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ARTMUC – Die Kunstmesse in München: Neue Kunst für die eigenen vier Wände

Wer neue Kunst für die eigenen vier Wände sucht, muss am ersten Maiwochenende nicht nach Basel, Paris oder Berlin schauen. München selbst wird mit der ARTMUC erneut zum Treffpunkt für internationale Positionen, starke Handschriften und Arbeiten, die man nicht nur entdecken, sondern direkt mit nach Hause nehmen kann. Vom 1. bis 3. Mai 2026 eröffnet Bayerns größte Kunstmesse den Münchner Kunstfrühling – mit mehr als 160 jurierten Künstlerinnen, Künstlern, Galerien und Kollektiven aus über 15 Ländern.

Internationale Positionen, starke Kontraste

Wie groß die stilistische Bandbreite der ARTMUC ist, zeigt sich schon im ersten Blick: Malerei, Zeichnung und fernöstlich inspirierte Bildwelten stehen hier nicht nebeneinander, sondern im direkten Dialog. Genau das macht den Reiz der Messe aus – man läuft nicht durch eine monotone Hängung, sondern durch viele unterschiedliche Handschriften, Themen und Perspektiven.

Zwei sehr unterschiedliche Arbeiten mit fernöstlichen Anklängen: links ein ausdrucksstarkes Porträt, rechts eine detailreiche Zeichnung voller Symbolik.
Zwei sehr unterschiedliche Arbeiten mit fernöstlichen Anklängen: Links ein ausdrucksstarkes Porträt von Künstlerin Katja Nordmeyer mit ‚Chisato II‘ (120×95). Rechts eine detailreiche Zeichnung voller Symbolik von Künstlerin Nataliia Muzychenko ‚Geisha with attributes‘ (45×65). Der Fotocredit liegt ebenfalls bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Gerade die Verlängerung auf drei volle Tage macht die Frühlings-Ausgabe der ARTMUC besonders attraktiv. Statt Kunst im Vorbeigehen zu konsumieren, bietet die ARTMUC die seltene Möglichkeit, Positionen in Ruhe zu vergleichen, Gespräche zu führen und Werke zu finden, die nicht nur beeindrucken, sondern auch im eigenen Zuhause funktionieren.

Denn die ARTMUC versteht sich nicht als distanzierte Kunstschau, sondern als Messe, die Schwellen abbaut: ‚Kunst darf hier entdeckt, verstanden, gekauft und mitgenommen werden‘, sagt ARTMUC-Gründer Raiko Schwalber.

Unterschiedliche künstlerische Handschriften, kulturelle Einflüsse und formale Ansätze treffen hier unmittelbar aufeinander. Genau daraus entsteht jene Spannung, die einen Messebesuch interessant macht: Man sieht nicht nur viel Kunst, sondern erlebt, wie unterschiedlich Gegenwartskunst heute gedacht, gemacht und erzählt wird.

Mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehr als 15 Ländern bringt die ARTMUC auch 2026 wieder internationale Perspektiven nach München. Ergänzt wird die Messe durch Galerien und Projekte aus dem deutschsprachigen Raum, darunter Positionen aus Bozen, Zürich und Innsbruck. So verbindet die ARTMUC lokale Nähe mit internationalem Blick.

Kunst entdecken – und direkt mitnehmen

Ein wesentlicher Reiz der ARTMUC liegt in ihrer Offenheit. Die Messe versteht sich nicht als exklusiver Ort nur für erfahrene Sammlerinnen und Sammler, sondern als Plattform, auf der Kunst entdeckt, verstanden, gekauft und mitgenommen werden kann. Genau das macht sie auch für all jene interessant, die beginnen, sich intensiver mit Kunst zu beschäftigen oder gezielt nach einem Werk für Wohnung, Haus oder Büro suchen.

Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und flüchtig geworden ist, bekommt die Begegnung mit einem echten Kunstwerk vor Ort wieder eine besondere Qualität. Auf der ARTMUC entsteht dieser Moment nicht im abgeschlossenen White Cube, sondern im direkten Austausch mit den gezeigten Positionen und oft auch mit den Künstlerinnen und Künstlern selbst.

Mehr als Wandkunst: wenn Kunst in den Raum geht

Dass die ARTMUC weit über klassische Bildformate hinausgeht, zeigt sich auch in den plastischen Positionen. Zwischen archaischer Ruhe, experimenteller Formensprache und spürbarer Materialität wird deutlich, wie breit die Messe tatsächlich aufgestellt ist.

Hier treffen klare Form und ungewöhnliches Material aufeinander – ein spannender Kontrast zwischen Ruhe und Härte.
Hier treffen klare Form und ungewöhnliches Material aufeinander – ein spannender Kontrast zwischen Ruhe und Härte. ‚Großer Stier‘ (48x35x70) von Cordula Dobes. Rechts: Hybris Beton/Eisen, 75cm, von Felix Haspel. Der Fotocredit liegt ebenfalls bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Gerade diese skulpturalen Arbeiten verleihen dem Rundgang zusätzliche Tiefe. Sie zeigen, wie Kunst nicht nur Wände besetzt, sondern Räume verändert, Präsenz entwickelt und mit Material, Oberfläche und Form ganz eigene Akzente setzt. Wer nach einem Werk mit Charakter sucht, wird hier besonders aufmerksam werden.

FinDAC als besonderer Besuchsanlass

Ein zusätzlicher Höhepunkt der diesjährigen Ausgabe ist der irische Künstler FinDAC, der erneut eines seiner Werke als offizielles Visual der Messe zur Verfügung stellt. Das Bild „Sensaini“ aus dem Jahr 2026 prägt die aktuelle Ausgabe und ist vor Ort ebenso präsent wie weitere Arbeiten des Künstlers – unter anderem in der Box ARTMUC Collection sowie am Stand der Galerie Prettyportal aus Düsseldorf.

Besonders attraktiv: FinDAC wird bei der Mai-Ausgabe auch persönlich anwesend sein, live arbeiten und Kunst vor Ort entstehen lassen. Damit gewinnt die Messe eine zusätzliche Ebene, die weit über das reine Betrachten hinausgeht. Wer sehen möchte, wie Kunst im Moment des Entstehens wirkt, bekommt hier einen besonderen Einblick. Auch eine Live-Performance wird es geben. Die genaue Uhrzeit dafür wird auf dem Instagram-Kanal von der ARTMUC Kunstmesse veröffentlicht. Zusätzlich erhalten Besucherinnen und Besucher beim Ticketkauf ein kostenloses A2-Kunstposter des Motives – solange der Vorrat reicht.

Kunst mit Haltung

Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 verbindet die ARTMUC Kunst mit gesellschaftlichem Engagement. Auch in dieser Ausgabe unterstützt die Messe wieder soziale und inklusive Projekte. Dazu zählen das Kunsthaus sans titre aus Potsdam, die Kolibri Interkulturelle Stiftung e.V. sowie die Groupe Smirage der Pfennigparade ChancenWerk GmbH.

Gerade die Präsentation der Groupe Smirage setzt einen wichtigen Akzent. Das Künstler*innen-Kollektiv zeigt eine bemerkenswerte Vielfalt an Themen, Techniken und Stilen – von Malerei über Zeichnung und Druckgrafik bis hin zu Mixed-Media. Damit wird die ARTMUC nicht nur zur Bühne für neue Entdeckungen, sondern auch zu einem Ort, an dem gesellschaftliche Perspektiven sichtbar werden.

Neue Impulse aus China

Auch international baut die ARTMUC ihre Vernetzung weiter aus. Nach ersten Schritten auf dem globalen Kunstmarkt in den vergangenen Jahren richtet das Team um Veranstalter Raiko Schwalbe den Blick nun verstärkt nach Asien – mit einem ersten Fokus auf China. Bereits in der Mai-Ausgabe werden erstmals Werke aus der privaten Sammlung von Sun Yan präsentiert.

Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Professor Yilin Mu aus Shanghai, Werke des Malers He Xiangdong sowie Tonfiguren aus Xi’an, inspiriert von den Terrakotta-Kriegern. Diese Positionen erweitern den Blick über den europäischen Kontext hinaus und verleihen der Messe zusätzliche internationale Tiefe.

Drei Tage Kunst, Inspiration und Zeit zum Schauen

Das lange Maiwochenende spielt der ARTMUC in diesem Jahr besonders in die Karten. Drei volle Messetage schaffen Raum für Entdeckungen, spontane Favoriten und jene Arbeiten, die erst auf den zweiten Blick ihre Wirkung entfalten.

Der Fotocredit liegt ebenfalls bei den Künstlerinnen und Künstlern.
Ein sehr persönliches Porträt neben einer stillen, fast traumhaften Strandszene – zwei Bilder, die vor allem über Stimmung wirken. Links: ‚For Hapiness‘ (60×60) von Künstler Alexander Timofeev. Rechts: ‚Fisherman’s Wife‘ von Anke Neugebauer. Der Fotocredit liegt ebenfalls bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Gerade diese Mischung aus konzentrierter Entdeckung, direktem Kontakt und zugänglicher Atmosphäre macht den besonderen Reiz der ARTMUC aus. Wer an diesem langen Maiwochenende Lust auf internationale Gegenwartskunst, neue Namen und vielleicht auch auf ein Werk für die eigenen vier Wände hat, findet in München damit einen sehr guten Anlass für einen Besuch.

ARTMUC 2026 in München: Öffnungszeiten, Ort und Eintritt

Ort:
MTC Supreme Locations
Ingolstädter Straße 45–47
80807 München

Öffnungszeiten der ARTMUC 2026:
Freitag, 1. Mai 2026: 11:00–19:00 Uhr
Samstag, 2. Mai 2026: 11:00–19:00 Uhr
Sonntag, 3. Mai 2026: 11:00–18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene einmalig 18 Euro, Zutritt an allen Tagen
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei

Wichtig zur Anfahrt:
Wegen einer Baustelle ist die direkte Zufahrt über die Ingolstädter Straße derzeit eingeschränkt. Rund 100 Meter weiter in Richtung Frankfurter Ring gibt es eine neue Einfahrt zum Gelände. Alternativ ist der Zugang über die Taunusstraße möglich.

Parken und ÖPNV:
Rund 1.000 Parkplätze vor Ort
U2 bis Frankfurter Ring, anschließend etwa sieben Minuten zu Fuß
Buslinien 140, 141 und 177 bis Haltestelle Ingolstädter Straße

Weitere Informationen:
www.artmuc.info

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