Schöne Räume begeistern viele Menschen. Welche Berufe dahinterstecken, ist weniger bekannt. Beim Opening von Sophia Lauton 360° Crafted im Münchner Ludwigpalais stellte Viktoria Lauterbach ein geplantes Filmprojekt vor: Für „Meet your master next generation“ soll der Ausbildungsberuf des Raumausstatters sichtbar werden.

Stoffe auswählen, Möbel aufarbeiten, Böden gestalten: Wer Räume einrichtet, verbindet gestalterische Entscheidungen mit handwerklichem Können. Doch wie sieht der Arbeitsalltag dahinter aus? Und wäre das vielleicht ein Beruf für mich? Solche Fragen soll ein Film beantworten, der bei Sophia Lauton 360° Crafted geplant ist.
Davon erzählte Viktoria Lauterbach Ende Oktober bei der Eröffnung des neuen Showrooms im Ludwigpalais. Für die digitale Lernplattform „Meet your master next generation“ sollen kurze Videos jungen Menschen unterschiedliche Ausbildungsberufe näherbringen. Sophia Lauton soll dabei Einblicke in den Beruf des Raumausstatters ermöglichen.
„Der Nachwuchs ist oft überfordert, die passende Ausbildung zu finden. Wir wollen zeigen, welche Facetten der Beruf hat“, erklärte Lauterbach. Das Vorhaben befindet sich noch in Planung.
Was hinter fertig eingerichteten Räumen steckt
Ein fertiger Raum zeigt das Ergebnis. Die Arbeit davor bleibt Besuchern meist verborgen: Materialien beurteilen, Farben abstimmen, Stoffe verarbeiten und Lösungen finden, die zu einem Haus und seinen Bewohnern passen.
Bei Sophia Lauton trifft Interior Design auf die Praxis der Raumausstattung. Zum Familienunternehmen gehören eigene Werkstätten in Markt Schwaben. Geschäftsführerin Sahar Essmann betonte beim Opening, welchen Stellenwert diese Arbeit für das Unternehmen hat: Qualität und echtes Handwerk seien die Grundlage – sowohl bei ausgewählten Einrichtungspartnern als auch in den eigenen Werkstätten.
Für die geplante filmische Vorstellung des Berufs bietet das einen konkreten Ausgangspunkt. Junge Menschen könnten sehen, wie aus einer Gestaltungsidee etwas entsteht, das später täglich benutzt wird. „Wir freuen uns über jedes Unternehmen, das uns unterstützt, und Sahar macht den Anfang“, sagte Viktoria Lauterbach über die beabsichtigte Zusammenarbeit.
Viktoria Lauterbachs Leidenschaft fürs Einrichten
Dass Lauterbach sich für Räume und ihre Gestaltung interessiert, wurde an diesem Abend schnell deutlich. „Was nicht alle wissen: Ich backe und koche nicht nur gerne, sondern ich liebe es auch einzurichten. Ich könnte immer wieder die Räume bei uns zu Hause neugestalten.“
Im neuen Showroom interessierte sie sich besonders für Tapeten und Böden. „Hier bekommt man wunderbare Interieur-Ideen. Auch die Böden sind großartig. Wenn ich nach Hause gehe, werde ich gleich schauen, wo ich als Nächstes etwas umgestalte“, erzählte sie.
Wer bei ihr zu Hause die Einrichtung bestimmt? „Bei der Einrichtung bin meistens ich federführend. Heiner sagt dann, ob es ihm gefällt oder nicht“, verriet sie schmunzelnd. Mit dem geplanten Ausbildungsfilm richtet sich der Blick nun auch auf die Menschen, die solche Veränderungen umsetzen – und auf die Fähigkeiten, die sie dafür erlernen.

Sophia Lauton eröffnet im Münchner Ludwigpalais
Den Rahmen für die Ankündigung bildete die Eröffnung von Sophia Lauton 360° Crafted an der Ludwigstraße 10. Der vergrößerte Showroom im historischen Ludwigpalais soll zeigen, wie Möbel, Stoffe, Oberflächen, Kunst und handwerklich gefertigte Einzelstücke zusammenwirken.
„Wir vergrößern unseren Showroom und machen Raum für alles, was uns ausmacht – echtes Handwerk, individuelle Gestaltung, besondere Materialien und Interior, das mit Persönlichkeit entsteht“, erklärte Sahar Essmann.
Rund 150 Gäste kamen zum Opening. Unter ihnen waren Textilunternehmer Dr. Daniel Terberger, Galeristin Sarah Kronsbein, Alexander Entov von Breuninger München, Sanjiv Singh von Ingolstadt Village oder Rechtsanwalt Johannes Berlinger.
Terberger hatte seine beruflichen Termine eigens auf das Opening abgestimmt: „Mode und Design, das gehört einfach zusammen.“ Sarah Kronsbein, die selbst mit Interior Design begonnen hatte, würdigte den Mut, einen solchen Ort zu schaffen: „Mit diesem Showroom kommt wieder echtes Leben in die Stadt und wir sehen etwas Wunderschönes: neue Designs und neue Interior-Gedanken.“
Auch Rechtsanwalt Johannes Berlinger, der für Burda tätig ist, war unter den Gästen. Er beschrieb, warum die Gestaltung des eigenen Zuhauses weit über Einrichtungsfragen hinausgeht: „Wenn wir uns zu Hause wohlfühlen, wirkt das wie ein positiver Multiplikator für das ganze Leben.“
Zu entdecken sind im Showroom unter anderem Möbel von Walter Knoll sowie Kunst derzeit von Felix Eckardt und Iris Marisa Neuner. Essmann versteht den neuen Standort auch als Begegnungsstätte für Künstler und Designer.

Eine Verbindung zum Restaurant Pageou
Auch die kulinarische Begleitung hatte einen Bezug zur Arbeit des Unternehmens: Das Team von Ali Güngörmüş versorgte die Gäste am Eröffnungsabend. Sophia Lauton hat das Münchner Restaurant Pageou des Spitzenkochs neu gestaltet.
Die Zusammenarbeit vermittelte Daniela Giller von Magari International, die auch das Opening konzipierte. Damit kam an diesem Abend zusammen, was bei der Gestaltung eines Restaurants eng verbunden ist: Einrichtung, Atmosphäre und Gastlichkeit.
Den Ausbildungsberuf Raumausstatter kennenlernen
Das geplante Filmprojekt setzt bei einer Frage an, die über den Eröffnungsabend hinausreicht: Wie sollen junge Menschen einen Beruf für sich entdecken, wenn sie seine Möglichkeiten kaum kennen?
Ein Blick in die Werkstätten und auf konkrete Aufgaben könnte den Raumausstatterberuf greifbarer machen. Die prominente Unterstützung verschafft dem Vorhaben Aufmerksamkeit. Was den Beruf ausmacht, sollen die Menschen zeigen, die ihn ausüben.
Wie Sahar Essmann selbst als Kundin zu Sophia Lauton kam und warum für sie persönliche Einrichtung auch mit dem Erhalt vorhandener Materialien zu tun hat, erzählt sie in unserem ausführlichen Gespräch: → Sophia Lauton 360° Crafted: Ein teures Sofa macht noch kein Zuhause
Sophia Lauton 360° Crafted
Ludwigpalais · Ludwigstraße 10 · 80539 München


