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Gastrotest: 1A schlemmen in der ‚gast – open kitchen‘

Wer für ein Abendessen nicht gleich soviel ausgeben möchte wie für einen zweitägigen Wellness-Trip oder ein Paar Designer-Schuhe, der sollte einmal im ‚gast‘ am Gasteig vorbeischauen. Hier gibt’s leckere Pizza und Pasta, aber auch Asia-Gerichte und Salate zu vernünftigen Preisen. Zwischen 6 und 9,50 Euro sind für die üppig portionierten Nudel-Gerichte hinzulegen, vom Klassiker mit Tomatensauce und ‚Aglio e Olio‘ (jeweils 6 Euro) über ‚Ragout de Salsiccia‘ (mit scharfer italienischer Wurst, Champignons, Zwiebeln und Paprika) über ausgefallenere Varianten wie ‚Aspargi e Thaibasilico‘ (mit grünem Spargel, Scampi, Thaibasilikum und Kokossauce) bis hin zur exklusiveren ‚Gambero‘ mit Flußkrebsen, Weißwein und Hummerbutter (9,50 Euro).

gast
Alles ganz ‚open‘ ist das Konzept.

Die Pizza kommt aus dem Steinofen und in herkömmlichen Varianten wie ‚Verdure‚ oder ‚Capricciosa‚ (mit Schinken,  Champignons, Artischocken und Oliven daher, aber auch etwas exotischer als ‚Hawaii‚ (mit Mozzarella, Schinken und Ananas belegt) auf den Teller (ebenfalls 6 bis 9,50 Euro). Grünzeug-Fanatiker greifen zum ‚Insalata verde‚ oder ‚Insalata mista‚, aufgepeppt mit verschiedene Dressings nach Wahl (beispielsweise Balsamico-Honig oder Ingwer Limetten-Ingwer) sowie verschiedenen Toppings wie Tofu oder Sweet Chili Chicken (3,50 Euro bis 9,50 Euro). Die Kombi italienisch und asiatisch geht in den wenigsten Restaurants gut, hier sind aber durchaus auch die Asia-Gerichte einen Versuch wert   – und können zweifellos mit jedem Asia-Lieferservice mithalten. Wie beim Salat funktioniert es auch bei den Wok-Gerichten nach dem Baukastenprinzip: als Basis gibt es Wok-Gemüse, dazu wahlweise Tofu, Chicken, Rinderlende oder Scampi und verschiedene Saucen wie Vietnam-, Tandoori oder Kokos Curry Sauce (7, 50 bis 9,50 Euro). Da das ‚gast‘ auf  dem sogenannten ‚Open Kitchen‘-Prinzip basiert kann man den Köchen quasi in die Töpfe gucken und sich sein Gericht nach Lust und Laune zusammenmischen lassen: ein bisschen mehr Chili oder Ingwer, mit ohne oder Knoblauch…. Alles was man bestellt wird auf ein Chip-Kärtchen gebucht und am Ende am Ausgang bezahlt. Wo der Haken liegt? Wer sein Herzblatt zu einem romantischen Dinner ausführen möchte, der ist im ‚gast‘ wohl eher an der falschen Adresse. Und wer sich lieber bedienen lässt auch. Der Gast ist im ‚gast‘ zwar König, muss sich für sein Essen (und auch für die Getränke) aber selbst anstellen. Gerade mittags oder abends kann es schon mal sein, dass man  Schlange stehen und somit etwas Geduld mitbringen muss.

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Tipp: Wer sich’s einrichten kann, der sollte  die ‚Stoßzeiten‘ mittags gegen 13 Uhr und abends gegen 19 Uhr eher meiden, denn das ‚gast‘ ist durchgehend geöffnet. Weitere Pluspunkte: im Sommer kann man auch nett draussen sitzen. Und da das Lokal  direkt neben dem Gasteig  liegt, ist es auch ideal für den kleinen (oder größeren) Hunger nach dem Konzertbesuch. Das Publikum ist bunt gemischt: hier trifft man auf Teenager-Runden, hungrige Musikstudenten, Familienmütter samt Kids ebenso wie auf Kulturfreunde oder Business-Leute beim Easy Lunch. Ach ja: samstags, sonntags und an Feiertagen kann man im ‚gast‘ auch frühstücken.

Fazit: Lecker, preiswert und unkompliziert.

gast, Rosenheimer Straße 5, 81667 München, Tel:  089 480 98 27 20. Öffnungszeiten: Mo – Do  11 bis 1 Uhr, Fr 11 bis 2 Uhr, Sa: 10 bis 2 Uhr, Sonn- und Feiertage 10 bis 1 Uhr

Text: Andrea Vodermayr

 

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