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Biohacking für High Performer: Warum Shilajit als „Schwarzes Gold“ des Himalaya Aufmerksamkeit erhält

Auf den Schreibtischen internationaler Manager und in ganzheitlich orientierten Gesundheitskonzepten taucht derzeit ein uraltes Naturprodukt immer häufiger auf: Shilajit. Auch Münchner Experten beschäftigen sich mit dem Stoff aus dem Himalaya. Eine Einordnung zwischen Tradition, Trend und Qualitätsfrage.

Shilajit Wirkung
Das „schwarze Gold“ der Berge: Shilajit aus dem Himalaya steht sinnbildlich für die Verbindung von Tradition und modernem Biohacking. Bild: KI-generiert nach einer redaktionellen Idee von Exklusiv München

Der neue Hype um Shilajit

Müde, aber der Tag ist noch lang? In vielen Büros gehört der Espresso nach wie vor zum festen Ritual. Parallel dazu wächst jedoch das Interesse an alternativen Routinen, insbesondere in der sogenannten Biohacking-Szene – einer Bewegung, die sich mit der bewussten Optimierung von Lebensstil, Ernährung und mentaler Leistungsfähigkeit befasst. In diesem Umfeld fällt zunehmend ein Name: Shilajit.

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt – eine dunkle, harzartige Substanz -, ist im asiatischen Raum seit Jahrhunderten bekannt. Shilajit entsteht durch die langsame Zersetzung pflanzlicher Materialien im Hochgebirge und tritt vor allem in Regionen des Himalaya und Altai-Gebirges auf. In Europa wird der Stoff aktuell neu entdeckt, vor allem im Kontext ganzheitlicher Lebensstile.

Ein Blick aus München: Tradition trifft Gegenwart

Dass es sich bei Shilajit nicht ausschließlich um ein kurzlebiges Social-Media-Phänomen handelt, zeigen auch Stimmen aus der medizinisch-ganzheitlichen Szene. Der Münchner Arzt Ulrich Bauhofer, bekannt für seine langjährige Beschäftigung mit Ayurveda, hat dem Stoff zuletzt gleich mehrere Videoformate gewidmet.

In kurzen Beiträgen wie „Shilajit: Ayurvedisches Naturharz für Energie & Gesundheit“ sowie „Shilajit: Natürliche Energie & Hormonbalance“ ordnet Bauhofer das dunkle Harz aus ayurvedischer Perspektive ein. Die Videos, die innerhalb weniger Monate jeweils zehntausende Aufrufe erzielt haben, spiegeln das wachsende Interesse an traditionellen Substanzen im Kontext moderner Leistungs- und Longevity-Diskurse wider.

Bauhofer bezeichnet Shilajit dabei als sogenanntes „Rasayana“ – ein Begriff aus der ayurvedischen Lehre für Substanzen, die traditionell mit Vitalität und Regeneration in Verbindung gebracht werden. Seine Ausführungen bewegen sich bewusst auf der Ebene kultureller und erfahrungsbasierter Einordnung und verstehen sich ausdrücklich nicht als medizinische Empfehlung.

Warum Shilajit im Biohacking-Umfeld diskutiert wird

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen vor allem die natürlichen Bestandteile von Shilajit, insbesondere Fulvinsäure sowie eine Vielzahl an Spurenelementen. In der Praxis berichten Anwender von einer anderen Art der Wachheit im Vergleich zu klassischen koffeinhaltigen Getränken – ohne dies als Wirkversprechen zu verstehen.

In der traditionellen Verwendung wird Fulvinsäure häufig als Bestandteil komplexer Naturstoffe beschrieben, die in ganzheitlichen Lehren eine Rolle spielen. Diese Aspekte basieren auf historischer Anwendung und individuellen Erfahrungsberichten, nicht auf von der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.

Harz oder Kapsel – eine Frage der Anwendung

Puristen bevorzugen das naturbelassene Harz, das in warmem Wasser gelöst wird. Geschmacklich gilt es als erdig und intensiv – Eigenschaften, die häufig als Hinweis auf geringe Verarbeitung interpretiert werden. Für den strukturierten Alltag greifen andere zu Shilajit in Kapselform. Hier lohnt ein genauer Blick auf die Zusammensetzung, insbesondere auf Zusatzstoffe und die Herkunft des Rohmaterials.

Qualitätsfrage: Worauf zu achten ist

Da Shilajit ein Naturprodukt aus Gesteinsschichten ist, variiert die Qualität erheblich. Seriöse Anbieter legen daher besonderen Wert auf Transparenz und Analysen.

Wichtige Kriterien:

Herkunft: Hochwertiges Shilajit stammt in der Regel aus Hochlagen des Himalaya oder Altai-Gebirges.

Laboranalysen: Unabhängige Prüfungen auf Schwermetalle wie Blei, Arsen oder Cadmium gelten als essenziell.

Aufbereitung: Eine sorgfältige Reinigung ist entscheidend, um natürliche Verunreinigungen auszuschließen.

Konsistenz: Echtes Harz reagiert auf Temperatur – es wird bei Wärme weich und bei Kälte fest.

Redaktionelle Einordnung

Für Shilajit bestehen derzeit keine von der Europäischen Union zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Die hier beschriebenen Aspekte beruhen auf traditioneller Anwendung, Experteneinschätzungen und individuellen Erfahrungsberichten. Sie ersetzen keine medizinische Beratung. Wer sich vertiefend mit der wissenschaftlichen Bewertung befassen möchte, findet in der pharmazeutischen Fachpresse – etwa in der Deutschen Apotheker Zeitung – eine fundierte Einordnung der aktuellen Studienlage.

Fazit: Altes Wissen, neu betrachtet

Shilajit ist ein Beispiel dafür, wie traditionelles Wissen in modernen Lebensstilen neu interpretiert wird. Zwischen jahrhundertealter Überlieferung und zeitgenössischem Biohacking bewegt sich der Stoff in einem Spannungsfeld aus Neugier, kultureller Praxis und Qualitätsbewusstsein. Wer sich damit beschäftigt, sollte weniger auf schnelle Effekte als auf Herkunft, Transparenz und Einordnung achten – eine Haltung, die in einer Stadt wie München durchaus Anklang findet.

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