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Barbara Becker: Wie aus einem Kompliment „Game Changer“ wurde

Ein Kompliment, beiläufig ausgesprochen, jahrelang nicht vergessen: Als Barbara Becker der Münchner Unternehmerin Stefanie Wirnshofer zum ersten Mal begegnete, ahnte sie nicht, was ihre Worte auslösen würden. Heute haben die beiden gemeinsam einen Duft entwickelt. Bei der Vorstellung von „Game Changer“ sprechen wir mit Barbara über die Geschichte dahinter, ihre Münchner Rituale und darüber, was für sie kurz vor ihrem 60. Geburtstag wirklich etwas verändert.

Stefanie Wirnshofer und Barbara Becker lächeln in die Kamera und halten jeweils eine weiße Flasche des „Game Changer“-Sprays von Beautiful Scents in den Händen.
Stefanie Wirnshofer (l.) und Barbara Becker mit dem „Game Changer“-Spray von Beautiful Scents in München.

Stefanie Wirnshofer erinnert sich noch genau an diesen Abend. Sie hatte sich gerade getrennt, war traurig und musste trotzdem zu einer Veranstaltung. Sich zusammenreißen, hingehen, das Beste daraus machen. Dort kam Barbara Becker auf sie zu. Die beiden kannten sich nicht. Barbara sagte ihr, wie schön sie sei und wie sie strahle.

Für Barbara war es ein kurzer Moment. Für Stefanie blieb er über Jahre wichtig. Immer wenn sie Barbara später in den Medien sah, dachte sie an die Begegnung zurück. Und daran, wie gut ihr diese Worte damals getan hatten.

„Ich habe sie einfach wahrgenommen im Raum“, sagt Barbara bei unserem Gespräch.

Der Name war sofort da

Als sich die beiden Jahre später wiedertrafen, erzählte Stefanie ihr die Geschichte. Und davon, was sie inzwischen machte: Mit der 2021 in München gegründeten Marke BeautifulScents entwickelt sie sogenannte Mood Sprays, bei denen Duftkompositionen mit Edelsteinen verbunden werden.

Barbara hatte gleich eine Idee: gemeinsam ein Spray machen. Auch den Namen lieferte sie mit: „Game Changer“.

Für Stefanie passte das. Schließlich war Barbara mit ihrem Kompliment selbst zu jemandem geworden, der einen schwierigen Abend verändert hatte. Aus der Idee wurde innerhalb weniger Monate ein gemeinsames Produkt.

Koriander, Tolu und ein persönlicher Begleiter

„Game Changer“ verbindet die würzige Frische von Koriander mit Tolu-Balsam, das warm, weich und leicht vanillig duftet. Dazu kommt Bergkristall, der im Konzept der Marke symbolisch für Klarheit und Balance steht.

Wir wollen von Barbara wissen, woran man sie in diesem Duft erkennt. Sie nennt die Wärme des Tolu und die herbe Frische des Korianders. Vor allem aber verbindet sie damit ein kleines Ritual: kurz innehalten und sich einen Moment für sich nehmen. Das kleine Fläschchen hat sie nach eigener Aussage auch unterwegs dabei.

Duft und Erinnerung gehören für sie ohnehin zusammen. Orangenblüten etwa führen sie gedanklich nach Marrakesch, auf eine Reise mit ihrer Mutter. Gemeinsam gingen sie durch einen Orangenhain. Ihre Mutter erzählte ihr damals, dass ein Orangenbaum gleichzeitig blühen und Früchte tragen kann. Wenn Barbara heute Orangenblüten riecht, ist die Erinnerung an diese gemeinsame Zeit wieder da.

Ihr München-Ritual? Erst einmal in die Badewanne

Auch beim Ankommen in München hat Barbara ihre Gewohnheiten. Sie versucht, ein Hotelzimmer mit Badewanne zu bekommen. Sich nach der Ankunft erst einmal hineinlegen: Das gehört für sie dazu.

Und dann haben wir noch eine Frage zu Noah. Bei der Vorstellung seiner Kunstskulptur für Mercedes am Odeonsplatz hatte er uns erzählt, dass ihn sein Weg in München ins Haus der Kunst führt. Barbara kennt den Ursprung dieses Rituals: Bis zu seinem sechsten Lebensjahr war sie regelmäßig mit ihm dort. Erst kürzlich hätten die beiden darüber gesprochen, warum er sich an diesem Ort so wohlfühlt.

Kurz vor 60: Was hat wirklich etwas verändert?

Am 1. November wird Barbara Becker 60. Über sich selbst spreche sie gerade ziemlich viel, sagt sie während des Gesprächs. Da sei es auch einmal schön, wenn jemand anderes erzähle.

Ihr neues Buch „Five Minutes Only“ erscheint am 20. Oktober. Die fünf Minuten versteht sie als Zeit, die man sich im Alltag erst einmal freischaufelt. Für Bewegung, bewusstes Atmen oder einen Blick darauf, wie es einem gerade geht. Daraus darf dann auch mehr werden.

Was war denn nun ihr eigener Game Changer in fast 60 Jahren? Barbara nennt keinen bestimmten Wendepunkt. Sie spricht davon, sich immer wieder daran zu erinnern, dass sie selbst gefragt ist: „Ich bin auch für mein Glück verantwortlich.“

Das gelinge ihr mal leichter und mal weniger leicht. Auch sie müsse sich daran erinnern. Ein Satz, der uns aus diesem Gespräch bleibt – neben dem Kompliment, mit dem die Geschichte von Stefanie und Barbara begann.

Game Changer by Barbara Becker: Das Wichtigste zum Duft

Das Mood Spray entstand gemeinsam mit Stefanie Wirnshofer für ihre Münchner Marke BeautifulScents. Die Duftnoten sind Koriander und Tolu-Balsam; Bergkristall ergänzt das Markenkonzept.

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