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Exklusive Vernissage ‚Tobias Stutz – Wohnwelten‘ im Mandarin Oriental

Kann man eine Ausstellung eröffnen, wenn ein demokratisches Land in Europa überfallen wurde und wenige Stunden von München entfernt ein Krieg tobt? Darf man es? Gastgeber Dominik Reiner, Direktor des Mandarin Oriental, entschied im Austausch mit dem Künstler Tobias Stutz und der Kuratorin Dr. Sonja Lechner: Die Eröffnung findet statt und 50 Prozent aller Verkaufserlöse werden an die Flüchtlingshilfe für die Ukraine ‚Münchner Freiwillige‘  gespendet.
Vernissage im Mandarin Oriental München zur Ausstellung Wohnwelten. Künstler Tobias Stutz mit Kuratorin Dr. Sonja Lechner. Fotocredit: Stefan Heigl
Vernissage im Mandarin Oriental München zur Ausstellung ‚Tobias Stutz – Wohnwelten‘. Künstler Tobias Stutz mit Kuratorin Dr. Sonja Lechner. Fotocredit: Stefan Heigl

Bauhaus-Architektur als Inspirationsquelle für Kunst

Der Krieg war omnipräsentes Thema, nicht nur unter den Gästen, die sich austauschten, wie am besten zu helfen sei, sondern auch in der Rede von Kuratorin Dr. Sonja Lechner. Denn die Motivwahl des Künstlers gründete sich in der Nachkriegszeit, derjenigen des Ersten Weltkrieges, dessen Nachwehen die heutige Situation mitverursacht haben. 1919 gründete Walter Gropius das Bauhaus im thüringischen Dessau. Seine Bauten und Derivate sind es, die Tobias Stutz in Öl auf die Leinwand bannt.

Warum? „Weil die Bauhaus-Architektur im weitesten Sinne einen schier unerschöpflichen Quell an Inspirationen darstellt: die klare, aufgeräumte und puristische Formensprache und die Möglichkeit, als Maler „grafische“ und „malerische“ Qualitäten in Form von hart begrenzenden Linien und weichen Flächen zu kontrastieren“, so der Künstler.
Gastgeber Dominik Reiner, Direktor des Mandarin Oriental, vor einem Bild aus der Ausstellung 'Tobias Stutz - Wohnwelten. Fotocredit:
Gastgeber Dominik Reiner, Direktor des Mandarin Oriental, vor einem Bild aus der Ausstellung ‚Tobias Stutz – Wohnwelten. Fotocredit: Stefan Heigl
Dr. Sonja Lechner in ihrer Rede: „Tobias Stutz huldigt in seinem Werk dem Paradigmenwechsel, den das Bauhaus darstellt. Seine Gemälde setzen den Ikonen der Ära ein Denkmal und entpodestieren sie zugleich: Nicht die Entrücktheit architektonischer Meisterwerke steht im Fokus seines künstlerischen Interesses, nicht die Unnahbarkeit museal gewordener Bauten, sondern die Würdigung dessen, was am Anfang der Bauhausidee stand. Architektur als Spiegel des Lebens zu begreifen und damit wohnlich im Wortsinne zu machen, für jedermann. In der Ausschnitthaftigkeit seiner Kompositionen, der Reduktion auf Form und Farbe, führt Tobias Stutz dem Betrachter das Prinzip des „weniger ist mehr“ dinglich vor Augen.

Künstlerischer Blick auf den Bau

Ob Tobias Stutz Bauten der Bauhausmeister, oder Ikonen von Le Corbusier und Frank Lloyd Wright oder deren Derivate in Form von industriell gefertigten Wohnblocks zum Darstellungsgegenstand erhebt, stets begegnet er der dargestellten Moderne mit einer delikaten Lichtstimmung, die Nüchternheit verhindert und Nähe vermittelt. Die Variationsbreite der Bauhaus-Ausformungen wird somit individualisiert.
Fritz Esterer zeigte sein neues Headquarter im neuen Werksviertel Mitte. Fotocredit: Stefan Heigl
Bei Champagner und Fingerfood berichtete Fritz Esterer, CEO WTS Steuerberatungs AG, von seinem neuen Bauvorhaben. Er renoviert gerade ein historisches Gebäude am Kunstpark Ost für seine 1.400 Mitarbeiter. Im November soll das alte, neue Bürogebäude bezogen werden. Kunst wird dann auch in diesem Gebäude zu bewundern sein. Das Kunstkonzept erstellte Dr. Sonja Lechner.

Unter den Tobias Stutz – Wohnwelten Vernissage-Gästen

Sabine und Tom Bachmaier (PIN), Cico Gräf (Galerie Filser & Gräf), Prof. Bettina Reitz (Präsidentin der HFF München), Veronika Rost (GF Estee Lauder Deutschland), Laura Schieferle (Leiterin Kunstareal), Andrea Schoeller (Schoeller & Rehlingen PR), Gábor Tordai-Lejkó (Ungarischer Generalkonsul), Gerhard Wöhrl (Wöhrl) uvm
Dank einer Sonderspende von WTS über 5.000 € kamen allein am Vernissage-Abend 15.000 € an Spenden für die Flüchtlingshilfe zusammen.

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