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25 Jahre Friedenspreis des Deutschen Films: Jubiläumsgala im Cuvilliés-Theater

Wenige Tage vor der Eröffnung des Filmfest München setzt die Preisverleihung am 23. Juni ein starkes Zeichen für Frieden, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung im historischen Cuvilliés-Theater.

Der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke: Die markanten Brückenskulpturen stehen für Frieden, Verständigung und gesellschaftliche Verantwortung. Fotocredit: Luca Phil Franze / Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.
Der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke: Die markanten Brückenskulpturen stehen für Frieden, Verständigung und gesellschaftliche Verantwortung. Fotocredit: Luca Phil Franze / Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V.

Ab dem 26. Juni wird München wieder zum Treffpunkt der internationalen Filmbranche. Bereits zum 25. Mal wird im Vorfeld der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Rund 450 geladene Gäste aus Film, Kultur, Politik und Gesellschaft werden zu dem festlichen Abend erwartet.

Der von Elisabeth Wicki-Endriss im Andenken an ihren Ehemann, den Regisseur Bernhard Wicki, initiierte Preis wird seit 2002 vergeben. Ausgezeichnet werden Filme und Filmschaffende, die sich in besonderer Weise für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen. Benannt ist die Auszeichnung nach Wickis Antikriegsfilm „Die Brücke“ aus dem Jahr 1959.

Friedenspreis des Deutschen Films – die Auszeichnungen 2026

Im Jubiläumsjahr erhält der Regisseur und Autor Edgar Reitz den Ehrenpreis.
Der nationale Friedenspreis geht an İlker Çatak für „Gelbe Briefe“.
Mit dem internationalen Friedenspreis werden Cherien Dabis und ihr Film „Im Schatten des Orangenbaums“ geehrt.
Den Debütfilmpreis erhält Daniela Magnani Hüller für „Was an Empfindsamkeit bleibt“.

Moderiert wird die Gala von der Schauspielerin und Filmemacherin Benita Sarah Bailey. Das BR Fernsehen überträgt die Preisverleihung am 30. Juni um 23.45 Uhr, 3sat zeigt sie bereits am 27. Juni um 23.45 Uhr. Anschließend soll die Sendung auch in der ARD Mediathek verfügbar sein.

Über den Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds

Hinter den Jugendkinotagen und dem Friedenspreis des Deutschen Films steht der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. in München. Gegründet wurde der Verein 2001 von Elisabeth Wicki-Endriss, der Witwe des im Jahr 2000 verstorbenen Schauspielers und Regisseurs Bernhard Wicki.

Ziel des Vereins ist es, Bildung, Toleranz und Völkerverständigung zu fördern und das filmische Vermächtnis Bernhard Wickis lebendig zu halten. Im Mittelpunkt stehen Filme, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, für Menschenrechte eintreten und sich klar gegen Gewalt, Verfolgung und Ausgrenzung positionieren.

Eine besondere Rolle spielt die Arbeit mit jungen Menschen. Über das Medium Film möchte der Fonds Orientierung geben, zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten anregen und junge Zuschauer darin bestärken, eine eigene Haltung zu entwickeln. Aus diesem Ansatz entstanden 2003 erstmals die Jugendkinotage „Die Brücke“. Das Bildungsprojekt wurde unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Karl Freller und in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München ins Leben gerufen.

Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke

Seit 2002 vergibt der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke. Ausgezeichnet werden Filmschaffende und Werke, die sich in besonderer Weise mit Frieden, Menschenwürde, Toleranz und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen.

Organisiert wird der Preis in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsregierung und der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft SPIO. Unterstützt wird er unter anderem vom Freistaat Bayern, vom FilmFernsehFonds Bayern, von der Landeshauptstadt München, dem Bayerischen Rundfunk, dem Hotel Bayerischer Hof sowie weiteren Partnern und Sponsoren.

Damit ist der Friedenspreis weit mehr als eine klassische Filmauszeichnung. Er versteht Film als gesellschaftliche Kraft: als Medium, das aufklären, berühren, widersprechen und Haltung sichtbar machen kann. Genau darin liegt bis heute die besondere Aktualität des Vermächtnisses von Bernhard Wicki.

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