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Wirtschaftswachstum in Bayern

Die jüngsten Zahlen zum Wirtschaftswachstum belegen: Die Wirtschaft des Freistaats Bayern boomt. Kein anderes Bundesland wächst in diesem Jahrzehnt so immens wie Bayern. Deshalb ist der Freistaat sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern sehr gefragt. Es gibt in dieser Region immer mehr berufsbedingte Zuzüge, wodurch die Zahl der Erwerbstätigen stetig wächst. ‚Wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote aller Zeiten und die Unterschiede zwischen den Regierungsbezirken sind kaum noch messbar‘, erwähnte Horst Seehofer in seiner Neujahrsansprache.

Anstieg der Löhne
Der durchschnittliche Bruttolohn bayerischer Arbeitnehmer stieg von Anfang Januar bis Ende März diesen Jahres auf 3.878 Euro an. Die Höhe des Verdienstes ist jedoch branchenabhängig. So sind die Gehälter in der Automobilindustrie und im Finanzsektor mit durchschnittlich 5.000 Euro mehr als doppelt so hoch wie die der Hotellerie oder Gastronomie. Diese befinden sich unter 2.400 Euro.

Die Einführung des neuen Mindestlohnes am 01.01.2017 sahen einige Unternehmer kritisch. Insbesondere der Mittelstand und kleinere Betriebe hatten die Besorgnis, dass dadurch ein hoher bürokratischer Aufwand entsteht. Dieser blieb aber dank spezieller Lohnabrechnungsprogramme wie Lexware lohn +  gehalt plus recht passabel. Zudem erleichtern Tools zum Datenaustausch den Unternehmern die Kommunikation mit Steuerberater oder Betriebsprüfer. Dadurch bleibt der bürokratische Aufwand möglichst gering. Auch die Befürchtung, dass durch diese Einführung ihr Bestehen auf dem internationalen Markt gefährdet ist, bewahrheitete sich nicht, wie die Exportwerte zeigen.

Wirtschaftswachstum Bayern – Vielerorts Vollbeschäftigung

Die Arbeitslosenquote war im November dieses Jahres mit 2,9 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Damit beträgt die Zahl der Erwerbslosen im Freistaat rund 209.000 und liegt prozentual gesehen unter dem Bundesdurchschnitt. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften und der wachsenden Beschäftigung erwartet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auch für das kommende Jahr 2018 einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Bundesagentur für Arbeit definiert einer Arbeitslosenquote unter 3,0 Prozent als Vollbeschäftigung. Demnach herrscht diese in zahlreichen Regierungsbezirken. Spitzenreiter ist dabei noch immer Eichstätt mit 1,4 Prozent. Aber auch Pfaffenhofen, Regensburg, das Unterallgäu und Neumarkt in der Oberpfalz haben mit 1,7 Prozent eine sehr niedrige Quote. Probleme mit Erwerbslosigkeit haben in Bayern vor allem die kreisfreien Städte wie Hof mit 7,1 Prozent, gefolgt von Schweinfurt (6,2 Prozent) und Weiden (6,0 Prozent).

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
Bereits im Jahr 2016 erhöhte sich das BIP um 2,1 Prozent und lag damit deutlich über dem gesamtdeutschen Wert von 1,9 Prozent. Die Bruttowertschöpfung stieg in sämtlichen Sektoren an:

·       Verarbeitendes Gewerbe: 3,0 Prozent

·       Bauwirtschaft: 3,6 Prozent

·       Dienstleistungsbereich: 1,7 Prozent

·       Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei: 2,6 Prozent

Seit 2010 stieg das bayerische BIP um 14,7 Prozent an, deutschlandweit nahm das BIP dagegen nur um 10,2 Prozent zu.

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