München hat viele Sommerfeste. Doch nur bei wenigen Veranstaltungen dauert der Weg vom Eingang zur ersten Begrüßung länger als geplant. Hier ein Händedruck, dort eine Umarmung, ein Wiedersehen nach Monaten, ein spontanes Gespräch zwischen alten Bekannten. Wer am Donnerstagabend den Innenhof des Brenner betrat, merkte schnell, dass es bei diesem Sommerfest weniger um Sehen und Gesehenwerden geht als um die Menschen dahinter.

Nur wenige Termine schaffen es Jahr für Jahr, so unterschiedliche Menschen an einem Ort zusammenzubringen wie das Sommerfest von Brenner-Gastgeber Rudi Kull. Rund 600 Gäste waren letzten Donnerstag in den Innenhof an der Maximilianstraße gekommen. Unternehmer trafen auf Kulturschaffende, Hoteliers auf Medienvertreter, langjährige Stammgäste auf neue Gesichter. Zwischen Franciacorta, Rosé und italienischen Spezialitäten wurde gelacht, diskutiert und auf den Sommer angestoßen. Gerade dieses Miteinander macht den Abend seit Jahren zu einer festen Größe im Münchner Gesellschaftskalender.
Ein persönlicher Moment für Gastgeber Rudi Kull
Bei aller Betriebsamkeit gab es auch einen ruhigeren Moment. Rudi Kull zeigte sich gemeinsam mit seiner Frau Irina und Tochter Alina. Für viele Gäste ein seltenes Bild, denn meist stehen beim Gastgeber seine Besucher im Mittelpunkt.
Dass Familie, Freundschaften und langjährige Wegbegleiter im Brenner eine wichtige Rolle spielen, war an diesem Abend spürbar. Das Restaurant ist längst mehr als eine gastronomische Institution. Über die Jahre ist rund um das Haus ein Netzwerk entstanden, das weit über die Münchner Gastronomieszene hinausreicht.
Kaum hatte er einen Gast begrüßt, wartete schon der nächste Händedruck. Wer Rudi Kull an diesem Abend beobachtete, bekam eine Vorstellung davon, wie groß das Netzwerk ist, das er über Jahrzehnte aufgebaut hat.
Darunter waren unter anderem Finanzexperte Jens Ehrhardt, Unternehmer Herbert Kloiber, Charlotte Knobloch, Bayerische-Staatsoper-Intendant Serge Dorny, Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann oder Rabea Möller, General Managerin des Königshof München.

Dazu kamen zahlreiche Unternehmer, Vertreter traditionsreicher Münchner Familien, Kulturschaffende, Medienmacher und Freunde des Hauses. Wer durch den Innenhof ging, traf auf Gäste aus ganz unterschiedlichen Bereichen – oft verbunden durch gemeinsame Projekte oder die Freude an einem ungezwungenen Sommerabend.

Gespräche statt großes Programm
Auffällig ist seit jeher, dass das Brenner Sommerfest kein aufwendiges Unterhaltungsprogramm braucht. Es gibt keine große Bühne, keinen Show-Act und keinen Stargast, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Gespräche sind das Programm.
Was auffiel: Niemand musste an diesem Abend unterhalten werden. Die Gäste unterhielten sich selbst. Vielleicht erklärt genau das, warum das Sommerfest seit Jahren funktioniert. Zwischen den Tischen bildeten sich kleine Gruppen, alte Bekannte begrüßten sich, neue Kontakte wurden geknüpft. Viele Gäste kennen sich seit Jahren, andere begegnen sich hier zum ersten Mal. Gerade diese Mischung aus Vertrautheit und Offenheit verleiht dem Abend seinen besonderen Charakter.
Warum die Einladung so begehrt ist
In einer Stadt mit unzähligen Veranstaltungen gelingt nur wenigen Gastgebern, über Jahre hinweg dieselbe Anziehungskraft zu bewahren. Rudi Kull gehört dazu. Vielleicht liegt das daran, dass beim Brenner Sommerfest nicht die Inszenierung im Mittelpunkt steht, sondern die Begegnung. Der Abend lebt von den Menschen, die kommen, den Gesprächen, die entstehen, und dem Gefühl, Teil eines gewachsenen Münchner Netzwerks zu sein.

Als die Dämmerung über der Maximilianstraße einsetzte, standen viele Gäste noch immer im Innenhof beisammen. Hier wurde diskutiert, dort gelacht, dazwischen wurden Telefonnummern ausgetauscht und Verabredungen getroffen. Genau diese Mischung aus Begegnung, Vertrautheit und neuen Impulsen macht das Brenner Sommerfest seit Jahren zu einem der beliebtesten Termine des Münchner Sommers.

Service
Brenner Grill, Maximilianstraße 15, 80539 München
Das traditionelle Brenner Sommerfest findet jährlich im Innenhof des Restaurants statt und zählt seit Jahren zu den bekanntesten gesellschaftlichen Sommerveranstaltungen der Stadt.


