Ostern in München ist kulinarisch längst mehr als Brunch, Lamm und Hefezopf. Gerade in München zeigt sich rund um die Feiertage, wie genussvoll sich Tradition, Patisserie und Spitzenküche verbinden lassen. Wer die Osterzeit stilvoll auskosten möchte, findet in diesem Jahr gleich mehrere Anlässe: luxuriöse Schokoladenkreationen im Rosewood Munich, einen Oster Afternoon Tea im Wintergarten und zwei Rezepte aus unserem Redaktionsarchiv!

Süße Osterkunst im Rosewood Munich
Ein besonders eleganter Ostergruß kommt in diesem Jahr aus dem Rosewood Munich. Dort sind limitierte handgefertigte Schokoladen-Ostereier von Pastry Chef Shinas Shahida erhältlich. Das Hotel bewirbt die Kreationen als limitierte artisanale Oster-Eier; erhältlich sind sie im Wintergarten zur persönlichen Abholung vom 25. März bis 6. April.
Für alle, die Ostern lieber erleben als nur verschenken, lohnt zudem der Blick in den lichtdurchfluteten Wintergarten. Dort wird der Easter Afternoon Tea täglich von 14 bis 17.30 Uhr serviert. Auf der aktuellen Karte stehen unter anderem Burattina mit Pistazie und Melone, Rindertatar in der Croustade mit Kaviar, Ikarimi-Lachs mit Meerrettich und Dill, dazu süße Kreationen wie Esmeralda mit Milchschokolade, Birne und Earl Grey, Cheesecake mit Beere und Haselnuss sowie Sakura mit Mandel, Erdbeere und Kirschblüte. Frisch gebackene Scones und ein Bone Marrow Chestnut Cake runden das Erlebnis ab. Der Preis liegt bei 89 Euro pro Person inklusive einem Glas Champagner.

Tim Raue: ein Ostergericht mit Twist
Nicht jedes Ostergericht muss sich an die klassischen Rollen von Fisch am Karfreitag oder Lamm am Ostersonntag halten. Genau darin liegt bis heute der Reiz des Tim-Raue-Rezepts aus dem Archiv: geschmortes Huhn mit weißen Bohnen und Kaffee. Das Gericht wirkt auch Jahre nach unserer Veröffentlichung erstaunlich modern, weil es Süße, Würze, Röstaromen und Frische klug verbindet. Geräuchertes Paprikapulver, Ingwer, Honig und Chili geben Tiefe, Mandarine und Rauke bringen Spannung, die Kaffeebohnen am Ende einen unerwartet souveränen Akzent.
Gerade für Leser, die an Ostern Gäste bewirten, aber nicht zum wiederholten Mal denselben Klassiker servieren möchten, ist das eine charmante Alternative. Das Rezept trägt nicht nur die Handschrift eines Spitzenkochs, sondern auch jene Lust am Kontrast, die ein Festessen wirklich erinnerungswürdig macht.
Geschmortes Huhn mit weißen Bohnen und Kaffee
Zutaten für 4 Personen
- 12 Hühner-Unterkeulen mit geputztem Knochen
- 240 g Bundmöhrchen, in Scheiben geschnitten
- 200 g ganze, kleine, rote Zwiebeln, geschält
- 240 g weiße Bohnen, weichgekocht
- 100 g Ingwer, in Würfel geschnitten
- 4 EL geräuchertes Paprikapulver
- 2 EL Knoblauch, fein gehackt
- 100 g Honig
- 4 EL getrocknete, gemahlene Chilischoten
Alle Zutaten miteinander vermengen und 6 Stunden ziehen lassen.
Außerdem
- 100 g Butter
- 1 l Geflügelfond
- Fleur de Sel
Die Hühnchen-Gemüse-Mischung mit Fleur de Sel würzen und in einem großen Topf mit Butter anbraten. Anschließend mit dem Geflügelfond ablöschen, kurz aufkochen lassen und mit Deckel im Ofen bei 180 Grad 60 Minuten garen.
Zum Anrichten
- 16 Mandarinenfilets
- 4 EL geröstete, gestoßene Kaffeebohnen
- 24 junge Raukeblätter
Das geschmorte Huhn mit Gemüse und etwas Sud in vier tiefe Teller geben, mit Mandarine und Rauke vollenden und mit den Kaffeebohnen bestreuen.
„Das beste und natürlichste Mittel, eine Sauce zu binden, ist für mich die Kartoffel.“
Hans Haas’ Trick: Die Kartoffel sehr fein reiben, in der Sauce mitköcheln lassen und zum Schluss alles durch ein Sieb passieren. So bekommt eine Sauce eine feine, natürliche Bindung, ohne schwer oder glasig zu wirken.


