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Perfektes Licht! Nur mit der richtigen Lichtplanung und Lichttechnik

Licht ist ein Mysterium und die richtige Lichtplanung nichts für Laien. Häuslebauer können ein Lied davon singen. Gerade in der heutigen Zeit hat sich durch den Einzug der LED Technologie, durch Smart Home Steuerungen und durch Sensor- und Akku gesteuerte Lichttechnik eine enorme Vielfalt aber auch Komplexität ergeben. Schnell ist ein Raum nicht richtig ausgeleuchtet oder mit zu warmen oder zu kaltem Licht versehen.

Lichttechnik
Heutzutage lässt sich Licht nicht mehr nur auf Glühbirnen reduzieren. Licht verlangt nach Inszenierung.

Gerade mit passenden neuen Leuchten können Sie den eigenen vier Wänden zu noch mehr Ausstrahlung verhelfen. Doch was gilt es zu beachten, um das passende Licht fürs Zuhause zu finden? Oder steht sogar die Planung für einen Neu- oder Umbau auf der Agenda? Hier lohnt es sich, besonders frühzeitig an das Thema Licht zu denken, denn gutes Licht sorgt für eine angenehme Atmosphäre und fördert Gesundheit und Wohlbefinden.

Lichttechnik richtig planen

Die frühzeitige Planung ist in jedem Falle sinnvoll – Elektroanschlüsse, Decken- und Wandauslässe können dort eingeplant und installiert werden, wo sie später gebraucht werden. Eine nachträgliche Installation oder Durchführung von Kernbohrungen z.B. für Spots in der Decke ist aufwändig und kostspielig. Ob für das Gespräch mit den Architekten oder für den Lichtplaner sollte man mit folgenden Begriffen etwas anfangen können!

Licht Fachbegriffe

Angesichts der Komplexität der technischen und lichtästhetischen Fragen, die bei der Planung der heimischen Beleuchtung anfallen, empfiehlt es sich vorher schlau zu machen.

1. Abblendwinkel

1. Abblendwinkel

Darunter versteht man den Winkel, der sich zwischen der Raumdecke und dem Ausstrahlungsbereich der Leuchte ergibt. Der Lichtkegel ist bei einem Abblendwinkel von 30 Grad relativ breit. Bei einem Abblendwinkel von 50 Grad ist dieser entsprechend enger und fokussierter.

2. Abstrahlcharakteristik

2. Abstrahlcharakteristik

Leuchten können ihr Licht in unterschiedlichen Winkelgrößen (meist zwischen 30° und 50°) in einen Raum abgeben und auch die Form (symmetrisch oder asymmetrisch) ist variabel. Mit Hilfe von Blenden, Linsen, Rastern oder Reflektoren lässt sich die Abstrahlcharakteristik einer Leuchte nach Bedarf bestimmen.

3. Abstrahlwinkel

3. Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel einer Leuchte definiert die Größe des ausfallenden Lichtkegels. Ein enger Lichtkegel (10°) bündelt das Licht stark. Ein breiter Lichtkegel (60°) beleuchtet große Flächen und erzeugt ein weicheres Licht.

4. Beleuchtungsstärke

4. Beleuchtungsstärke

Sie gibt an, wie viel Lichtstrom in einer bestimmten Entfernung ankommt und beschreibt das Verhältnis eines auf eine Fläche fallenden Lichtstroms zur Größe dieser Fläche. Gemessen wird die Beleuchtungsstärke in Lux (lx).

5. Candela

5. Candela

Candela (cd) ist die Einheit der Lichtstärke. Sie misst die im Auge von der empfangenen Strahlung hervorgerufene Lichtempfindung.

Weitere Lichtbegriffe von D bis G

6. DALI

6. DALI

Das „Digital Addressable Lighting Interface“ ist eine herstellerübergreifende Schnittstelle, die das Ansteuern elelektronischer Vorschaltgeräte über digitale Steuersignale ermöglicht. Leuchten und andere Komponenten der Gebäudetechnik lassen sich so individuell oder zusammengefasst ansteuern (z.B. schalten oder dimmen).

7. Diffusor

7. Diffusor

Mit einem Diffusor entsteht zerstreutes, weiches und damit diffuses Licht. Extreme Licht-Schatten-Kontraste, Blendungen oder störende Reflexionen werden mit einem Diffusor vermieden.

8. Energieeffizienz

8. Energieeffizienz

Lampen werden mit dem europaweit geltenden Energie-Label gekennzeichnet. Es weist die Effizienzklasse –von A++ bis E- aus: A++ steht für besonders sparsamen Verbrauch, „E“ für Energieverschwendung. Auf dem „Energie-Etikett“ ist auch der Energieverbrauch angegeben. Beleuchtung macht fast 20 Prozent des weltweiten und 14 Prozent europäischen Stromverbrauchs aus. Innovative Lichttechnik kann schnell und effektiv helfen Energie zu sparen und das Klima zu schützen. Hohe Einsparpozenziale entstehen durch langlebige Lampen (z.B. LED) effiziente Leuchten, sparsame Betriebsgeräte und kompetente Lichtplanung.

9. Farbfilter

9. Farbfilter

Farbfilter an einer Leuchte sorgen dafür, dass nur ein bestimmter Teil des Lichts transmittiert, also durchgelassen wird. Fällt Licht auf einen Filter, wird davon ein Teil absorbiert und entweder farbiges Licht erzeugt oder es werden bestimmte Strahlungsanteile herausgefiltert.

10. Glühlampe

10. Glühlampe

Umgangssprachlich auch Glühbirne genannt. Als Temperaturstrahler gibt sie nur rund 5 Prozent ihrer elektrischen Leistung in Form von Licht ab, den Rest in Form von Wärme. Die Farbtemperatur liegt bei 2.300 K  bis 2.900 K, die durchschnittliche Lebensdauer beträgt etwa 1.000 Stunden. Seit 2009 wird sie, da uneffizient, aus dem Verkehr genommen.

LED Licht wird nur noch empfohlen

11. LED

11. LED

LEDs sind elektronische Halbleiter-Bauelemente, die unter Spannung Licht abgeben. Mit Hilfe einer zusätzlichen internen Leuchtschicht können blau leuchtende LEDs auch weißes Licht erzeugen. LEDs sind in unterschiedlichen Lichtfarben erhältlich (z.B. 2700 K Warmton oder 4000 K Weiß). Die Lichtfarbe entsteht durch eine farbliche Beschichtung. Produktionsbedingt entstehen farbliche Differenzen, die durch ein Binning (Sortierverfahren) reduziert werden und somit eine weitgehend einheitliche Lichtfarbe gewährleistet wird. Die Farbwiedergabe hochwertiger LEDs liegt bei bis zu Ra 90 und damit über dem Niveau von Energiespar- und Hochdrucklampen. LEDs sind energieeffizient und haben eine Lichtausbeute von bis zu 120 lm / W (Lumen / Watt). Früher hat man mit Watt gerechnet. Bei LEDs sind es Lumen. Zum Beispiel bedeuten 60 Watt in LED 730 Lumen. Ein ökologischer Aspekt gefällt uns besonders: Im Gegensatz zu Energiesparlampen enthalten LED-Leichten kein Quecksilber.

12. Leuchtmittel

12. Leuchtmittel

Die korrekte Bezeichnung für die „alte Glühbirne“ bzw. die neuen Mittel zur Lichterzeugung. Die Wahl des Leuchtmittels hängt vor allem vom Anwendungsgebiet ab. Technische Lampen lassen sich in drei Kategorien einteilen: Temperaturstrahler: Glühlampen, Hochvolt-Halogenglühlampen und Niedervolt-Halogenglühlampen.
Entladungslampen: Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen, Natriumdampf-Niederdrucklampen, Natriumdampf-Hochdrucklampen, Halogen-Metalldampflampen und Quecksilberdampf-Hochdrucklampen

13. Lichtausbeute

13. Lichtausbeute

Sie wird in Lumen pro Watt (lm/W) gemessen und beschreibt die Lichtmenge pro Energieeinheit und drückt somit die Wirtschaftlichkeit von Leuchtmitteln aus. Glühlampen haben mit 14 lm/W eine geringe, LED-Lampen mit bis zu 120 lm/W eine sehr hohe Lichtausbeute.

14. Lichtfarbe

14. Lichtfarbe

Sie wird in Kelvin (K) gemessen und beschreibt den farblichen Eindruck von weißem Licht (Farbtemperatur). Je niedriger die Farbtemperatur, desto wärmer wirkt das Licht.

15. Lichtstärke

15. Lichtstärke

Sie ist der Teil des Lichtstroms, der in eine bestimmte Richtung strahlt und wird in Candela gemessen. Die Lichtstärkeverteilung wird grafisch in Form einer Kurve dargestellt, der sog. Lichtstärkeverteilungskurve (LVK).

16. Linse

16. Linse

In der Lichttechnik dienen Linsen der Lichtlenkung. Es sind optische Elemente mit lichtbrechenden Flächen, von denen mindestens eine kovex oder konkav gewölbt ist.

17. Lumen

17. Lumen

Die Einheit des Lichtstroms. Sie beschreibt die von der Lampe in alle Richtungen abgestahlte Leistung im sichtbaren Bereich. Eine Glühlampe mit 100 W hat 1380 Lumen, eine 70 W HIT (Hochdruck-) Lampe hat 7000 Lumen.

18. Niedervolt-Halogenglühlampe

18. Niedervolt-Halogenglühlampe

Niedervolt-Halogenglühlampen zählen zu den Temperaturstrahlern und werden mit 12 Volt – also mit Trafo – betrieben. Sie wandeln nur einen geringen Teil der elektrischen Energie in Licht um. Die Lebensdauer liegt bei 2.000 bis 5.000 Stunden und die LIchtausbeuete liegt bei etwa 19 bis 35 Lumen pro Watt (Vergleich: Glühlampe 14 lm/W).

19. LOED (Organische LED)

19. LOED (Organische LED)

Eine organische Leuchtdiode (englisch: organic light emitting diode, OLED) ist ein leuchtendes Dünnschichtbauelement aus organischen, halbleitenden Materialien.
Aufgrund der Materialeigenschaften ist eine mögliche Verwendung der OLED als biegsamer Bildschirm und als elektronisches Papier interessant. Die OLED-Technik für Beleuchtungszwecke befindet sich noch in der Entwicklungsphase.

20. Schutzart

20. Schutzart

Schutz gegen dauerndes Untertauchen. Sie wird mit IP (International Protection) und zwei darauffolgenden Ziffern definiert. Die erste beschreibt, welchen Schutz eine Leuchte hinsichtlich Berührung bzw. Fremdkörper hat. Die zweite bezieht sich auf Feuchtigkeit/Wasser. Das heißt also<br/>

IP0 Kein Schutz vor Feuchtigkeit<br/>
IPX1 Schutz gegen senkrechtfallende Wassertropfen <br/>
IPX2 Schutz gegen schräg fallendes Tropfwasser bis 15° Neigung<br/>
IPX3 Schutz gegen schräg fallendes Sprühwasser bis 60° Neigung<br/>
IPX4 – in der Regel im Bad notwendig Schutz gegen Spritzwasser<br/>
IPX5 Schutz gegen Strahlwasser <br/>
IPX6 – Für Außenbauten die Regen ausgesetzt sind Schutz gegen starkes Strahlwasser<br/>
IPX7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen <br>/IPX8 – bspw. Unterwasser Pool oder Teichlampen

Checkliste Lichtplanung

Möglichst ausführliche und vollständige Angaben über die persönliche Wohnsituation sowie entsprechende Unterlagen helfen dem Berater dabei, die optimale Lichtlösung zu finden.

Angaben zur Einrichtung und der gewünschten Beleuchtung:

  •  Einrichtungsstil (z. B. modern, funktional, dekorativ etc.)
  •  Material und Farben der Wände, Decken und des Fußbodens
  •  Material und Farben der Möbel
  •  Deckenaufbau (massiv oder abgehängt, Art der Decke)
  •  Welche Raumzonen sollen für welche Tätigkeit beleuchtet werden? (z. B.
    Lesesessel, Bücherregal, Sofa, Esstisch)

Checkliste für Neubauten

Vor allem bei einem Neubau lohnt es sich, frühzeitig an die Beleuchtung zu denken. Komfortable Lichtlösungen können so schon in der Planungsphase berücksichtigt werden. Folgekosten durch nachträglich installierte Leitungen, Wand- oder Deckenauslässe werden vermieden. Die aktuellsten Neubauprojekte in und um München findet man hier!

Folgende Punkte sollten bei der Planung berücksichtigt werden:

  •  Elektroauslässe in Abhängigkeit der gewünschten Beleuchtung
  •  in abgehängten Decken und vorgebauten Wänden eingelassene,
    unauffällige Einbauleuchten
  •  Betoneinbaugehäuse für Decken- und Wandleuchten
  •  in Fußböden eingelassene, unauffällige Einbauleuchten
  •  genügend Steckdosen, ggf. geschaltete Steckdosen
  •  genügend Dosen für Netzwerk, Audio und Video
  •  Elektro-Installationen für Außenbeleuchtung

Shops und Fachhändler für Lampen und Licht

Interessante Online Shops für Licht sind www.dmlights.com oder reuter.de

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