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Munich Arthouse: Die erste Ausgabe eines neuen Ausstellungsformates

Inmitten von München öffnet von Samstag, 29.04. bis Montag, 01.05. das MUNICH ARTHOUSE seine Pforten in einer wunderschönen, 2.000 qm großen PopUp-Ausstellung im ‚Freddie‘ direkt neben dem Isartor. Die Location hatte bisher niemand auf dem Radar. Außer ARTMUC-Chef Raiko Schwalbe. Nach mehr als drei Jahren Corona-Zwangspause startet er das Kunstkaufhaus als drittes Ausstellungsformat.

Bei der aktuellen Ausgabe präsentieren erneut ca. 60 lokale und regionale KünstlerInnen ihre Werke der Malerei, Fotografie, Collagen, Skulpturen und Digital. „Mit diesem Projekt möchten wir KünstlerInnen eine Ausstellungsmöglichkeit sowie Zugang zu einer breiten Öffentlichkeit geben“, sagt Organisator Raiko Schwalbe, der u. a. auch Bayerns größtes Kunstfestival, die ARTMUC, veranstaltet.

Thamara Barth x MUNICH ARTHOUSE

Schauspielerin Thamara Barth ist aus Film und Fernsehen, u. a. „Der Bergdoktor“, „Tatort“, „Die Rosenheim-Cops“, „Rosamunde Pilcher“, „Hubert und Staller“ bekannt. Doch wie verbringt die Wahlmünchnerin ihre drehfreie Zeit? „In meinem Atelier am Starnberger See bin ich kreativ und kombiniere Bronze und Stein, um durch die Gegensätze Spannung und Gefühle der Figuren zu unterstreichen“, beschreibt die 48-Jährige ihre Kunst.

Thamara Barth (Künstlerin und Schausspielerin) in ihrem Atelier in Berg am Starnberger See. Fotocredit: Agency People Image, Michael Tinnefeld

Kraft und Ruhe empfindet sie dabei selbst beim Modellieren und Gießen:

„Bevor ich eine neue Figur kreiere, habe ich eine klare Vorstellung davon, wie ich meine Vision für eine Skulptur umsetzen will. Ich modelliere zunächst in Wachs die Figuren, die durch ihren Gesichtsausdruck und ihre festgehaltene Bewegung urmenschliche Gefühle wie Sehnsucht, Glück, Liebe und Meditation ausdrücken“, erzählt Thamara Barth.

Ihre ursprüngliche Idee erfährt während der Bearbeitung oft Modifikationen, entweder aufgrund eines spontanen Gedankens oder auch durch das Material selbst. Die unterschiedliche Konsistenz des Wachses führt beispielsweise zu diversen natürlichen Variationen, die die Künstlerin bereitwillig einfließen lässt. Die in der Figur zum Ausdruck kommende festgehaltene Bewegung gibt den neutral und unbefangen modellierten Gesichtern eine Bedeutung. Erst dann erwecken Bewegung und Gesicht zusammen die Figur zum „Leben“, die durch den Bronzeguss ihre endgültige Form bekommt.

Die Skulptur wird lebendig

„Durch den zeitaufwendigen Bronzeguss, den ich zusammen mit dem Gießmeister vorbereite, intensiviert sich das Verhältnis zwischen mir und der Figur. Der Moment, in dem die glühende Bronze in die vorgefertigte Form gegossen wird, berührt mich emotional besonders, weil die Hitze und die Schwere des Materials sowie die Transformation des flüssigen Metalls in eine feste Form immer von Neuem ein faszinierender und packender Prozess ist“, so Thamara Barth. Erst während des Abschlagens der Schamotte-Form wird dann die Bronzeskulptur „geboren“.  Die Schmelzkanäle für das Wachs werden wie eine Nabelschnur abgetrenntund durch ziselieren vollendet: „Nach diesem letzten Arbeitsschritt kann ich sagen, ob die Figur meinen ursprünglichen Vorstellungen entspricht, ehe sie einen soliden Sockel erhält.“

Je Skulptur wird dazu ein passender Naturstein gesucht, der unbearbeitet und somit bewusst in seiner natürlichen Form bleibt. Das Material Bronze verleiht der Skulptur eine gewisse metallische Kälte, die in der Verbindung mit dem naturbelassenen Stein eine zusätzliche „Lebendigkeit“ bekommt. Zu sehen bei der ersten Ausgabe der MUNICH ARTHOUSE PopUp-Ausstellung

MUNICH ARTHOUSE

29. April bis 1. Mai 2023
Freddie / Thomas-Wimmer-Ring 1 direkt neben dem Isartor/ 80331 München
Öffnungszeiten:
29. April / 11-18 Uhr
30. April / 11-18 Uhr
01. Mai / 11-18 Uhr
Eintritt ist für alle Besucher kostenfrei

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