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ARTMUC 2021 mit bezahlbarer Kunst und vieler Sonderthemen gestartet

Zeitgenössische Kunst hat viele Gesichter. Die ARTMUC zählt dabei zum wichtigsten Kunstevent Süddeutschlands und bringt Künstler, Galerien und Kunst-Projekte aus ganz Europa nach München. Dieses Wochenende zeigen mehr als 120 nationale und internationale Künstler sowie 25 Galerien und Kunstprojekte erstmal seit zwei Jahren wieder im Isarforum am Dt. Museum und auf der wunderschönen Praterinsel für was ihr Herz schlägt: Kunst! Die Sonderthemen der Entdeckermesse. 

ARTMUC Praterinsel und Isarforum
Fotocredit: SARAH JIL NIKLAS / NIKLAS.ART

Für ARTMUC Gründer und Geschäftsführer Raiko Schwalbe fusioniert Kultur mit Lifestyle, Werbung und Unterhaltungsindustrie. Aus diesem Grund ist die Münchner Kunstmesse mehr als ein normales Kunsthappening. Das erklärt auch wieder die Sonderthemen, welche bei jeder Ausgabe neu aufgelegt werden.

ARTMUC HIGHLIGHTS

Frauen in der Kunst

Bei der Herbstausgabe der ARTMUC wird das Förderprojekt „Viva con Agua ARTS“ mit einer Präsentation ausgewählter Künstlerinnen präsentiert. Die gemeinnützige Organisation aus sozialen ARTivisten generiert zusammen mit einem großen internationalen Künstler*innenKollektiv Aufmerksamkeit und Spenden für die Trinkwasser- und Sanitärprojekte von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. Die Organisation unterstützt mit ihrer Arbeit nicht nur WASHProjekte, sondern auch Künstlerinnen und Künstler in ihrer Arbeit.

Werkschau zu Ehren des Münchner Künstlers Franz Xaver Braunmiller

Zusammen mit der Münchner Familie Braunmiller präsentiert die ARTMUC erstmals in Ihrer Geschichte eine Werkschau zu Ehren des 1993 im Kreis seiner Familie verstorbenen Münchner Künstlers Franz Xaver Braunmiller. Franz Xaver Braunmiller wurde am 20.03. 1905 in München geboren. Sein Vater, ein Bildhauer gleichen Namens, lehrte in schon früh Skulpturen zu gestalten.

ARTMUC
Links ist eine Skizze ‚Ave Maria‘ von Franz Xaver Braunmiller, Rechts eins seiner Kirchen-Glasfenster

Hier entstanden auch seine ersten gezeichneten Portraits. Der Künstler Carl von Marr, der ein Kunde seines Vaters war, nahm ihn aufgrund seines Talents mit einer Sondergenehmigung bereits im Jahr 1922 an der Akademie der bildenden Künste auf. Als 17-Jähriger war er derzeit der jüngste Akademie-Teilnehmer. Seine Lehrer waren Carl von Marr, Max Mayrshofer Adolf Schinnerer, Max Doerner und Toni Roth.

Braunmiller schuf im Laufe seiner Karriere zahlreiche Altäre, Kreuzwege, Mosaikarbeiten und Glasfenster für Auftraggeber aus aller Welt. Am Ende seines Schaffens waren seine Werke in über 80 Episkopal-, Pfarr-, Kloster- und Seminarkirchen in USA sowie in Schweden (Stockholm), Italien (Rom/Vatikan), Kanada (Edmonton), Indien (Bombay), Venezuela (Caracas), Spanien (Pamplona), Ecuador (Cuenca) und Südafrika (Bloemfontain) zu sehen.

1981 wurde Braunmiller das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Er schuf zahlreiche Porträts und Gegenstandsmalereien, wurde aber hauptsächlich durch die von ihm entworfenen über 600 bunten Glasfenster bekannt. (Text Max Braunmiller)

Im Rahmen der Werkschau werden dabei von Kunsthistorikerin Uta Römer in Zusammenarbeit mit Max Braunmiller, Enkel von Franz Xaver Braunmiller, ausgewählte Werke, Skizzen, Entwürfe und Kunstwerke aus verschiedenen Lebensstationen des Malers Im Isarforum am Dt. Museum präsentiert.

Förderung sozialer Projekte – „Kolibri-Interkulturelle Stiftung“

„Soziale Verantwortung und eine Besinnung auf Werte wie Vertrauen, Loyalität, Gemeinschaft und Glaubwürdigkeit sind feste Bestandteile bei unseren Kunst-Veranstaltungen.“, sagt der Veranstalter Schwalbe. Bei jeder Veranstaltung wird dabei ein soziales Projekt integriert und gefördert, um auch gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen und die Notwendigkeit dazu dem breiten Publikum gegenüber zu zeigen. Bei der aktuellen Ausgabe unterstützt die ARTMUC dabei das Projekt der „KolibriInterkulturelle Stiftung“. Die Stiftung forciert dabei das Zusammenwirken von Spendern (hier Künstler*innen als Sachspender) und Förderern, um damit Ausstellungen umzusetzen. Dabei werden die von Künstler*innen gespendeten Kunstwerke verkauft und mit dem Erlös Flüchtlings- und Integrationsprojekte wie beispielsweise Refugio, Beratungs- und Behandlungszentren für Geflohene und Folteropfer gefördert.

Alle Teilnehmer nach alphabetischer Reihenfolge gibt es hier!

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