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Ein Isarflussbad für München?

Die großen Vorbilder sind die Flussbad-Projekte in New York (800.000 € per Crowdfunding eingesammelt bisher), London (200.000 € per Crowdfunding aktuell) und das Flussbad Berlin, das 2,4 Millionen Euro von der Bundesregierung und 1,6 Millionen Euro vom Land Berlin erhalten hat, um die Flussbadplanungen zu konkretisieren. Mit dem Verein Isarlust wird man jetzt auch in München aktiv und holt sich am 9. Juli 2015 internationale Flussbadxperten aus Zürich, Kopenhagen, Berlin und New York nach München. Es könnte die heißeste Sommerdiskussion werden, ob München ein Isarflussbad bekommen soll – ja oder nein? Isarlust lädt alle Münchner ein, das Ganze mit Bürgermeister Josef Schmid, Isarlust-Vorsitzenden Benjamin David unter der Moderation von Michael Ruhland am Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen zu diskutieren (ab 19 Uhr!). Bis dahin sammelt der Isarlust e.V. einen Teil der Reisekosten für die internationalen Flussbadexperten durch Crowdfunding über startnext

Isarflussbad
Ein Flussbad inmitten der Isar? Hier wäre die beste Stelle dafür!

Die Idee eines ‚Isarflussbades‘: Von der sogenannten ‚großen Isar‘ zwischen dem Deutschen Museum und den Patentämtern haben die meisten Münchnerinnen und Münchner gar kein Bild vor Augen. Denn dort ist auf der Museumsinsel Durchgangsverbot, am Westufer tobt der Autoverkehr und das Gestrüpp am Ufer ist am Westufer so dicht, dass man den Fluss gar nicht sehen kann. Die Isar fließt hier meist total ruhig, steht fast still, da sie an der Praterinsel aufgestaut ist – eigentlich ideal zu Baden, aber durch die hohen Kaimauern nicht erreichbar. Seit 1976 ist das Baden hier und überall im innerstädtischen Isarraum verboten. Doch jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen. Mit Unterstützung der Münchnerinnen und Münchner will der Isarlust e.V. ein Isarflussbad diskutieren und gemeinsam mit der Stadtpolitik und -verwaltung schauen, ob sich das machen lässt. Der Isarlust e.V. freut sich dabei über Unterstütztungsbeiträge per Crowdfunding:  https://www.startnext.com/flussbadmuc.  Ursprünglich hatte der Isarlust e.V. eine Liberalisierung des Badeverbots in der östlichen ‚kleinen Isar‘ gefordert. Hier hat allerdings Christian Hierneis, Vorsitzender des Bund Naturschutz KG München, gebeten von Abstand zu nehmen wg. des Naturschutzes. Dem Wunsch folgt der Isarlust e.V. und setzt sich nunmehr für ein Isarflussbad in der großen Isar ein, die ohnehin bereits dauerhaft ihre ökologische Korridorfunktion durch den Wehrsteg zwischen Praterinsel und Vater-Rhein-Brunnen und durch das Praterkraftwerk verloren hat.

‚Bürgerbeteiligung 3.0‘: Natürlich gibt es wichtigere Ziele für den Einsatz öffentlicher Mittel als die Ermöglichung eines Isarflussbades. Und doch ist es so, dass die städtischen Münchner Schwimmbäder, die südliche renaturierte Isar und der Englische Garten bei schönem Wetter völlig überlaufen sind, samt sich häufender Nutzungskonflikte. Neue öffentliche Räume müssen geschaffen werden! Der Grund liegt auf der Hand. München ist in den letzten fünf Jahren um 150.000 EinwohnerInnen gewachsen ohne das hierfür ausreichend öffentliche Räume und soziale und kulturelle Infrastruktur nachgerüstet wurden. Das Wachstum geht konstant weiter mit 30.000 neuen EinwohnerInnen pro Jahr. Jetzt nehmen die BürgerInnen die Sache selbst in die Hand. Ein Phänomen, dass man schon in vielen anderen europäischen und angelsächsischen Großstädten beobachten kann. War Bürgerbeteiligung 1.0 vor allem Top-Down, wurde Bürgerbeteiligung 2.0 durch die neuen Organisationsformen in den Sozialen Netzwerken möglich (oft aber weiterhin nur reaktiv/negativ, vgl. Stuttgart 21, Kampagnen gegen dritte Startbahn oder Nolympia), so kommt die neueste Form – man könnte dazu Bürgerbeteiligung 3.0 sagen – sehr positiv, kreativ, konkret samt Plänen und Sachverstand aber auch mit eigenen im ‚Schwarm‘ mobilisierten Kleinspenden daher. Mal schaun, ob die Münchner mitmachen! In unseren Augen eine tolle Idee!

Öffentliche Isarflussbad-Diskussion: 9. Juli 2015, 19 bis ca. 21.30 Uhr

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