Sonntag , September 26 2021
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Gentlemen Art Lunch im Mandarin Oriental

Ein Netzwerktreffen zu organisieren ist schon in normalem Umständen eine Herausforderung – in pandemischen stellt sich die Frage: Lohnt sich der Aufwand? Konkret: 100 Männer in Führungspositionen zu einem Gentlemen Art Lunch zu bitten, wenn der Impfstatus jedes Gastes ebenso abgefragt werden muss wie mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wenn das Hygienekonzept der Veranstaltung so umfangreich ist wie ein durchschnittlicher Mietvertrag?
Gentlemen Art Lunch mit Alexander Mazza, Dr. Sonja Lechner und Mandarin Oriental München Hoteldirektor Dominik Reiner.
Alexander Mazza, Dr. Sonja Lechner und Mandarin Oriental München Hoteldirektor Dominik Reiner. Fotocredit: Stefan Heigl
Dr. Sonja Lechner, Geschäftsführerin von Kunstkonnex Artconsulting, ist der Überzeugung, dass es sich immer lohnt, Netzwerke zu generieren: „Ich glaube an die Kraft von Netzwerken: Ich glaube daran, dass Menschen, die Entscheidendes bewirken, die die Welt in ihrem Bereich ein Stück weit verändern, die Eigenverantwortung vor einen Anspruch an Staat und Gesellschaft stellen, im Zusammenkommen ihr Wirken potenzieren können und müssen – gerade in präzedenzlosen Zeiten wie den unseren. 
Entsprechend lud sie sie Unternehmer, CEOs, Ärzte, Künstler, Galeristen, Auktionatoren, Journalisten bis hin zum Staatsminister ein. Viele bleiben allerdings Namen auf einer Warteliste, durfte doch nur ein Bruchteil derjenigen zum Gentlemen Art Lunch erscheinen.
Zunächst sollte auf der Dachterrasse gefeiert werden, doch das Wetter spielte nicht mit. So wurde im hauseigenen Restaurant Matsuhisha die Neuausrichtung der Zukunft nach Corona thematisiert. Der strömende Regen verlagerte das Geschehen jedoch zunächst in das Restaurant.

Chance für einen Neubeginn

Die Tischordnung allein hat die Gastgeberin ein Wochenende gekostet: „Mit ist Interdisziplinarität wichtig, weshalb ich gerne Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen zusammensetze.“
In ihrer Rede rief Lechner dann zum Handeln auf, gerade jetzt: „Wir dürfen in der gegenwärtigen Situation nicht nur Schadensbegrenzung betreiben, um möglichst schnell zum Status quo ante zurückzukehren. Es muss vielmehr der umfassenden Krise geantwortet werden. Wenn wir das, was unser herausragendes deutsches Grundgesetz im ersten Artikel definiert, durch unser Agieren langfristig global umzusetzen versuchen, und darüber hinaus nicht nur die Würde des Menschen für unantastbar erklären, sondern eben auch die der Umwelt, dann kann der jetzt notwendige Paradigmenwechsel initiiert werden – durch den Schutz von Mensch und Natur in der Neudefinition künftiger Arbeitswelten, durch Verzicht auf unnötige Dienstreisen u.v.m. Begreifen wir das Leben nicht mehr nur als Geschenk, sondern auch als Aufforderung, als Aufforderung an jeden einzelnen von uns, seinen individuellen Beitrag zu leisten! 
Natürlich ging es beim diesjährigen Gentlemen Art Lunch auch um die Kunst. So durfte eine Führung durch die Ausstellung in der Lobby des Hotels Iris von Carnap . Wasserland“ nicht fehlen.
Gentlemen Art Dinner
Prof. Hartmut Kunstmann, Josef Schmid und Peter Hansen. Fotocredit: Stefan Heigl

Beim Gentlemen Art Lunch mit dabei

Mit dabei waren: Michael Amberger (Allguth Tankstellen), Moritz Freiherr von Crailsheim (Sammler), Dr. Roger Diederen (Direktor Kunsthalle München), Conrado Dornier (Dornier Aerowings), Georg Eisenreich (Staatsminister der Justiz), Prof. Thomas Girst (Leiter BMW Kulturengagement), Sebastian Goller (GF P1), Dr. Wolfgang Heubisch (FDP), Prof. Christian Kaeser (Siemens Kulturstiftung), Dr. Rupert Keim (Karl & Faber), Prof. Bernhard Maaz (Generaldirektor Bayerische Staatsgemäldesammlungen), Alexander Mazza (Moderator), Alexander Mettenheimer (Unternehmer), Joseph Schmid (ehemaliger Bürgermeister München), Prof. Dr. Werner Weidenfeld (Direktor CAP), Gerhard Wöhrl (Multi-Unternehmer) uvm.

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