiergeschützten Therapien geholfen und so wurde mancher Sonnenhof-Hund auch für Kindern zum einfühlsamen Therapeuten auf vier Pfoten. Erfolgszahlen für welche so manches Tierheim die beiden Society-Ladys beneidet. Doch die Geschichte des Sonnenhofes und die Komplexität des exklusivsten Tierheim Deutschlands fing viele Jahre vor Gründung mit Renate Thyssen-Henne im Ausland an. Ausgesprochen offen beantworteten sie die Fragen von Nina Ruge.

Ihr habt den Sonnenhof aus eigenen Mitteln finanziert, um Tierleben zu retten – was hat Euch angetrieben?

Renate Thyssen-Henne (sitzt direkt neben Nina Ruge): ‚Mich treibt die Ungerechtigkeit in der Welt an. Von vielen höre ich immer die Redensart ‚Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein‘. Würde aber jeder nur ein bißchen helfen, sehe die Welt anders aus. Im Urlaub auf Teneriffa ist mir ein Tierasyl negativ aufgefallen, daß ich helfen musste. Also gab ich Geld, später unterstützte ich das Tierasyl sogar monatlich über zwei Jahre lang. Trotzdem änderte sich nichts und so bekam ich die Idee, alle Hunde nach Deutschland zu holen und fing mit der Organisation an.‘

Wieviel Arbeit und Zeit habt Ihr in das Projekt gesteckt, wenn man dies überhaupt hochrechnen kann?

Dr. Gabriele Inaara Begum Aga Khan: Das kann glaube ich niemand sagen, ich kann mich nur erinnern, daß ich meine Mutter sehr oft bremsen musste. Sie ist ein unglaublicher Perfektionist, immer erreichbar und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, setzt sie ihn auch durch. Für die armen Hunde in Teneriffa suchte sie vehement nach einer akzeptablen Lösung.‘

Wie sah die Lösung für die Hunde in Teneriffa aus?

Renate Thyssen-Henne: ‚Mir war klar, damit ich etwas für die 185 Hunde auf Anhieb tun kann, müsste ich sie nach Deutschland holen. Tierärztin Dr. Ulrike Matis, welche heute unsere Vize-Präsidentin ist, reiste mit mir nach Teneriffa und machte sich selbst ein Bild von der schrecklichen Lage der Hunde. Damals war sie noch Chefin der Universitätsklinik Veterinärbereich. Es gab nur die Lösung Umzug nach Deutschland. Bald fand ich den Sonnenhof, aber die Tiere mussten erst einmal gesundheitlich durchgecheckt werden, damit vorallem ansteckende Krankheiten sofort gefunden worden. Zuerst holten wir 95 Hunde via Cargo-Jet nach Deutschland, später dann noch einmal 90 Hunde. Man kann sich das nicht vorstellen, aber die Hunde konnten erst einmal nicht in den Sonnenhof, denn sie mussten in der Klinik auf Krankheiten untersucht werden. 50 Freiwillige hat Frau Dr. Matis gefunden, welche den Hunden Blut abgenommen haben für die entsprechenden Untersuchungen. Mancher Hund mußte auch operiert werden bevor er in den Sonnenhof kommen konnte und ich glaube über 800 OP’s hat unsere Vizepräsidentin ehrenamtlich durchgeführt.

2002 habt Ihr den Sonnenhof eröffnet. Jetzt zum 10jährigen Jubiläum geht Ihr Partnerschaften z.B. mit der ‚Stiftung Menschen und Tier‘ ein – Könnt Ihr erzählen warum?

Renate Thyssen-Henne: ‚Wir möchten sicher stellen, daß der Sonnenhof noch weitere Jahrzehnte bestehen bleibt. Die Kinderprojekte wachsen immer mehr, sogar von der Münchner Polizei bekommen wir Kinder aus Psycho-Familien, welche eine liebevolle Bindung zu einem Tier aufbauen sollen, um die seelischen Narben zu vergessen. Die Kinder sind physisch und psychisch traumatisiert und gemeinsam mit der ‚Stiftung Menschen und Tier‘ können noch mehr für bedürftige Kinder und Tiere auf dem Sonnenhof, in Schulen und Krankenhäusern tun. Mit Holger Knieling, Vorstandsvorsitzender ‚Aktion Tier-Menschen für Tiere e.V.‘ arbeiten wir seit fast 1o Jahren bereits zusammen. Gemeinsam soll jetzt die Arbeit auf dem Sonnenhof, aktiver Schutz für Mensch und Tier, auf Dauer gesichert werden!‘

Erfolgreiche Partner für den Sonnenhof: v.l.n.r. Holger Knieling, Vorstandsvorsitzender Aktion Tier, Renate Thyssen-Henne, Gründerin und Präsidentin SOS Projects für Mensch und Tier e.V., Dr. jur. Gabriele Inaara Begum Aga Khan, Vorstandsmitglied SOS Projects für Mensch und Tier e.V., Ulrich Laudick, Präsident Stiftung Menschen für Tiere, Foto: PEGASUS COMMUNICATION

Sind denn die Hunde für Kinder überhaupt geeignet?

Renate Thyssen-Henne: ‚Wir haben ein Team von Pflegern, welche den Hund je nach seinem Charakter individuell heraus suchen, damit er perfekt zum Kind passt. Wir wollen den natürlichen Kontakt mit Hunden. Dressierte Hunde gibt es im Sonnenhof nicht.‘

Haben Sie Ihre Hunde auch aus dem Sonnenhof?

Dr. Gabriele Inaara Begum Aga Khan: Man kann es sich nicht vorstellen, aber egal wo meine Mutter ist und einen geschundenen Hund sieht, will sie ihn retten. Ich habe selbst einen Welpen von einer Hündin von ihr, welche sie aus dem Urlaub mitgebracht hat.‘

Renate Thyssen-Henne: ‚Mein Felix zum Beispiel, ein Husky-Schäferhund-Mix habe ich einem Obdachlosen im Nymphenburg Park abgekauft. Er sah so krank und leidvoll aus, da konnte ich einfach nicht anders. Oder vor zwei Monaten habe ich auf dem Salzburger Grünmarkt einer alten Dame eine Hund abgekauft, welcher jetzt wieder glücklich ist. Aber auch zu meinen Hunden im Sonnenhof habe ich bzw. wir eine enge Beziehung. Die Arbeit mit den Tieren und den Kindern will ich nicht mehr missen.‘

Mit insgesamt zehn Mitarbeitern in Vollzeit und einigen ehrenamtlichen Helfern kümmert man sich im Sonnenhof um Kinder und Vierbeiner. Die hervorragende Arbeit hat auch viele Prominente überzeugt, welche als Unterstützer für den Sonnenhof eintreten, so z.B. Opernstar und Beiratsmitglied Thomas Hampson oder Musikproduzent Leslie Mandoki, welcher ein ganz besonderes Geschenk für die beiden Damen mit den großen Herzen für Tiere hatte: den 1. Corporate Song des Sonnenhofes, welcher die Herzen aller berühren soll und man vielleicht sogar überlegt, sich einen Hund aus dem Sonnenhof zu sich zu nehmen. Ende August erst erhielt Dr. Gabriele Inaara Begum Aga Khan für den Sonnenhof einen Scheck über 30.000 € von den Eagles Golfern!

Besuchszeiten täglich von 12 bis 16 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung:

SONNENHOF, Hochkreit 8, 82401 Rottenbuch bei Murnau, Tel. +49 8867 92 11 36

 

 

 

 

 

 

 

 

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