Rund einen Monat nach dem legendären Hahnenkammrennen wurde die weltbekannte Sonnbergstubn temporär zur Bühne für eine der stärksten Marken der Welt: Ferrari verwandelte die ikonische Location in CASA FERRARI – eine alpine Hommage an Performance, Design und italienische Ingenieurskunst. Wo sonst Kulinarik auf Kitzbüheler Tradition trifft, dominierte plötzlich Cavallino Rampante-Rot. Zwischen Holzvertäfelung und Bergpanorama entstand ein Spannungsfeld aus alpiner Authentizität und italienischer Hochleistungs-DNA.

Seit einigen Jahren setzt Ferrari verstärkt auf immersive Markenformate wie „Casa Ferrari“, bei denen ikonische Orte temporär in kuratierte Erlebniswelten verwandelt werden – ein Ansatz, der die Marke zunehmend als globales Luxury-Label positioniert.
Zwischen München und Kitzbühel: Ferrari als Ganzjahresversprechen
Kitzbühel ist für viele Münchner längst mehr als eine Wintersport-Destination. Es ist Zweitwohnsitz, Rückzugsort, Netzwerkfläche. Und genau hier setzte Ferrari strategisch an. Der Mythos hält sich hartnäckig: Ein Ferrari sei ein Sommerfahrzeug. Schönwetter. Riviera. Aperitivo. Doch in Kitzbühel ging es bewusst um das Gegenteil.
Während Ferrari Amalfi und Ferrari 849 Testarossa als visuelle Statements inszeniert wurden, durften ausgewählte Kunden den Purosangue im Winter erleben. Allradantrieb. Adaptives Fahrwerk. Souveräne Traktion auf kaltem Asphalt.

Der Ferrari Purosangue ist eine Portfolio-Erweiterung mit klarer Botschaft: Ferrari funktioniert nicht nur zwischen Monaco und Portofino. Sondern auch zwischen Maximilianstraße und Hahnenkamm. Und genau das macht ihn für eine Münchner Klientel so relevant, die Stadt, Alpen und internationale Mobilität selbstverständlich verbindet.
Der Ferrari Purosangue gilt als vielseitigster Ferrari der Geschichte. Mit seinem V12-Saugmotor, innovativer Fahrwerksarchitektur und skulpturalem Design verkörpert er genau jene Werte, die Ferrari seit Jahrzehnten definieren: kompromisslose Performance, Präzision und Emotionalität.
Testdrive mit Rennsport DNA
„Purosangue“ bedeutet Vollblut – und dieser Name ist kein Marketing-Zufall, sondern ein klares Bekenntnis. In der Welt der Pferde stehen Vollblüter für die absolute Elite: reine Abstammung, außergewöhnliche Belastbarkeit und eine Eleganz, die Kraft in jeder Bewegung spürbar macht. Genau diese drei Eigenschaften verkörpert der Ferrari Purosangue. Man darf es ruhig selbstbewusst formulieren: Er ist vermutlich der vielseitigste Ferrari, der je gebaut wurde.

Skulptur aus dem Windkanal
Schon beim ersten Blick wird klar: Das ist kein klassischer SUV, sondern eine aerodynamisch geformte Skulptur. Unten robust und muskulös modelliert, oben elegant wie ein Gran Turismo. Die Proportionen wirken kraftvoll, ohne schwer zu erscheinen. Besonderes Detail, allerdings problematisch für enge Parkplätze: die sogenannten „Welcome Doors“, die sich gegenläufig öffnen – fast wie ein Auftritt auf einer Bühne.
Technik, welche fast die Physik überlistet
Im Herzen arbeitet ein V12-Saugmotor – ein Statement in einer Zeit der Elektrifizierung. 725 PS, kombiniert mit einem 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, liefern souveräne Kraftentfaltung. Die Transaxle-Bauweise – Motor vorne, Getriebe hinten – sorgt für nahezu perfekte 50:50-Gewichtsverteilung. Ergebnis: Stabilität und Balance, selbst bei hoher Dynamik.
Hinzu kommen Systeme wie:
- unabhängige Hinterachslenkung
- intelligenter Allradantrieb (4RM-S Evo)
- Slide Slip Control
- Ferrari Active Suspension Technology
Letzteres reguliert jeden Stoßdämpfer individuell in Echtzeit. Wankbewegungen werden minimiert, der Schwerpunkt um 10 Millimeter abgesenkt – was wenig klingt, fahrdynamisch jedoch enorm ist. Das Fahrzeug liegt flach in der Kurve, bleibt ruhig beim Bremsen und Beschleunigen. Ab etwa 140 km/h wandelt sich der Allradantrieb in einen reinen Heckantrieb – für ein noch direkteres, sportlicheres Fahrgefühl. Was ich selbst noch nicht kannte:
Der „Schumi-Knopf“
Rennsportfahrzeuge sind traditionell extrem hart abgestimmt. Jede Unebenheit, jede Bodenwelle ist spürbar – maximale Rückmeldung, minimale Komfortzone. Doch selbst ein Rennfahrer wie Michael Schumacher wollte nicht permanent jeden Hubbel fühlen. Der Legende nach regte er an, eine Möglichkeit zu schaffen, das Fahrwerk sportlich präzise zu halten – aber im Alltag komfortabler. So entstand das, was viele Ferrari-Enthusiasten bis heute als „Schumi-Knopf“ bezeichnen:
Der Manettino am Lenkrad. 4 Modis zum Einstellen während der Fahrt.
Ein Dreh auf Fahrmodus ICE oder auf WET – und die Charakteristik des Fahrzeugs verändert sich. Hart, direkt, kompromisslos.
Oder kontrolliert, stabil und komfortabler.

Mein Urteil als Endverbraucher 🙂 Es ist kein klassischer Familien-SUV. Es ist ein Ferrari mit Raumangebot. Ein Fahrzeug für Serpentinen, für lange Strecken, für große Auftritte – und vor allem für Emotion. Ein Vollblut eben! In unserem Reel Casa Ferrari @ Rosis Sonnbergstubn gibt es weitere Einblicke!


