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Zahnmedizin und Zahnästhetik im Alter: Ab wann die Krankenkasse nicht zahlt

Eine Zahnspange kennen die meisten aus ihrer Zeit als Kind oder Jugendlicher. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass auch Erwachsene eine Zahnkorrektur durch einen Kieferorthopäden benötigen. Was man dabei beachten sollte, worin die Unterschiede zu einer Behandlung bei Kindern liegt und mit welchen Kosten man rechnen muss?

Zahnzusatzversicherung ist oft im Alter hilfreich
Schöne Zähne unterstreichen jedes Lächeln. Fotocredit: Andriyko Podilnyk on Unsplash

Wer zahlt bei einer kieferorthopädischen Behandlung bei Erwachsenen?

Die meisten Menschen haben irgendwann im Laufe ihres Lebens schon einmal eine Zahnspange getragen oder eine andere Art der Zahnkorrektur vornehmen lassen. Für viele Teenager ist der regelmäßige Besuch eines Kieferorthopäden daher nichts Ungewöhnliches. Bei Kindern und Jugendlichen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung entsprechend dem Schweregrad einen Teil der Kosten oder sogar die Gesamtkosten.

Anders sieht es da bei Erwachsenen aus. Ab dem 18. Lebensjahr gilt, dass man selbst für die Behandlung aufkommen muss, wenn es sich um eine ästhetische Zahnkorrektur handelt. Wer einen Kieferorthopäde München besucht, muss daher selbst für die Kosten aufkommen. Es gibt allerdings Ausnahmen: Schwere Kieferanomalien, die eine kieferorthopädische bzw. kieferchirurgische Behandlung erfordern, werden von der Krankenversicherung gezahlt.

Dazu zählen folgende Befunde:

  • Retrognathie: Der stark verkürzte Unterkiefer sitzt weit hinter dem Oberkiefer.
  • Prognathie: Der stark verlängerte Unterkiefer liegt weit vor dem Oberkiefer.
  • Lippen-, Gaumen- oder Kieferspalte
  • Verletzungsbedingte Kieferfehlstellungen
  • Stark offener Biss: Die Frontzähne des Unter- und Oberkiefers haben keinen Kontakt beim Zubeißen.

Doch wie viel kostet eine Behandlung bei einem Kieferorthopäden überhaupt?

Das ist schwierig zu sagen, da jeder Fall anders ist. Kleine Korrekturen, zu denen die feste Zahnspange gehört, kosten pro Kiefer etwa 1.800 – 2.500 Euro. Je nach Behandlungsmethode und Umfang der Behandlung können die Kosten allerdings bis zu 10.000 Euro steigen. Kommen diese Kosten unerwartet, kann es passieren, dass man die Insolvenzberatung München in Anspruch nehmen muss.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Wer keinen der Befund vorliegen hat, der eine kieferorthopädische Behandlung notwendig macht, sondern seine Zähne aus rein ästhetischen Gründen korrigieren lassen möchte, muss die Kosten selbst tragen. Eine Möglichkeit gibt es allerdings: eine Zahnzusatzversicherung. Diese muss vor der Erstberatung beim Kieferorthopäden abgeschlossen werden. Es gibt unterschiedliche Modelle, welche bis zu 90 Prozent der Kosten übernehmen. Deshalb sollte man das Ganze gut prüfen.

Unterschiede zwischen kieferorthopädischer Behandlung bei Erwachsenen und Kindern

Wie eingangs erwähnt, beginnt man normalerweise im Kindesalter mit einer Zahnkorrektur. Ab dem 9. Lebensjahr ist es möglich, durch eine Zahnspange Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Während hier häufig die klassische Zahnspange aus Metall zum Einsatz kommt, die nicht selten mit bunten Brackets verziert wird, findet diese bei Erwachsenen eher weniger Verwendung. Man achtet darauf, möglichst wenig Drähte zu sehen und man möchte verbergen, dass man eine Spange trägt.

Daher werden bei Erwachsenen häufig Aligner-Schienen verwendet, welche eine besonders dezente Variante der Zahnspange sind. Auch innenliegende feste Apparaturen sind gang und gäbe. Natürlich gibt es die herkömmliche Zahnspange auch mit zahnfarbenen oder besonders kleinen Brackets. Hier besteht jedoch trotzdem die Gefahr, dass jemand die Spange sehen könnte. Keiner möchte, dass man vielleicht auf einem Event die Spange zu Gesicht bekommt.

Der größte Unterschied zwischen einer kieferorthopädischen Behandlung von Erwachsenen zu der von Kindern ist allerdings, dass der Kieferknochen im Erwachsenenalter bereits fester ist. Auch die Gewebereaktionen sind entsprechend eingeschränkt. Somit kann sich die Behandlungsdauer bei Erwachsenen etwas länger hinziehen. Was bei Erwachsenen außerdem häufig vorkommt, sind schadhafte, fehlende oder lockere Zähne und Entzündungen im Mundbereich.

Wann ist eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen notwendig?

Man weiß mittlerweile, dass die Zahngesundheit eine große Rolle bei der allgemeinen Gesundheit des Körpers spielt. Schlechte Zähne haben Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Auch die Stellung der Zähne kann den Körper negativ beeinflussen. Können Ober- und Unterkiefer nicht so aufeinander beißen, wirkt sich das nicht nur negativ auf die Kiefergelenke, das Zahnfleisch und die Kieferknochen aus. Es können zudem Verspannungen im Rückenbereich und Kopfschmerzen auftreten. Darüber hinaus wird die Sprache meist beeinträchtigt und ästhetische Aspekte spielen bei Erwachsenen eine Rolle.

Die wohl häufigsten Zahnkorrekturen, die ein Kieferorthopäde bei einem Erwachsenen vornimmt, sind die Korrektur des Zusammenbisses oder die Begradigung der Zahnstände. Auch das Schließen von Lücken und das Beheben von Engständen kommt bei Erwachsenen häufig vor. Darüber hinaus leiden manche im Alter unter Kiefergelenksbeschwerden, welche ebenfalls durch den Kieferorthopäden behoben werden können.

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