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Auf dem Bogner-Areal entsteht Münchens neuer Wohnstandard

München ist eine Stadt, in der Wohnqualität längst mehr bedeutet als Lage, Grundriss und Fassade. Auf dem ehemaligen Firmengelände von Willy Bogner in Berg am Laim entsteht mit Timber Living ein Projekt, das genau diesen erweiterten Anspruch sichtbar macht: urbanes Wohnen, nachhaltige Bauweise und ein neues Verständnis von Qualität im Alltag. Das Quartier wird von UBM Development auf einem über 12.000 Quadratmeter großen Grundstück an der St.-Veit-Straße entwickelt und in Holz-Hybrid-Bauweise realisiert.

Fotocredit: Bloomimages
Weitläufige Balkone und ein fließender Übergang ins Freie machen Wohnqualität beim Bauprojekt ‚Timber Living‘ sichtbar. Fotocredit: Bloomimages

Ein neues Kapitel für das Bogner-Areal

Wo über Jahrzehnte ein prägender Name des Münchner Unternehmertums zuhause war, beginnt nun eine neue Phase der Stadtentwicklung. UBM entwickelt auf dem früheren Bogner-Areal ein gemischt genutztes Wohnquartier, bei dem rund 90 Prozent der oberirdischen Bruttogrundfläche als Wohnraum vorgesehen sind. Das Projekt liegt im Stadtteil Berg am Laim, einem Quartier, das sich in den vergangenen Jahren immer stärker vom gewerblich geprägten Standort zum urbanen Wohnumfeld entwickelt hat.

Die Lage ist dabei ein klarer Pluspunkt: U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus sind schnell erreichbar, ebenso Ostbahnhof, Werksviertel, Marienplatz und der Flughafen. Für ein Wohnprojekt in München ist genau diese Verbindung aus Stadtnähe und Alltagstauglichkeit ein starkes Argument.

Holz-Hybrid statt Standardlösung

Spannend ist vor allem die Bauweise. Timber Living entsteht in Holz-Hybrid-Bauweise und setzt damit auf ein Modell, das ökologische Anforderungen, architektonische Qualität und neue Erwartungen an urbane Wohnprojekte zusammenführen soll. UBM beschreibt das Projekt selbst als „Holz-Quartier für München“. Sichtbares Holz, eine grün lasierte Fassade und ein begrüntes Ensemble sollen dem Quartier eine eigenständige Identität geben.

Für München ist das mehr als nur ein gestalterisches Detail. In einem Markt, in dem viele Neubauten austauschbar wirken, wird Materialität wieder zum Unterscheidungsmerkmal. Holz-Hybrid-Bauweise steht dabei nicht nur für Nachhaltigkeit, sondern auch für eine andere Art von Wohnatmosphäre: wärmer, natürlicher, bewusster gedacht.

Begrünte Wege, großzügige Balkone und eine warme Fassadensprache prägen den Charakter des neuen Wohnprojekts. Fotocredit: Bloomimages

Wohnqualität wird neu definiert

Und genau hier liegt die eigentliche Stärke des Projekts. Timber Living ist kein reines Architekturthema, sondern Teil einer größeren Entwicklung: Wohnprojekte werden heute daran gemessen, wie sie sich im Alltag anfühlen. Dazu gehören nicht nur Energieeffizienz und Flächennutzung, sondern auch Aufenthaltsqualität, Materialwahl, Freiräume und ein stimmiges Quartiersgefühl.

UBM plant laut eigener Kommunikation ein Ensemble mit Wohnungen, privaten Außenflächen und einem gemeinschaftlich begrünten Innenhof. In einer Zeit, in der der Münchner Wohnungsmarkt unter Druck steht und gleichzeitig der Anspruch an Lebensqualität steigt, gewinnt genau diese Kombination an Bedeutung.

Warum das Projekt auch gesundheitlich interessant ist

Dass dieser Artikel zugleich an die Rubrik Gesundheit anschließt, hat einen nachvollziehbaren Grund: Timber Living wird von UBM auch mit Blick auf gesundheitliche Wohnaspekte positioniert. Auf der Projektseite verweist UBM auf nachhaltige und gut verträgliche Baustoffe; zudem wird das Projekt von der Allergy Friendly Buildings Alliance, kurz AFBA, als Referenz geführt.

Allergien gelten längst als Volkskrankheit, doch Gebäude spielen in der Debatte kaum eine Rolle. Dabei ist die Schadstoffbelastung in Innenräumen laut WHO oft deutlich höher als draußen. Der Projektentwickler UBM Development wird deswegen hier erstmals ein neues medizinisch fundiertes Siegel für allergikerfreundliche Gebäude umsetzen.

Für Leser muss man daraus keine technische Debatte machen. Entscheidend ist etwas anderes: Die Frage, wie gut man in einer Immobilie lebt, wird breiter gestellt als noch vor wenigen Jahren. Es geht nicht mehr nur um schöne Oberflächen oder gute Energiewerte, sondern um das gesamte Wohngefühl. Gesundheitliche Aspekte werden damit zum Teil eines erweiterten Qualitätsbegriffs.

Neuer Wohnstandard im ehemaligen Bogner-Areal München

Ob ein Projekt wirklich einen neuen Wohnstandard setzt, entscheidet am Ende die Wirkung. Doch vieles spricht dafür, dass auf dem Bogner-Areal ein Quartier entsteht, das für München mehr ist als nur ein weiterer Neubau. Die Verbindung aus Lage, Holz-Hybrid-Bauweise, städtebaulicher Transformation und dem Fokus auf Wohnqualität macht Timber Living zu einem der interessanteren Wohnprojekte der Stadt. Die ersten Bauarbeiten begannen bereits im dritten Quartal 2025. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.

Für München ist das ein Signal: Der neue Wohnstandard definiert sich nicht mehr allein über Prestige und Preis, sondern über die Frage, wie intelligent, nachhaltig und qualitätsvoll ein Projekt das urbane Leben von morgen gestaltet.

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