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Filmpremiere im Gloria Palast: ‚Die Spiegel Affäre‘

Ein gewichtiger TV-Film feierte am Montagabend im Gloria Filmpalast in München Premiere: ‚Die Spiegel-Affäre‘, ein Politthriller auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges: Das Wettrüsten der Supermächte eskalierte im Oktober 1962 während der Kuba-Krise und führte die Welt an den Rand eines Atomkrieges, der im Falle eines Falles zuallererst das Zentrum Europas und damit Deutschland getroffen hätte, die BRD und die DDR. Vor dem Hintergrund dieser weltpolitischen Lage trugen damals zwei außergewöhnliche  Alpha-Männer eine beinahe archaisch anmutende Fehde aus: der damalige Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß und der Journalist Rudolf Augstein, Herausgeber und Chefredakteur des Spiegel.

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Kamen gemeinsam zur Premiere: Strauß-Sohn Dr. Franz Georg  mit Frau Birgit und den Söhnen Augustin und Julius. Fotocredit: SchneiderPress

Jetzt wurde der Stoff verfilmt  – mit Schauspieler Francis Fulton Smith (als Franz Josef Strauss) und Sebastian Rudolph (als Rudolf Augstein) in den Hauptrollen. ‚Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Chance bekommen habe,  diesen Übervater Bayerns spielen zu dürfen‘, so Fulton-Smith, der von seiner Frau Verena zur Premiere begleitet wurde. ‚Das Buch lieferte eine exzellente Vorlage. Dennoch war es wichtig, nicht in die Karikatur oder in den Klamauk abzurutschen‘, so der Hauptdarsteller, der für die Rolle rund 20 Kilo hatte zulegen müssen. Die ist er mittlerweile aber wieder los wie er erzählte – dank ‚gesunder Ernährung und einem Personal Trainer‘.

Er traf bei der Preview erstmals auf die beiden Söhne von Strauß, Franz-Georg und Max: ‚Ich bin sehr gerne heute hierher gekommen‘, so Franz-Georg Strauß. Selbst kann er sich an die Sache kaum mehr erinnern: ‚Ich war damals erst drei Jahre alt.‘ Schwester Monika fehlte: ‚Sie hat heute zwei Wahlkampftermine‘, so Max Strauß.

‚Wir haben viele Darsteller gecastet, aber Francis Fulton-Smith hat uns beim Casting überzeugt‘, so Regisseur Roland Suso Richter, der mit Tochter Carlotta ins Kino kam. ‚Es ist eine spannende Geschichte, die wir mit dem Film erzählen. Dennoch war es eine Herausforderung, einen eher trockenen Stoff auf die Leinwand zu bringen.‘

Produziert wurde ‚Die Spiegel-Affäre‘ vom Münchner Produzenten-Duo Quirin Berg und Max Wiedemann (Wiedemann & Berg) sowie Gabriela Sperl: ‚Der Film hat tiefe und Substanz. Es ist ein Dokument deutscher Zeitgeschichte und das Thema heute aktueller denn je‘, so Wiedemann.

Wer den Film sehen will: ‚Die Spiegel-Affäre‘ läuft am 2. Mai 2014 um 20.15 Uhr bei ARTE und am 7. Mai (ebenfalls um 20.15 Uhr) im Rahmen eines Themenabends in der ARD.

Außerdem dabei: Darsteller Alexander Held (als Siegfried Buback), Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, Natascha Grün (Freundin von Quirin Berg), Model Barbara Meier, Schauspieler Max von Thun, Schauspielerin Diana Körner mit Tochter Lara Joy Körner, Julian Nida-Rümelin mit Frau Nathalie.

Text: Andrea Vodermayr

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