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Interior Trends von der Möbelmesse Mailand

Traditionelle Handwerkskunst trifft auf futuristisches Design: Die Mailänder Möbelmesse gilt als weltweit wichtigstes Designevent und markiert gleichzeitig den inoffiziellen Auftakt der neuen Möbelsaison. Einrichter, Designer und Einkäufer treffen sich alljährlich zum international führenden Branchentreff und der zeitgleich stattfindenden Eurocucina – der Küchen- und Bädermesse. Der Salone del Mobile ist die weltweit größte und wichtigste Möbelmesse bei der rund 2.500 Aussteller ca.350.000 Fachbesuchern aus aller Welt ihre neuen Kollektionen präsentieren. Auch die Möbelexperten der *designalliance, dem Zusammenschluss der sieben führenden Premiumeinrichtungshäuser aus Deutschland und Österreich, lassen sich das Gipfeltreffen der internationalen Einrichtungsszene seit Jahren nicht entgehen, um den Puls der Branche zu spüren und nach den spannendsten internationalen Design-Highlights Ausschau zu halten. Aus München dabei: Böhmler im Tal.

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Ledersofa in Taubenblau und Grün von Baxter. Dazu skulpturale Leuchten. Fotocredit: Wetscher / *designalliance

‚Meist knistert es schon im Vorfeld der alljährlichen Reise in die Lombardei. Menschen, Marken und ihre Geschichte, Designer, Architekten – die ganze internationale Möbelwelt – erzeugen jene inspirierende Atmosphäre, die für uns – zeitgleich mit dem Frühlingsbeginn –  den Aufbruch in eine neue (Möbel-)Saison ist‘, so Martin Wetscher von der *designalliance.

Salone del Mobile 2016: Retro-Trend modern interpretiert

Besonders auffällig ist der allseits gegenwärtige Retro-Trend in allen Ausprägungen und Varianten: Ob heimatliches Handwerk, als Midcentury Classic oder als eine erst auf den zweiten Blick erkennbare, wiederbelebte Form vergangener Design-Epochen. Die Entwürfe der 1950er und 60er werden neu interpretiert. Aber auch Strömungen aus den 70er und 80er Jahren werden aufgenommen. Die modernen Interpretationen bestechen durch besondere Herkunft und Geschichte oder eine neue Aufwertung, z.B. durch neue Materialien oder herausragende Verarbeitungsqualität. Das Einrichten und Wohnen spiegelt nicht nur das Individuelle wider, sondern in den vorherrschenden Trends auch eine globale Stimmung. Die Welt scheint durch die vielen internationalen Krisenherde aus den Fugen geraten zu sein, so wird der Innenraum zum „sicheren Hafen“. „Formal zeigt sich dies durch die Rückkehr des stilvollen Retro-Designs und der Retro-Optik, wie beispielsweise der Verwendung glänzender Materialien wie Kupfer und Messing“, bestätigt Anand Steinhoff, einer der Geschäftsführer der *designalliance.

Dominante Farben: Erdtöne, Dschungeloptik und Pastell

Farblich dominieren diese Saison alle Varianten und Schattierungen von Rot, Grün und Braun, gerne auch als Blätterwald in Dschungeloptik. Die vielen Farb- und Verarbeitungsvarianten des Nussbaums werden bevorzugt mit pastelligen Rosa- und Blautönen kontrastiert. ‚Die Natur und Natürlichkeit steht weiterhin im Zentrum: Marmor mit wilden Maserungen und viele Holzoberflächen, die mit Bronze oder glänzendem Gold veredelt werden, sowie Leder in Naturtönen, das in Handschuhqualität verarbeitet wird. Bei den Textilien regieren dieses Jahr Samt und Wolle in Nachtblau oder dunklen Rottönen, die u.a. auf großen Sofaflächen eingesetzt werden‘, beobachtet Arno Schneider von dopo domani Berlin, Mitglied der *designalliance. Auffallend ist eine ganz neue Dimension der Material- und Detailverliebtheit, z.B. beim Einsatz von Facettenschliff, Lichtkanten und Ornamentik. Aber auch Schwarz-Weiß-Kombinationen kommen nicht aus der Mode. Und wirklich überall feiert das Ornament, von Maschinen scharfkantig und präzise bis ins Unendliche wiederholt, Einzug in das Interior Design.

Licht und Schatten – multifunktional und skulptural

Gut durchdachte Lichtkonzepte und inszenierter Schattenwurf geben Räumen eine Heimeligkeit, die den Bewohner bei sich und zu Hause ankommen lässt und schaffen variable Lichtstimmungen für unterschiedliche Anlässe. Skulpturale Leuchten wirken wie Kunstwerke im Raum und hinter jeder Schublade, jedem Schrank und jeder Klappe verbirgt sich jetzt eine Lichtkante, die beim Öffnen zum ’stummen Helfer‘ wird und Licht ins Dunkel eines jeden noch so kleinen Stauraums bringt. Auch Steh- und Tischleuchten erleben eine Renaissance. Zimmer werden multifunktional geplant, Funktionsinseln mit kleinen Tischen und Beistellmöbeln eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten. Unterschiedlichste Sitzgelegenheiten, Rast- und Ablageplätze, die für sich alleine stehen, verleihen Räumen Tiefe und überraschen durch kostbare, edle Materialien und Oberflächen. Durch aufwändigste Verarbeitungstechniken, neue Materialkombinationen und feinstes Handwerk bekommt selbst ein kleiner Nachttisch eine skulpturale Dimension.

Wohnen als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit

Sofas in verschiedensten Größen, Formen und möglichen Komfort-Funktionen laden ein zum Versinken, Entspannen, Arbeiten und geselligen Beisammensein. Das Sofa mit seinen Beimöbeln wird zur eigenen Wohneinheit in der Wohnung. Besondere Accessoires schaffen Identität, Vertraulichkeit und verraten Einiges über die individuellen Vorlieben der Bewohner. Ob Reisesouvenirs oder persönliche Devotionalien – der Akzent liegt dabei auf gestalterischem Witz mit einem charmanten Augenzwinkern. ‚Wohnen als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, darin liegt eine neue Qualität bzw. ein Anspruch an die Innenarchitektur. Unterschiedliche Möbel, Materialien, Oberflächen und Strukturen werden so kombiniert,  dass Haltung und Stil des Bewohners sichtbar werden‘, beschreibt Anand Steinhoff künftige Herausforderungen an Einrichter.

Copyright: Wetscher/*designalliance

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