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Labordiamanten verändern den Schmuckmarkt – und München ist mittendrin

Noch vor wenigen Jahren waren Labordiamanten ein Nischenthema. Heute verändern sie den internationalen Schmuckmarkt spürbar. In den USA trägt bereits rund jeder zweite Verlobungsring einen im Labor gezüchteten Diamanten. Auch Europa holt auf.

Labordiamanten
Gastgeber des Sparkling Lunchs: Münchner Store Manager Jerome Ben Ouattara, Moderatorin Neda Peemüller und Marcel Kamp, Country Manager Central Europe von Diamonds Factory. Fotocredit: Johann Sturz

Beim ersten deutschen Image-Event von Diamonds Factory im Restaurant Raya im neuen Koenigshof München rückte zwischen funkelnden Solitärringen und Tennis Bracelets plötzlich ein Thema in den Mittelpunkt, über das derzeit die gesamte Schmuckbranche diskutiert: Lösen Labordiamanten herkömmliche Diamanten einfach ab?

Vor prominenten Gästen wie Moderatorin Neda Peemüller, Schauspielerin Laura Osswald oder Fotograf Simon Lohmeyer erklärte Marcel Kamp, Regional Sales Manager Central Europe bei Diamonds Factory, weshalb Labordiamanten längst mehr sind als nur eine preisgünstige Alternative.

Vom Industrieprodukt zum Schmuckdiamanten

Dass Diamanten im Labor entstehen können, überrascht viele noch immer. Tatsächlich reicht die Geschichte deutlich weiter zurück. Bereits in den 1950er-Jahren gelang es erstmals, Diamanten unter hohem Druck und hoher Temperatur künstlich herzustellen. Damals dienten sie allerdings ausschließlich industriellen Anwendungen – etwa für Schneidwerkzeuge oder Präzisionsinstrumente.
Erst das sogenannte CVD-Verfahren (Chemical Vapour Deposition) eröffnete Ende der 1990er-Jahre neue Möglichkeiten. Dabei wächst der Diamant Schicht für Schicht auf einem winzigen Diamantkristall heran. Das Ergebnis besitzt dieselben physikalischen Eigenschaften wie ein Naturdiamant.
Seit Mitte der 2010er-Jahre entwickelte sich daraus ein eigenständiger Markt für hochwertigen Diamantschmuck.

Warum sich immer mehr Paare für Labordiamanten entscheiden

Der Preis spielt eine wichtige Rolle – aber längst nicht die einzige. Labordiamanten kosten häufig deutlich weniger als vergleichbare Naturdiamanten. Dadurch werden größere Steine oder höhere Reinheitsgrade für viele Käufer erschwinglicher.
Gleichzeitig bieten sie Schmuckdesignern wesentlich mehr gestalterische Freiheit. Größen, Schliffe und sogar bestimmte Farbtöne lassen sich gezielt realisieren.
„Viele Kunden möchten heute selbst entscheiden, welche Eigenschaften ihr Diamant haben soll“, erklärte Marcel Kamp im Gespräch.

Labordiamanten
Country Manager Marcel Kamp legt Influencerin Julia Pohl (#glücksmutter) eine Halskette mit Labordiamanten an. Für das bloße Auge ist der Unterschied zu einem Naturdiamanten nicht erkennbar. Foto: Johann Sturz

Nachhaltigkeit verändert den Luxusmarkt

Viele Käufer achten heute stärker auf Herkunft, Transparenz und Nachhaltigkeit als noch vor wenigen Jahren. Während Naturdiamanten über Millionen Jahre tief im Erdinneren entstehen und anschließend aufwendig abgebaut werden, entstehen Labordiamanten unter kontrollierten Bedingungen.
Für viele Käufer spielen Transparenz, Herkunft und Nachhaltigkeit inzwischen eine ebenso große Rolle wie Karat oder Reinheit.
Auch prominente Persönlichkeiten treiben die Entwicklung mit voran. Schauspieler Leonardo DiCaprio investierte nach seinem Film Blood Diamond in das US-Unternehmen Diamond Foundry und unterstützt bis heute die Entwicklung laborgezüchteter Diamanten als nachhaltige Alternative zum klassischen Diamantenabbau.

Naturdiamant oder Labordiamant?

Trotz aller Entwicklungen bleibt der Naturdiamant etwas Besonderes. Er ist ein Naturprodukt, das über Millionen Jahre entstanden ist und für viele Käufer aufgrund seiner Seltenheit einen hohen emotionalen Wert besitzt.

Labordiamanten hingegen richten sich an Käufer, die Wert auf moderne Herstellung, Transparenz und ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Durch einen deutlich niedrigeren Einstiegspreis sprechen sie damit eine neue Generation von Käufern an. Die Entscheidung ist deshalb heute weniger eine Frage von „besser oder schlechter“, sondern vielmehr der persönlichen Prioritäten.

München wird zum wichtigen Standort

Dass Diamonds Factory sein erstes großes deutsches Image-Event ausgerechnet in München veranstaltete, ist kein Zufall. Deutschland zählt für das Unternehmen zu den wichtigsten Wachstumsmärkten Europas. Bereits heute betreibt Diamonds Factory einen Store in der Kaufinger Tor Passage nahe dem Marienplatz. Weitere Standorte in Hamburg und Köln sollen folgen. Doch auch online entscheiden sich immer mehr für den Kauf von Diamantschmuck. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben inzwischen in 27 Ländern vertreten und setzt auf ein Konzept, das Online-Beratung mit stationären Showrooms verbindet.

Ein Markt im Wandel

Die Diskussion ist längst keine Frage von richtig oder falsch. Vielmehr erweitert sich der Markt um eine Alternative, die vor wenigen Jahren kaum jemand auf dem Schirm hatte. Dass ausgerechnet München zum Schauplatz des ersten großen Deutschland-Events von Diamonds Factory wurde, zeigt, wie dynamisch sich diese Entwicklung inzwischen auch hierzulande vollzieht.

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