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Faszinierende Blicke auf den Nahen Osten

1. Dezember 2009 | Exklusiv-München | Kategorie: Kunst & Kultur, News
07_Klagemauer_presse

Foto: Joods Historisch Museum, Amsterdam

Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stand Palästina nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs unter britischem Mandat und viele Touristen sahen das Land als Land der Bibel. Die Fotogeschichte nahm ihren Anfang als die Nachfrage für malerische Bilder immer größer wurde. Die American Colony, eine christliche Gemeinschaft in Jerusalem, spezialisierte sich auf diese Fotografien, welche besonders bei den Touristen beliebt waren. Und diese Fotografien von Jerusalem, das Landleben, Ansichten von Städten und Dörfern sowie die unterschiedlichen Ethnizitäten in der Region konnte man in dem von der Fotoabteilung der American Colony betriebenen Geschäft Nahe des Jaffa-Tors erwerben.

1926 und 1931 war das niederländische Paar Arie Speelman (1880-1964) und seine Frau Anne Christine Speelmann-van Vliet (1886-1967) in Palästina und sie erwarben über tausend handkolorierte Glasprojektionsbilder. 1991 gelangte die außergewöhnliche Bild-Sammlung in den Besitz des Jüdischen Museums Amsterdams, welche ein Bild Palästinas zwischen 1898 und 1931 in Farbe! vermittelt. Bis 24. Januar 2010 kann man die von Peter Buijs und Anton Kras, Joods Historisch Museum, Amsterdam, kuratierte Ausstellung in München sehen.

Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, 80311 München, Tel. +49 89 23328189, www.juedisches-museum-muenchen.de, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr

Info zum Museum: Mehr als 78 Jahre dauerte es von der Idee bis zur Fertigstellung im Jahre 2007 eines Jüdischen Museums in München. Als drittes Gebäude auf dem St.-Kajobs-Platz neben Hauptsynagoge und Gemeindehaus der Israelitischen Kulturgemeinde errichtete die Landeshauptstadt München ein Jüdisches Museum. Nach einem Entwurf der Architekten Wandel Hoefer Lorch (Saarbrücken) ist das Museumsgebäude als frei stehender Kubus mit Blick zum gegenüber liegenden Stadtmuseum gebaut wurden. Die drei Galerieebenen mit insgesamt 900 qm werden mit wandelnden Ausstellungen bespielt. Als Dauerausstellung ‘Stimmen_Orte_ Zeiten’ zeigt die jüdische Geschichte und Kultur von München. In sieben Installationen eröffnen verschiedene Erinnerungsmedien wie die Stimmen von Zeitzeugen, Orte, Bilder und Objekte Sichtweisen. Sie vermitteln Grundlagen jüdischer Identitäten und ihre Geschichten bis in die Gegenwart.

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