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Audi baut Mond-Rover: Audi lunar quattro

Der mit mehr als US$ 30 Millionen dotierte Google Lunar XPRIZE ist ein Raumfahrt-Wettbewerb. Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt machen dabei mit. Gewinnen wird nur der, dessen Mond-Auto mindestens 500 Meter zurücklegt und hochaufgelöste Bilder zur Erde zurücksendet. Von 30 Teilnehmern sind aktuell noch fünf Teams im Rennen. Die Part-Time Scientists mit dem Audi lunar quattro sind dabei das einzige Team aus Deutschland. Alles über die mobile Mission zum Mond!

Ende 2017 wird der Audi Luna quattro auf dem Mond fahren. Fotocredit: Audi AG
Ende 2017 wird der Audi Luna quattro auf dem Mond fahren. Fotocredit: Audi AG

‚Wir sind stolz, dem Mond-Rover wichtige Gene der Vier Ringe mitgegeben zu haben: Er ist ein quattro, hat eine e-tron Batterie an Bord, fährt pilotiert und bringt einen intelligenten Materialmix mit,‘ sagt Michael Schöffmann, Leiter Audi Getriebeentwicklung und Koordinator der Entwicklung des Audi lunar quattro. ‚Die Zusammenarbeit mit den Part-Time Scientists ist auch für uns sehr bereichernd: Wir betreten mit dem Audi lunar quattro technologisches Neuland und können viel über das Verhalten von Fahrzeugkomponenten unter Extrembedingungen lernen.‘

2015 begann die gemeinsame Mission von Audi und der deutschen Ingenieursgruppe Part-Time Scientists. 16 Audi-Experten haben den Rover für die Mondmission optimiert. In den vergangenen Monaten arbeiteten die Audi-Experten an der intelligenten Allradverteilung, optimierten die Hochleistungselektronik und ließen ihr Know-how beim Thema pilotiertes Fahren in die Entwicklung einfließen. Um die Stabilität zu erhöhen und Kontaktfläche zu gewinnen, vergrößerten Ingenieure und Designer den Rover und seine Räder. Gleichzeitig reduzierten sie sein Gewicht durch einen optimalen Materialmix und mit Hilfe von 3D-Aluminium-Druck von 38 auf 30 Kilogramm. In aufwendigen Test, beispielsweise in der Audi Sonnensimulationskammer, konnten zudem die extremen Bedingungen des Mondes nachgestellt werden. Damit wurde die Tauglichkeit der Rover-Komponenten geprüft.

Sportliche Mond-Mission

Auf dem Mond wird sich der Audi lunar quattro mithilfe von vier Kameras orientieren. Mit ihnen kann er Gegenstände untersuchen, 3D-Aufnahmen und 360-Grad-Bilder machen. Ein beliebtes Motiv wird dabei der Rover der Apollo 17 Mission sein, der noch immer im Taurus-Littrow Tal steht. In der Nähe der Landestelle von 1972 soll auch ALINA, die Landefähre der Part-Time Scientists, mit zwei Audi lunar quattro ankommen. Die Sonde wird die Strecke bis zum Mond mit einer Trägerrakete wie zum Beispiel einer Falcon 9 zurücklegen und kann insgesamt 100 Kilogramm transportieren. Neben den beiden Rover nehmen die Part-Time Scientists deshalb auch Forschungsequipment von anderen Partnern mit auf den Mond. Im vergangenen Jahr konnten in diesem Rahmen Projektpartner wie die US-Weltraumbehörde NASA, die europäische Weltraumorganisation ESA oder Wikipedia gewonnen werden, die großes wissenschaftliches Interesse an der Mission haben.

Ab Ende 2017 brechen die Part-Time Scientists zum Mond auf. Bis dahin stehen noch umfangreiche Belastungstests für die beiden Audi lunar quattro und die Landesonde an.

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