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ARTMUC Kunstmesse: Vielleicht ist es Liebe auf den ersten Blick

Kunst anschauen, mit den Kreativen ins Gespräch kommen und vielleicht ein Werk für das eigene Zuhause entdecken: Vom 23. bis 25. Oktober 2026 bringt die ARTMUC mehr als 190 jurierte Künstler, Galerien und Kollektive nach München. Die Herbstausgabe in den MTC Supreme Locations zeigt Positionen aus mehr als 15 Ländern. Einen besonderen Schwerpunkt setzt diesmal eine junge Galerie aus Shanghai.

Zwei Besucher betrachten großformatige Frauenporträts auf der ARTMUC Kunstmesse in München.
Ein Werk, das den Blick festhält: Auf der ARTMUC können Besucher unterschiedliche künstlerische Handschriften entdecken. Impression einer früheren Ausgabe. Foto: Isabella Kilian

Wer Kunst kauft, entscheidet selten allein nach Format und Farbe. Oft sind es die Geschichte hinter einem Werk, eine besondere Technik oder die Begegnung mit dem Künstler, die den Ausschlag geben. Auf der ARTMUC gehört dieser persönliche Austausch zum Konzept: Besucher können Arbeiten entdecken, Fragen stellen und Kunst direkt vor Ort erwerben.

Das Spektrum reicht von Malerei, Skulptur und Fotografie über Collagen bis zu digitaler Kunst. Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Portugal, der Schweiz, Großbritannien, Österreich, Italien, Frankreich und Belgien sowie aus Australien, Korea und Brasilien. Damit bietet die Messe Gelegenheit, an einem Wochenende sehr unterschiedliche künstlerische Handschriften kennenzulernen.

Von Seoul und Wien nach München

Zu den internationalen Ausstellern gehören die Tableau Gallery aus Seoul, the Gallery Steiner aus Wien und die ARTLAB Gallery aus dem italienischen Ponzano Veneto. Unter den teilnehmenden Galerien sind auch solche, die bereits auf Messen wie der Art Karlsruhe, der Art Basel Hongkong oder der Art Busan schon vertreten waren.

Daneben bleibt die Verbindung zur Münchner Kunstszene ein fester Bestandteil. Die Gesellige Vereinigung Bildender Künstler Münchens e. V. präsentiert erneut Arbeiten ihrer Mitglieder in einer Förderkoje. Internationale Entdeckungen und lokale Positionen stehen auf der ARTMUC damit nebeneinander.

Zwei Besucher betrachten auf der ARTMUC farbenfrohe Frauenporträts mit floralem Haarschmuck und asiatisch inspirierten Gewändern.
Gemeinsam schauen, Neues entdecken: Zwei außergewöhnliche Frauenporträts des Künstlers Fin DAC ziehen auf der ARTMUC die Blicke auf sich. Impression einer früheren Ausgabe. Foto: Isabella Kilian

Vier künstlerische Perspektiven aus Shanghai

Einen besonderen Akzent setzt die Sheen Gallery aus Shanghai, die 2025 gegründet wurde. Nach der Präsentation der chinesischen Sammlerin Yan Sun im Mai vertieft das Team um ARTMUC-Veranstalter Raiko Schwalbe mit dieser Einladung den Austausch mit China.

Vier Künstler der Galerie stellen in München aus. Ihre Arbeiten beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit chinesischen Traditionen, Wahrnehmung und dem Verhältnis zwischen sichtbarer Form und innerer Bedeutung.

Yang Yanlai verbindet in seiner Serie „Guan Ying“ Motive aus dem chinesischen Buch der Lieder mit Volkskunst. Vögel und Wolken werden zu Bildern einer ersehnten Idylle. Liu Yingcong hinterfragt mit der Serie „Simulation“ die visuelle Realität. Chen Jiayi greift in „Qi Xie Ying Zhi“ Urmythen und die Beziehung zur Erde auf, während Wang Chunwei in seinen Porträts das innere Wesen der dargestellten Menschen erkundet.

Die vier Positionen werden in einer Förderkoje gezeigt – eine Gelegenheit, die Arbeit der jungen Galerie und ihrer Künstler kennenzulernen.

Kunst als Unterstützung für obdachlose Frauen

Seit ihrer Gründung 2014 verbindet die ARTMUC ihre Ausgaben mit der Unterstützung sozialer Projekte. Im Herbst arbeitet die Messe erneut mit Soroptimist International zusammen, einem weltweiten Netzwerk berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement.

Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema „Frauen in der Obdachlosigkeit – Schutz und Hilfe“. Teilnehmende Künstler sollen dafür Werke spenden, deren Verkaufserlöse dem Projekt zugutekommen. Die Kooperation soll zugleich auf die Situation obdachloser Frauen und ihren besonderen Schutzbedarf aufmerksam machen.

Besucherin mit rot umgelegtem Pullover zeigt auf Kunstwerke neben einer weißen Büste auf der ARTMUC Kunstmesse.
Was gefällt, lädt zum genaueren Hinsehen ein: Besucher entdecken auf der ARTMUC Malerei und Skulpturen. Impression einer früheren Ausgabe. Foto: Isabella Kilian

Ein Ticket für das ganze Wochenende

Neu ist die Eintrittsregelung: Das Ticket für 18 Euro gilt an allen drei Messetagen. Wer sich zunächst einen Überblick verschaffen und vor einem möglichen Kauf noch einmal zurückkommen möchte, kann seinen Besuch damit auf mehrere Tage verteilen.

Auch für Besucher, die bislang wenig Berührung mit dem Kunstmarkt hatten, bietet der direkte Austausch einen Zugang. Ein Werk lässt sich hier zusammen mit seiner Geschichte entdecken – und bei Gefallen kaufen und mit nach Hause nehmen.

ARTMUC Herbst 2026: Termine, Eintritt und neue Anfahrt

Ort: MTC Supreme Locations, Ingolstädter Straße 45–47, 80807 München

Öffnungszeiten:

  • Freitag, 23. Oktober 2026: 18.30–21.30 Uhr
  • Samstag, 24. Oktober 2026: 11–19 Uhr
  • Sonntag, 25. Oktober 2026: 11–18 Uhr

Eintritt: Einmalig 18 Euro für Erwachsene, gültig an allen drei Tagen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

Öffentliche Verkehrsmittel: U2 bis Frankfurter Ring, anschließend etwa sieben Minuten Fußweg Richtung Ingolstädter Straße. Alternativ mit den Buslinien 140, 141 oder 177 bis zur Haltestelle Ingolstädter Straße.

Anfahrt mit dem Auto: Laut Veranstalter ist die reguläre Zufahrt über die Ingolstädter Straße wegen einer Baustelle gesperrt. Eine alternative Einfahrt liegt etwa 100 Meter weiter Richtung Frankfurter Ring auf der rechten Seite; vor Ort weist Sicherheitspersonal den Weg. Der Zugang über die Taunusstraße ist möglich. Auf dem Gelände stehen nach Veranstalterangaben rund 1.000 Pkw-Parkplätze zur Verfügung.

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