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Hauptbahnhof München: Bald Deutscher Lichtdesign-Preis?

Verkehrsbauten sind oft erst auf dem zweiten Blick versteckte Sightseeing-Objekte. Der Deutsche Lichtdesign-Preis, der in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen wird, hat die Kategorie Verkehrsbauten neu aufgenommen und das Sperrengeschoss vom Hauptbahnhof München (vogtpartner lichtgestaltende ingenieure und Bartenbach GmbH) nominiert. Gegen wen sich das Münchner Lichtdesign durchsetzen muss? 

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Design-Schönheit auf den zweiten Blick. Fotocredit: vogtpartner/Felix Meyer

München-Wissen: Im Sperrengeschoss am Münchner Hauptbahnhof erzeugen 5.000 in eine Rasterdecke integrierte LED-Downlights eine blendfreie Grundbeleuchtung und generieren ein ruhiges Gesamterscheinungsbild. Die Grundbeleuchtungsstärke von 450 Lux (im Mittel) garantiert den Passanten eine stabile Wahrnehmung. Imposant zeigt sich eine 132 Meter lange, als Orientierungshilfe und interaktive ‚Begrüßungswand‘ fungierende Lichtwand, die ihre sanften Farbbilder in Abhängigkeit der Tages- und Jahreszeit sowie der vorherrschenden Wetterverhältnisse ändert.

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S-Bahnhof Wilhelm Leuschner Platz Leipzig. Fotocredit: Christian Günther für NORKA

Am S-BAHNHOF WILHELM-LEUSCHNER-PLATZ in Leipzig brach das Architekturbüro Max Dudler mit den Sehgewohnheiten, denn die hohe Halle scheint gänzlich offen und lichtdurchflutet. Konsequent umgeben von Wänden und einer Decke aus semitransparenten, hinterleuchteten Glasbausteinen, ergibt sich ein völlig homogener Raum mit bestechender Klarheit und Schlichtheit. Erzeugt wird der lichtdurchflutete Charakter durch eine durchgehende Beleuchtung im Zwischenraum der Glasbausteine und des Rohbaus (Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG).

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U-Bahnhof Hafencity Hamburg Universität Hamburg, Foto: Markus Tollhof

Am U-BAHNHOF HAFENCITY UNIVERSITÄT in Hamburg (Raupach Architekten) wurde das Beleuchtungskonzept in Teamarbeit der Architekten, der Lichtplanungsbüros pfarré lighting design (Leistungsphase 1 bis 3) und d-lightvision (Leistungsphasen 3 bis 8) sowie des Büros Stauss & Pedrazzini (Gestaltung und Konstruktion ‚Lichtcontainer‘) entwickelt und realisiert. Während die 12 über dem Bahnsteig schwebenden, gläsernen „Lichtcontainer“ nach unten hin konstant weißes Licht abstrahlen, wechseln die seitlichen Flächen der Kuben im Einklang mit den Stimmungen bei Tag und bei Nacht ihre Farbe. Dieser wahlweise statische oder dynamische Farbwechsel bildet sich zusätzlich in den Farbreflexionen der mit dunkel schimmernden Stahlplatten verkleideten Wänden und Deckenflächen des Bahnsteigs ab.

Wer die glücklichen Gewinner sind, wird spätestens bei der Gala am 28. Mai im Gesellschaftshaus Palmengarten in Frankfurt feststehen. Wir drücken natürlich dem Münchner Hauptbahnhof die Daumen!

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