Nicht jeder Konzertabend in München entfaltet eine Atmosphäre, die noch lange über den letzten Applaus hinaus spürbar bleibt. Im Herkulessaal der Residenz war genau das der Fall: Maximilian Haberstock, der erst 21-jährige Gründer und Chefdirigent des Jungen Philharmonischen Orchesters München, dirigierte gemeinsam mit dem US-amerikanischen Pianisten Maxim Lando einen Abend von bemerkenswerter Intensität. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen.

Ein junger Dirigent, den man weiter beobachten sollte
Wer an diesem Abend dabei war, erlebte nicht nur große klassische Musik, sondern auch einen jener seltenen Momente, in denen sich bereits erahnen lässt, dass hier eine außergewöhnliche künstlerische Entwicklung ihren Lauf nimmt. Haberstock, in München geboren, verbindet Präzision, musikalische Reife und eine Präsenz, die in diesem Alter alles andere als selbstverständlich ist. Genau deshalb ist sein Name einer, den man im Blick behalten sollte.

Auf dem Programm standen Wagners Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“, Liszts Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur sowie Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll. Gemeinsam mit dem 2023 gegründeten Jungen Philharmonischen Orchester München und Solist Maxim Lando entstand ein Konzertabend, der musikalischen Anspruch, internationale Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf besondere Weise verband.
Klassik, Kultur und Münchner Gesellschaft an einem Abend
Im Anschluss lud die Gesellschaft der Freunde des JPOM e.V. zu einem Empfang in den Brenner Operngrill, wo zahlreiche Gäste aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik den Abend Revue passieren ließen und den Austausch mit den Künstlern suchten.

Unter den Gästen fanden sich nicht nur Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Gesellschaft, sondern auch namhafte Unternehmer und Förderer. Darunter Bernhard Frohwitter, Christian Gruber, Patrick Nutz, Dirk Ippen, Peter Reichert, Franziska Kohlpaintner, Gerd Stehle, Michael Staudinger oder Alexander Kunkel.
Sie gaben dem Abend zusätzlich jene gesellschaftliche Strahlkraft, die in München vor allem dann entsteht, wenn Kultur auf echtes Engagement trifft. Und Judith Epstein (Jüdische Kulturtage) lobte: „Es war ein fulminantes Konzert. Wir durften hier die neue Generation der weltbesten Musiker erleben.“
Text: Andrea Vodermayer/ExklusivMünchen


