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Verkehrskollaps und Luftverschmutzung in München: Zwei wichtige Events für uns alle!

München hat Höchstwerte in Sachen Luftverschmutzung. Eine der Ursache: zu viel Verkehr! Die Luftverschmutzung fordert mittlerweile mehr Todesfälle als Unfallopfer. 12.860 Menschen sterben nach EU Angaben jedes Jahr vorzeitig an den Folgen der hohen Belastung mit Stickstoffdioxid. Dreimal so viele wie durch Verkehrsunfälle. Und schuld sind vor allem die Abgase von Dieselfahrzeugen!Bei zwei Events im März kann man ins Publikum! Statistisch gesehen hat diese Luftverschmutzung einigen Münchnern bereits das Leben gekostet! 

München hat schon lange keine saubere Luft mehr! Die Luftverschmutzung fordert mittlerweile Todesopfer!
München hat schon lange keine saubere Luft mehr! Aus skindentivityrisk.com gibt es einen Risiko-Index, wo man die Luftverschmutzung real abrufen kann.

Carsharing: Können selbstfahrende Autos Münchens Verkehrsprobleme lösen?

Was wäre, wenn kaum jemand mehr ein eigenes Auto besäße und alle auf einen großen Pool an autonom fahrenden und ständig verfügbaren Fahrzeugen zugriffen? Oder eine Vielzahl an Pendler via Uber fahren oder gefahren werden – die Stadt München hat ja alles dagegen getan, Uber klein zu halten bzw. wieder zum erliegen zu bringen.  Über dieses Szenario spricht am Donnerstag, 1. März, um 19:00 Uhr Benjamin Kickhöfer vom Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im oekom zukunftssalon, Waltherstraße 29, in München. Er folgt einer Einladung der Umweltorganisation Green City e.V., der Umweltakademie München und des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Auf Grundlage neuester Forschungsergebnisse erläutert er, welche Trends die Mobilität der Zukunft bestimmen und wie sich ein drohender Verkehrskollaps in München und anderen Ballungszentren abwenden lässt. Seine These: Die Stadt von morgen ohne private Pkw ist möglich, aber der Weg dorthin unklar.

Münchner Mobilität ’s‘ kultur

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Münchner Mobilitätskultur. Sie greift politisch relevante Themen zur Verkehrswende auf und lädt zur Diskussion darüber ein. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis für die aktuellen Trends, Themen und Zusammenhänge im Bereich Verkehr und Verkehrspolitik zu schaffen. München bleibt dabei immer im Blick. Speziell für die Stadt sollen Möglichkeiten für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung aufgezeigt werden. Neben den Experten auf dem Podium ist es besonders wichtig, dass auch Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen. Mehr Informationen hier!

Saubere Luft durch Fahrverbote?

Das „Bündnis für saubere Luft in München“ prognostiziert: „Ja – und damit wird es nicht mehr um das ‚Ob‘, sondern nur noch um das ‚Wie‘ gehen.“ Dies würde die Landeshauptstadt München und den Freistaat Bayern vor eine Herausforderung stellen –  denn trotz gerichtlicher Anordnung hat bislang keiner von beiden ein Konzept für Fahrverbote vorgelegt. Über diese Herausforderung sowie die Realisierbarkeit und Chancen von Fahrverboten referiert am Dienstag, 6. März 2018, um 19:00 Uhr Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, in der Orange Bar, Zirkus-Krone-Straße 10, München. Er folgt damit einer Einladung des Bündnisses und der Umweltakademie e.V. Wortgewandt eröffnet Poetry Slamer Julius Althoetmar den Abend. Der 17-Jährige begeisterte vor Kurzem mit seinem Text zur Energiewende bei den Münchner Hochschultagen und war bereits Teilnehmer der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam. Mehr Informationen stehen unter www.luft-reinheitsgebot.de.

Mehr Todesfälle durch Abgase

Warum sich das „Bündnis für saubere Luft in München“ gegen Luftverschmutzung engagiert: Im Oktober 2017 veröffentlichte die EU-Kommission die Zahl der jährlichen Todesfälle durch Stickstoffdioxid: Aufgrund 12.860 vorzeitiger Todesfälle sterben durch dieses Abgasgift – statistisch gesehen – jährlich viermal so viele Menschen wie durch Verkehrsunfälle. Hauptverursacher ist der motorisierte Autoverkehr. Moderne Dieselmotoren erzeugen durch die höher Verdichtung und Verbrennungstemperatur mehr Stickoxide als 25 Jahre alte Euro-1-Diesel-Pkw.

Doch die Bundesregierung versäumt es – seit vielen Jahren und in bester Kenntnis der technischen, ökologischen und gesundheitlichen Zusammenhänge -, die deutschen Autohersteller in die Pflicht zu nehmen und wirkungsvolle technische Nachrüstungen anzuordnen; ja, auf europäischer Ebene verhindert sie  beständig schärfere Grenzwerte und Messverfahren. Im Gegenteil, auch strafrechtlich relevante Betrügereien der Chefs der Autokonzerne – siehe USA – werden durch Wegschauen von Aufsichtsbehörden und Politik belohnt. Insider berichten bereits vom nächsten Problem für die Kommunen. Die Trinkwasser-Qualität hat sich in unseren Städten in den letzten zehn bis 20 Jahren massiv verschlechtert. Die Politik weiss längst von diesem Problem und schaut weg. 

Luftverschmutzung in München immer besorgniserregender

Ausgerechnet München führt die Negativliste aller deutschen Städte mit Überschreitungen der Grenzwerte für Stickstoffdioxid an. An 260 Straßen im Stadtgebiet wird der Stockoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft regelmäßig überschritten. Da hilft nach Ansicht des Bündnisses auch geschäftiges Aufstellen neuer Messröhrchen nichts. Grenzwerte, die seit dem 1. Januar 2010 gelten und damit statistisch rund 5.000 Münchner*innen das Leben gekostet haben!

Denn auch in München versagt nach Meinung des Bündnisses die Politik: Eine dringend notwendige Verkehrswende zur deutlichen Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt wird bis heute verhindert. Nun bleiben nur noch Fahrverbote, um die gesetzlichen Grenzwerte schnellstmöglich einzuhalten. Diese umzusetzen verweigert sich die Bayerische Staatsregierung – und wurde dafür rechtskräftig zur Zahlung von Zwangsgeldern verurteilt.

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