Für sein neues Kunstwerk hat Noah Becker selbst Mercedes-Schlüssel gesucht und dafür eine kleine Weltreise unternommen. Die meisten fand er in Manchester. 300 stecken jetzt in seiner Skulptur, die er bei Mercedes-Benz am Odeonsplatz präsentierte.

Hinter so einem fertigen Kunstwerk steckt manchmal eine Geschichte, die man ihm auf den ersten Blick nicht ansieht. Bei Noah Becker beginnt sie mit der Suche nach alten Mercedes-Schlüsseln. Er wollte sie selbst finden, zusammentragen und daraus etwas Neues machen. Besonders ergiebig war seine Suche in Manchester.
Am 14. Oktober stand das Ergebnis im Mercedes-Benz Studio am Odeonsplatz: 300 Schlüssel aus unterschiedlichen Epochen, eingebettet in transparentes Kunstharz. Entstanden ist die Skulptur zum 140-jährigen Jubiläum der Erfindung des Automobils. Beim Zuhören interessierte uns aber vor allem, was Noah selbst mit diesen Fundstücken verbindet.
Für ihn stehen Schlüssel für Mobilität, für Möglichkeiten und für die Geschichten ihrer früheren Besitzer. Wer war mit ihnen unterwegs? Wohin führten die Fahrten? Was haben die Menschen dabei erlebt? Die Schlüssel sind noch da, ihre Geschichten bleiben offen.
Becker’s München Ritual: Erst einmal ins Haus der Kunst
Auch über München erzählte Noah an diesem Abend etwas Persönliches. Hier wurde er geboren, und wenn er zurückkommt, hat er ein Ritual: Er geht ins Haus der Kunst. Auch vor der Präsentation hatte er dort vorbeigeschaut.
Von diesem Besuch kam er auf das zu sprechen, was ihm wichtig ist: miteinander reden, einander zuhören, mehr Verständnis füreinander entwickeln. Seine Gedanken zu den Schlüsseln führten deshalb immer wieder zu den Menschen dahinter.
Und die übrig gebliebenen Exemplare? Die gehören vorerst zur Entstehungsgeschichte. Auch eine kleine Weltreise liefert offenbar mehr Material, als in ein Kunstwerk passt.
Noah an den Decks, Barbara mit „Good Vibes“
Nach der Präsentation wechselte Noah selbst ans DJ-Pult und lieferte den Sound zum weiteren Abend. Auch seine Mutter Barbara Becker schaute vorbei. Sie hatte „Game Changer“ von der Münchner Marke BEAUTIFULSCENTS dabei und versprühte schon einmal ein paar „Good Vibes“. So wurde aus der Kunstpräsentation ein Abend mit Musik und einem kleinen Duft-Vorgeschmack: „Game Changer“ wird am 16. Oktober offiziell vorgestellt.
Warum Mercedes Noah Becker ins Spiel bringt
Der Anlass führt zurück ins Jahr 1886, als Carl Benz sein Automobil zum Patent anmeldete. 140 Jahre später feiert Mercedes-Benz diese Geschichte unter dem Motto „140 Years of Innovation“ – und gab Noah Becker dafür eine eigene Skulptur in Auftrag. Zur internationalen Jubiläumstour „140 Years. 140 Places“ machte die Marke auch am Münchner Odeonsplatz Station. Beckers Schlüssel aus unterschiedlichen Epochen passen dazu: Jeder war einmal im Gebrauch, öffnete ein Auto, gehörte zu einem Leben. In seiner Skulptur werden daraus Erinnerungsstücke, die gemeinsam etwas Neues ergeben.