Aus ganz Deutschland sind am 4. November 2010 Bürgermeister in den Münchener Postpalast gekommen, um die Münchener Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018 zu unterstützen. Mit einer künstlerischen Inszenierung des Bochumer Ensembles Starlight-Express von Mike Klokow wurde dabei der Olympia-Express auf Reisen geschickt. Unter den 600 Gästen waren auch zahlreiche frühere Olympiasieger und Spitzensportler wie Eiskunstläuferin Katarina Witt, ‚Gold‘ Rosi Mittermeyer, Skiläufer Christian Neureuther und Paralympic-Teilnehmerin Andrea Rothfuss. Überschattet wurde der Event von der Absage der deutschen Politik, den drittgrößten Sportevent der Welt nicht zu unterstützen! Parallel gab die deutsche Bewerbergesellschaft RC Deutschland am Münchner Flughafen mit dem Bayerischen Golfverband bekannt, daß man für den Ryder Cup 2018 keine Unterstützung Seitens der Politik zu erwarten hat.

Oberbürgermeister Christian Ude und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann betonten die Bedeutung der Olympiade für die Stadt München und Deutschland. Dies stimmt 600.000 deutsche Golfer natürlich traurig, denn der Ryder Cup 2018 ist ein genauso wichtiges Sportereignis wie die Olympiade und die Chancen, den Ryder Cup 2018 nach Deutschland zu holen stehen günstiger.
Der Olympiaempfang war Teil des zweitägigen internationalen Städtekongresses der Stiftung ‚Lebendige Stadt‘ in der Münchner BMW Welt. Unter dem Motto ‚Pulsierende Stadt: Ideen, Geld, Lärm‘ diskutierten insgesamt rund 600 Referenten und Teilnehmer aus zwölf Ländern über kreative Stadtgestaltung, die Zukunft der städtischen Energieversorgung sowie über Strategien zur Lärmreduzierung und -vermeidung. Zu den Referenten zählten u. a. EU-Kommissar Günther Oettinger, der renommierte Stadtforscher Richard Florida sowie zahlreiche kommunale Spitzenvertreter aus ganz Europa.
Info zur Stiftung ‚Lebendige Stadt‘: In diesem Jahr feiert die von Alexander Otto gegründete Stiftung ‚Lebendige Stadt‘ ihr zehnjähriges Jubiläum. In der Stiftung arbeiten Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern. Bisher hat die ‚Lebendige Stadt‘ ein Fördervolumen von über 30 Millionen Euro für Stadtkultur in Europa bewegt – so etwa für die künstlerische Illumination des Berliner Reichstagsgebäudes, die Grüngestaltung des Essener Krupp-Parks und die Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs.