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Sauerteigbrot: Ein Treffen mit Brot-Sommelier Malin Elmlid

In der Modebranche gestartet hat es Malin Elmlid nie geplant, für Sauerteigbrot eine Botschafterin zu werden. Doch als gebürtige Schwedin wuchs sie mit Sauerteighotels auf, welche es heute noch gibt und bei denen man den Brot-Teig abgeben kann, wenn man keine Zeit mehr hat, sich darum zu kümmern! Jetzt lebt sie in Berlin, aber ganz Deutschland ist für sie ein wunderbares ‚Brotland‘. Sie muss es wissen, denn sie hat alle Kontinente bereist und einige Geschichten von und mit Sauerteig in einem Buch nieder geschrieben (gerade erschienen im Prestel-Verlag). In München stellte sie ihr Buch ‚The Bread Exchange‘ als Hybrid zwischen Kochbuch (fünf Brot-Rezepte, über 20 Rezepte vom Frühstück bis zur warmen Hauptmahlzeit) und Reisebericht vor! Woran man ein gutes Brot erkennt und wie Bayern ihr Brot essen, hat sie uns natürlich auch verraten!

Sauerteigbrot
Lecker Sauerteigbrot. Das dunkle Brot wurde mit ‚heiliger Asche aus China‘ gebacken hat Malin Elmlid extra für München gebacken.

‚In Berlin essen die Menschen ihr Brot bevorzugt mit einer weichen Kruste. In Bayern isst man gern weiches Brot mit knuspriger Kruste‘, erzählt Malin Elmlid und damit attestiert sie den Münchnern einen guten Gaumen, denn nur Brot mit einer entsprechenden Kruste ist ein Indikator für Gourmets. ‚Gutes Brot wird mit viel Hingabe gebacken und enthält ausschließlich qualitativ hochwertige Zutaten, welche traditionell verarbeitet werden, und es braucht Zeit‘, erzählt sie während ihrer Buchvorstellung in der Goldenen Bar im Haus der Kunst. Auf Reisen hat sie es zu einer Art Sport gemacht, stets das beste Brot der Stadt ausfindig zu machen. Ihr Fazit seit Beginn ihrer Profi-Brot-Suche 2007: Ob Cafe oder Restaurant – wer seinen Gästen kein gutes Brot anbietet, macht auch noch woanders Kompromisse in Sachen Qualität.

Ihr Buch ‚The Bread Exchange‚ (29,90 €, 240 Seiten, Prestel Verlag) ist allerdings mehr als ein Buch über Brot und gar nicht zu vergleichen mit den herkömmlichen Büchern z.B. über Olivenöl oder Käse, welche wie ein Lexikon alle Sorten auflisten. Es ist eine Mischung aus kreativen Beiträgen von Freunden, welche dieses Buch mit ihrem individuellen Blick aufs Essen und Esskultur bereichern. So verwundert es nicht, dass man viele Rezepte findet, welche aus den verschiedensten Kochbüchern stammen könnten. Z.B. Holunderberrenkompott aus den bayerischen Röslerhaus, polnische Buttermilchsuppe, ‚Dalarö Macka‘ (Sandwichrezept von der schwedischen Insel Dalarö) über den perfekten Burger aus NewYork oder den Frühlingszwiebeltaschen aus Kabul. Malin hat die Kontinente bereist und zu all den Rezepten passt hervorragend ihr Sauerteigbrot. Bayern hat anscheinend den größten Eindruck bei ihr hinterlassen, denn gleich 18 Seiten widmete sie dem Bundesland. Städte wie N.Y. oder San Fransisco und Länder wie Schweden oder Afghanistan wurden höchstens auf drei Doppelseiten vorgestellt. Mit vielen Bildern dokumentiert sie ihren Road-Trip.

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‚The Bread Exchange‘ (29,90 €, 240 Seiten, Prestel Verlag)

Malin Elmlid macht uns eines klar: Es ist langweilig, sich strikt an Rezepte zu halten! Kein Wunder, dass sie nach München u.a. ein Sauerteigbrot mitgebracht hat, welches sie mit heiliger Asche aus China gebacken hat und welches sie ‚Holy Bread‘ nennt. Nach 1.500 selbst gebackenen Broten hat sie auf jeden Fall eins nicht verloren: Kreativität! Damit dürfte ihr Buch sicherlich nicht ihr letztes Werk über Sauerteigbrot sein!

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