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Leslie Mandoki: Bayerische Auszeichnung für den bayerischen Ungarn!

Wenn Musiker bzw. Musikproduzenten Auszeichnungen bekommen, dann sind es meistens ‚Grammys‘, Goldene Schallplatten‘ & Co. Im traditionellen Münchener Prinz-Carl-Palais verlieh die Staatsministerin für Europaangelegenheiten Frau Dr. Beate Merk (MdL) Mitte Mai die ‚Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa‘ an den Musiker und Produzenten Leslie Mandoki. 

Leslie Mandoki
Leslie Mandoki Fotocredit: Jörg Koch / GettyImages

Die Europa-Medaille wird seit 1990 verliehen. Meistens an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung des Europagedankens in Bayern und um Bayern in Europa in vielfältiger Weise verdient gemacht haben. Von 1990 bis 2017 haben insgesamt 310 Personen die Auszeichnung erhalten.

‚Als bayerischer Ungar ist Leslie Mandoki ein glaubwürdiger Streiter für ein geeintes Europa. Den Eisernen Vorhang hat er von beiden Seiten erlebt. Er baut seit jeher mit seiner Musik Brücken zwischen den Völkern“, so Europaministerin Merk über Mandoki. ‚Nach dem Ende des Kommunismus brannte er auf ein Konzert  in seiner Geburtsstadt Budapest. Zusammen mit Freunden aus der internationalen Rock- und Jazzelite hat er dort das Sziget-Festival eröffnet. Auch im August 2017 kommen wieder hunderttauende junge Menschen aus ganz Europa auf der Freiheitsinsel mitten in Budapest zusammen.‘

Mandoki, der als kleiner 3-jähriger Junge in Budapest auf den Schultern seines Vaters den Anfang des Studentenaufstandes von 1956 gegen die kommunistische Diktatur erlebte, sagt heute ‚Als Deutscher bin ich dankbar und glücklich für den historischen Moment, als die Berliner Mauer auf friedliche Art fiel. Und als gebürtiger Budapester freue ich mich, dass es ausgerechnet die Ungarn waren, die damals ihre Grenzen öffneten und damit den Eisernen Vorhang zum Einsturz brachten. Daher ist es mir ein Bedürfnis, in Europa Brücken zu bauen, wo auch immer Risse auftreten.‘

Mandoki war als junger Jazzrock Musiker 1975 aus der kommunistischen Diktatur in den Westen geflohen. Nur so konnte er sich künstlerisch entfalten. Als Musiker und Musikproduzent ist er seither international erfolgreich unter anderem durch seine Arbeit mit Phil Collins, Lionel Richie oder Jennifer Rush. Sein eigenes Bandprojekt seit über 25 Jahren, die Man Doki Soulmates, eine Band der Superlative, deren Protagonisten es gemeinsam auf 35 Grammys und unzählige Goldene und Platin Auszeichnungen bringen, sind eine Band der Bandleader und ein Who is Who des Jazz- und Rockuniversums versammelt um Leslie Mandoki.

‚Die Faulheit des Denkens blockiert die Erkenntnis‘ sagt Mandoki. ‚Gerade in Zeiten von Echokammern, Filterblasen und alternativen Fakten fühlen wir renitenten musikalischen Rebellen und idealistischen Freidenker uns wieder in der Pflicht. Dabei reklamieren wir nicht die allein objektive Wahrheit für uns, sondern versuchen einfach authentisch und ehrlich zu sein. Wir treten ein für gemeinsame europäische Werte. Für freie Menschen in einem freien Europa. Ein buntes, tolerantes und freiheitsliebendes Europa, das nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs zusammenwachsen konnte.‘

Leslie Mandoki in Arthaus-Doku

Nach seinem ersten Buchprojekt ‚Sehnsucht nach Freiheit‘ und der im vergangenen Jahr im TV ausgestrahlten gleichnamigen Arthaus-Doku spielte Mandoki dieses Jahr mit seinen Soulmates drei exklusive Konzerte in Paris, London und zuletzt in Berlin vor einem restlos begeisterten Publikum, was Europaministerin Merk bei der Auszeichnung ebenfalls aufgreift: „Mit Konzerten wie „Wings of Freedom – a story of Mother Europe“ in Paris, London und Berlin trägt er europäischen Spirit in die Herzen der Menschen.“

Mandoki formulierte mit diesen Konzerten eine Botschaft: „Für Freiheit in einem friedlichen Europa mit gemeinsamen Werten wie Freiheit der Meinung, der Presse, der Religion. Keine Toleranz gegenüber Intoleranz.“ Und weiter: „Wir müssen nach Wegen suchen, wie wir unseren nachfolgenden Generationen eine bessere Welt hinterlassen können“. Und er weiss wovon er spricht, wenn er mahnt: “Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit.“

Soulmates Legenden

Die Soulmates, die in Paris, London und Berlin gemeinsam mit Leslie Mandoki auf der Bühne standen sind allesamt Legenden: Chris Thompson (Manfred Mann´s Earth Band), Bobby Kimball (Toto), Nick van Eede (Cutting Crew), Al di Meola, Ian Anderson (Jethro Tull), Tony Carey (Rainbow), Randy Brecker, Bill Evans (Miles Davis Band), David Clayton-Thomas (Blood Sweat & Tears), John Helliwell (Supertramp), Till Brönner, Klaus Doldinger und als jüngster „Soulmate“ Cory Henry (Snarky Puppy).

Die Konzerte sind geprägt vom Zusammenspiel aller Soulmates Künstler als eine Weltstar-Band, bei der jeder Einzelne sein Ego hinten anstellt! Dabei sind eigene Soulmates-Songs und kollektive Improvisationskunst auf höchstem Niveau ebenso Teil des Konzerterlebnisses, wie die Mega-Hits der Soulmates-Mitglieder. „One stage – one Band! “

Meistens duelliert sich Startrompeter Till Brönner mit seinem großen Vorbild, dem legendären und weltbestem Trompeter Randy Brecker. Oder Improvisationsgenie Bill Evans mit seinem Sopransaxophon und John Helliwell (Supertramp) mit der Klarinette ihre Klangbilder malen. Jazz-Gitarrenikone Al di Meola setzt zudem weitere Glanzpunkte. Generationen von Großmeistern stehen gemeinsam auf einer Bühne. Sie bilden vom 80-jährigen deutschen Jazz-Papst Klaus Doldinger bis hin zum dreifachen Grammy-Gewinner Cory Henry (30) eine Generationsbrücke. Inzwischen hat Leslie Mandoki mit seinen Soulmates schon über 10 Alben aufgenommen und zahllose Konzerte gespielt, was auch Staatsministerin Dr. Beate Merk bei der Auszeichnung im Prinz-Carl-Palais Respekt abfordert:

„In einem der bedeutendsten europäischen Tonstudios im beschaulichen Tutzing am Starnberger See bringt Leslie Mandoki regelmäßig Rockstars aus Europa und der ganzen Welt zusammen. Respekt und Anerkennung für sein Engagement!“

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