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RischArt: Kunst im Hauptbahnhof

Mit großem Engagement geht Gerhard Müller-Rischart bereits seit 1983 in der Kunstförderung neue Wege. Unter dem Signet RischArt regt er Künstler an, Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Von Anfang an boten die RischArt-Projekte ein Forum für künstlerische Positionen, die nach neuen Formen der Präsentation suchen und gezielt in den Dialog mit ihrer architektonischen, sozialen und gesellschaftlichen Umgebung treten. Inzwischen sind diese Projekte Teil des kulturellen Lebens in München geworden. 2013 erhielten Gerhard Müller-Rischart und Magnus Müller-Rischart für ihr besonderes Engagement den Deutschen Kulturförderpreis. Mit ihrem 13. RischArt_Projekt 2015 bringen sie bis 19. Juli 2015 Kunst in den Hauptbahnhof München. Insgesamt werden zehn Kunstobjekte von den unterschiedlichsten Künstlern gezeigt. 

Veronika-Veith-Bessere-Zeiten-2015-Fotomontage
‚Veronika Veith: Bessere Zeiten‘ ist eins von zehn Kunst-Objekten am Hauptbahnhof. Fotocredit: Risch_Art 2015 Fotomontage

Beim 13. RischArt_Projekt setzen sich 10 künstlerische Positionen mit der Erfahrung des Wartens und der Zeit auseinander. Sie umkreisen das Thema auf vielschichtige Weise und in den unterschiedlichsten künstlerischen Medien wie Installationen, Interaktionen, Video, Performances und einer eigens für das Projekt produzierten App. Der Bahnhof als räumlicher Ort nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: er ist Weltbühne, Transitort, Ziel oder Ausgangspunkt von Reisenden. Damit eng verbunden ist das Warten. Was löst Warten in mir aus? Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Jeder kennt das Gefühl, das sich jedoch – je nach Situation des Wartens – immer wieder neu darstellt. Das Warten verfügt über verschiedenste Facetten und impliziert viele positive Aspekte, so das romantische Warten, wie auch der negative Aspekt des ungewissen Wartens.

Warten kann kreativ sein, ein Lernprozess, der die Sinne für die Wahrnehmung des eigenen Ichs und der räumlichen Umgebung sensibilisiert. Zeit ist dadurch neu und anders erfahrbar, besonders vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, in der nicht Geld sondern Zeit die eigentliche Währung zu sein scheint. 

WARTE ZEIT: Kunst im Hauptbahnhof München – Ausstellungsdauer: 07. bis 19. Juli 2015, täglich 10 – 20 Uhr

(Künstler: Dörthe Bäumer, Matthias Beckmann, Willi Dorner, Ute Heim, Franziska und Sophia Hoffmann, Ligna, Wolfgang Stehle, Clea Stracke + Verena Seibt, Veronika Veit, Doris Weinberger)

 

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