Nur rund 45 Minuten südlich von München beginnt eine andere Welt: Nantesbuch, das Kultur- und Naturprojekt der Stiftung Kunst und Natur, liegt bei Bad Heilbrunn im oberbayerischen Voralpenland. Zwischen Mooren, Wiesen, Wäldern und weitem Himmel ist hier ein Ort entstanden, der Kunst, Natur, Bildung und Begegnung auf besondere Weise miteinander verbindet.
Gerade für Münchner, die am Wochenende nicht nur Erholung, sondern auch Inspiration suchen, ist Nantesbuch ein besonderer Rückzugs- und Erlebnisort. Kein klassischer Ausflug, kein gewöhnliches Kulturprogramm – sondern ein Gelände, auf dem Landschaft, Wissen, Genuss und künstlerische Impulse ineinandergreifen.

Susanne Klattens Idee von Natur und Kultur
Nantesbuch trägt deutlich die Handschrift seiner Gründerin Susanne Klatten. Die Unternehmerin und Stifterin beschrieb den Ort einmal als „Eintritt in eine andere Welt“ – als Landschaft, in der sich die Sinne öffnen und Menschen Abstand von der Unruhe der Stadt finden können. Genau darin liegt bis heute die besondere Kraft des Projekts: Nantesbuch ist kein Rückzugsort für wenige, sondern ein Ort, an dem Kunst, Natur und Wissen geteilt werden sollen.
Die Stiftung Kunst und Natur wurde 2012 von Susanne Klatten gegründet und vereint heute zwei Standorte: Nantesbuch im bayerischen Voralpenland und das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg. In Nantesbuch bewirtschaftet die Stiftung ein rund 320 Hektar großes Gelände. Moore werden wieder vernässt, Wälder und Wiesen renaturiert, Lebensräume für Artenvielfalt geschaffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz lebendiger Böden.
Kultur im Voralpenland
Nantesbuch denkt Veranstaltungen nicht als reine Termine, sondern als Erlebnisse. Man kommt nicht nur wegen eines Films, einer Lesung oder eines Konzerts. Man kommt wegen der Atmosphäre, der Landschaft, der Gespräche – und wegen dieses seltenen Gefühls, für ein paar Stunden aus dem Alltag herauszutreten.
Bereits im April zeigte Nantesbuch mit dem Familientag mit Checker Tobi, dem Frühlingsfest und der Lesung „Memento Mori“ mit Maximilian Brückner, wie vielfältig das Programm der Stiftung gedacht ist. Im Sommer folgen nun Formate, die besonders für Kulturinteressierte, Genießer und Münchner Ausflügler spannend sind.
Nachtspaziergang mit Literatur und Musik
Am 12. und 13. Juni 2026 lädt Nantesbuch zum Nacht-Triptychon, einem musikalisch-literarischen Spaziergang durch das nächtliche Gelände. Unter dem Dreiklang „Liebe, Literatur und Lieder“ führen drei Stationen durch die Landschaft. Literarische Liebestexte treffen auf Musik – mit Stimmen unter anderem von Erich Fried und Friederike Mayröcker sowie Liedern von Sophie Hunger.
Ein Mitternachtssnack ist inklusive, optional gibt es ein Übernachtungsangebot im Langen Haus. Ein Format, das man sich weniger als klassische Veranstaltung vorstellen darf, sondern eher als Sommernachtserlebnis im Voralpenland. Mehr Informationen dazu auf der Stiftungsseite.

Bar mit Blick: Sonnenuntergang am Langen Haus
Ab dem 24. Juni 2026 öffnet die „Bar mit Blick“ wieder ihre Türen. Das offene Abendformat findet immer mittwochs statt – mit entspannter Atmosphäre, Musik und Drinks an der Bar 50/50. Für Münchner, die den Sommer nicht nur in der Stadt verbringen möchten, ist das ein wunderbarer Grund für einen Ausflug Richtung Bad Heilbrunn. Lässig, landschaftlich spektakulär und angenehm unangestrengt.
Nantesbucher Food-Festival
Am 27. Juni 2026 steht schließlich das Nantesbucher Food-Festival auf dem Programm. Regionale Produkte treffen auf kreative Küche: Marktstände lokaler Erzeuger laden zum Probieren ein, ergänzt durch Vorträge, Kochsessions und interaktive Formate. Neu sind einzeln buchbare Workshops – von handgemachter Pasta über Käse bis zum Kinderkoch-Workshop mit TV-Köchin Sarah Wiener. Ab dem Nachmittag geht das Festival in eine lockere Bar-Atmosphäre über, am Abend sorgt DJ Rupidoo an der Bar 50/50 für den Ausklang.
Exklusivität, die leise wirkt
Nantesbuch als Ort macht ihn für unsere Zeit so interessant. Hier geht es um Qualität statt Pose, um Natur statt Kulisse, um Begegnung statt Inszenierung. Die Verbindung aus Kulturprogramm, Landschaftspflege, regionaler Kulinarik und Bildungsanspruch macht Nantesbuch zu einem Ort, der weit über einen klassischen Veranstaltungskalender hinausgeht. Nantesbuch zeigt: Die exklusivsten Orte sind jene, die lange nachwirken.
Adresse:
Stiftung Kunst und Natur Nantesbuch, Karpfsee 12, 83670 Bad Heilbrunn


